Zum Hauptinhalt springen

Einladung zur 4. Frauen- und TIN*-Vollversammlung

Mythen – Macht – Medizin: Gesundheit in Zeiten antifeministischer Bedrohungen

Christina Wolff, Zentrale Gleichstellungsbeauftragte

„Für die Gleichstellungs- und Diversitätsarbeit heißt Resilienz, Schutzräume aufzubauen, Benachteiligungen sichtbar zu machen und Vielfalt so zu fördern, dass Exzellenz und Chancengerechtigkeit kein Gegensatz sind.“

Seit über 100 Jahren wird im März der Feministische Kampftag begangen. Er hat seine Wurzeln in Kämpfen der Arbeiterinnenbewegung um die Politikerin Clara Zetkin. Am „Frauenkampftag“ gingen Frauen für ihr Wahlrecht, für Gleichberechtigung, höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen und gegen Diskriminierung auf die Straße. Aus diesem Anlass informiert das Koordinationsbüro für Chancengleichheit in diesem Jahr zu geschlechtsspezifischer Gesundheitsversorgung und ruft zur Partizipation in der Veränderung der Strukturen auf.

Eine gerechte Hochschule geht nur gemeinsam

Im Vorfeld des feministischen Kampftags am 8. März lud das Koordinationsbüro für Chancengleichheit (KfC) zur 4. Vollversammlung für Frauen, trans*, inter* und nicht-binäre Personen unter dem Motto „Mythen, Macht, Medizin“ ein. Hier wurden strukturelle Ungleichheiten im Gesundheitssystem und dessen Bezug zur Hochschule beleuchtet. Gesundheit ist keine Privatsache, sondern beeinflusst direkt Teilhabe an Studium, Forschung und Arbeit, wie die Expert*innen des Vereins Feministische Medizin e.V. zeigten. Steigende Erschöpfung, Depressionen und Burnout unter Studierenden, fehlende Erholungsräume, hoher Mental Load und die weitgehende Unsichtbarkeit von geschlechtsspezifischen Themen wie Menopause im Hochschulalltag unterstreichen dies (Gesundheitsbefragung der Uni Potsdam). 

Doch: in den letzten Jahren wurden bereits verschiedene Themen rund um Gesundheit an der UP behandelt. Es wurden zum Zusammenhang von mentaler Gesundheit und Diskriminierung informiert, zu Sexualität und Geschlecht, sowie ganz aktuell zu Wechseljahren und Männergesundheit informiert. Die besonders große Teilnahme von Universitätsangehörigen und damit Ihr Interesse an dem Thema haben die Relevanz unterstrichen. Weiter geht es im April 2026 mit der Stärkung eines gesunden und attraktiven Campusleben: Mit Vorträgen, Think-Labs und Möglichkeiten zur Mitwirkung entstehen gemeinsam Ideen für Gesundheit in Studium und Arbeit. Hochschulangehörige sind eingeladen, Best Practice Beispiele kennenzulernen, Impulse einzubringen und Prioritäten mitzubestimmen.

Wer die Vollversammlung verpasst hat, hat dennoch zahlreiche Möglichkeiten in diesem Jahr, die Stimme für Gleichstellung, Antidiskriminierung und einen gesunden, attraktiven, chancengleichen Campus an der UP zu nutzen:

Wahl der zentralen und dezentralen Gleichstellungsbeauftragten

Im Sommer 2026 stehen die Wahlen der zentralen und dezentralen Gleichstellungsbeauftragten an.

Viel wurde geschafft, viel ist noch zu tun: Die zentrale Gleichstellungsbeauftragte Christina Wolff kandidiert hier erneut und dankt für die Unterstützung. 

Auch Sie haben Ideen für einen gesunden, attraktiven, chancengerechten Campus? Sie kennen Ihren Bereich – geben Sie ihm eine Stimme für Gleichstellung. Im Sommer 2026 werden auch die dezentralen Gleichstellungsbeauftragten an Fakultäten, den Universitätsbereichen und zentralen Einrichtungen für zwei Jahre neu gewählt. Unterstützen Sie die zentrale Gleichstellungsbeauftragte bei Aufgaben wie Beratung, Mitwirkung in Gremien und Abbau von Diskriminierung. Dazu können Sie sich hier zur Wahl informieren und kandidieren.

Teilnahme am ersten Re-Audit "Vielfalt gestalten"

Außerdem nimmt die Universität Potsdam am ersten Re-Audit "Vielfalt gestalten" des Stifterverbands teil, um ihre Strukturen weiter zu verbessern, die Diversitäsarbeit der UP zu evaluieren und für die nächsten Jahre auszurichten. Im November findet der Audit-Besuch des Stifterverbands und der Auditor*innen statt, bei dem alle interessierten Hochschulangehörigen teilnehmen und ihre Vorstellungen einer diskriminierungssensiblen, chancengerechten Hochschule einbringen können. Dafür freut sich das KfC über Interessenbekundungen!

Kontakt: nina.khanuni-potsdamde