PeriodUP

Text PeriodUP auf farbigem Hintergrund
Foto: KfC

Das Projekt "PeriodUP"

Als erste Hochschule in Brandenburg stellt die Universität Potsdam Periodenprodukte kostenlos für ihre Hochschulangehörigen und Gäste zur Verfügung. Sie möchte damit notwendige Hygieneprodukte für alle zugänglich machen und zur Enttabuisierung der Menstruation beitragen. Zudem handelt es sich um einen Nachteilsausgleich für jene, die aufgrund ihrer körperlichen Merkmale gesellschaftlich benachteiligt werden.

In einem zweijährigen Pilotprojekt werden geeignete Spender mit den in Deutschland gebräuchlichsten Periodenprodukten – Tampons und Binden – in 20 ausgewählten Toiletten auf den drei Campus Am Neuen Palais, Golm und Griebnitzsee angebracht. Diese werden von dem jeweils zuständigen Reinigungspersonal regelmäßig befüllt. Die Kosten für die Befüllung und Reinigung werden im ersten Jahr zu gleichen Teilen von der Hochschulleitung und dem Studierendenparlament getragen. Die Anschaffung der Spender übernimmt das Koordinationsbüro für Chancengleichheit. Nach einem Jahr werden die Ergebnisse einer begleitenden Umfrage ausgewertet und in die Weiterentwicklung des Projekts fließen.

Initiator*innen
Den Anstoß zur kostenlosen Bereitstellung von Periodenprodukten an der Universität Potsdam leistete der Fachschaftsrat Mathe-Physik. Entstanden ist eine Arbeitsgruppe aus Studierenden, dem Koordinationsbüro für Chancengleichheit und der Hochschulleitung, die sich der Organisation des Projektes angenommen hat.

Freie Periodenprodukte ermöglichen Teilhabe

Die Menstruation ist noch immer ein großes Tabuthema - dabei betrifft sie etwa die Hälfte der Weltbevölkerung. Auch ein Großteil der Mitglieder der Universität Potsdam menstruiert. Für sie ist der Gebrauch von Periodenprodukten während der Menstruation genauso allgegenwärtig wie der Gebrauch von Klopapier oder Seife. Dennoch müssen menstruierende Personen für die Versorgung selbst aufkommen.

Für menstruierende Personen ist die Anschaffung dieser Produkte jeden Monat ein zusätzlicher Kostenfaktor und nicht alle können sich die Produkte leisten. Jene sind von der vieldiskutierten „Periodenarmut“ betroffen. Besonders für Studierende mit geringem Einkommen ist das ein Problem. Dies kann zur Folge haben, dass Betroffene auf unhygienische Alternativen wie Toilettenpapier oder Stoffreste zurückgreifen oder sogar der Universität fernbleiben.

Nicht alle menstruierenden Personen haben einen regelmäßigen Zyklus. Tritt die Menstruation plötzlich und unerwartet auf, können schambehaftete Situationen, wie eine blutige Hose oder das Fragen nach einem Tampon, entstehen. Nicht selten gehen menstruierende Personen nach Hause oder in ein nahegelegenes Geschäft, um das nötige Hygieneprodukt zu erhalten.

Der Zugang zu freien Periodenprodukten ermöglicht die Teilhabe und führt zu einer arbeits- und studienfreundlichen Atmosphäre, in der sich Studierende und Beschäftigte mit einem Gefühl der Sicherheit auf ihr Studium oder ihre Arbeit konzentrieren können.

Mit PeriodUP möchten wir die Menstruation sichtbar machen und zu deren gesellschaftlichen Normalisierung beitragen. Wir wünschen uns, dass hierdurch eine Diskussion an der Universität Potsdam über die Menstruation und was sie für einen Großteil der Hochschulangehörigen im Studien- und Arbeitsumfeld bedeutet, angestoßen wird.

Auf diesen Toiletten befinden sich kostenfreie Periodenprodukte

Campus I - Am Neuen Palais

Campus II - Golm

Campus III - Griebnitzsee

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Die Umfrage wird in Kürze hier freigeschaltet.

Du hast Fragen oder Anregungen zu PeriodUP? Du möchtest uns ein Feedback hinterlassen? Dann schreibe uns gerne eine Nachricht an gba-teamuni-potsdamde. Wir freuen uns von Dir zu hören!