HiN - Internationale Zeitschrift für Humboldt-Studien (ISSN: 1617-5239)

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HiN X, 19 (2009)

HUMBOLDT und HISPANO-AMERIKA

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Frank Holl

Vorwort / Prefacio 

Vorwort

von Frank Holl, Organisator des Symposiums „Alexander von Humboldt und Hispano-Amerika – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“

Aus Anlass des 150sten Todestags Alexander von Humboldts veranstaltete die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften vom 8. bis 10. Juni 2009 ein internationales Symposium mit dem Titel „Alexander von Humboldt und Hispano-Amerika – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“. Humboldt war eines der prominentesten Mitglieder der von Gottfried Wilhelm Leibniz konzipierten, späteren Preußischen Akademie der Wissenschaften, in deren Tradition die heutige Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften steht.

Gefördert wurde das Projekt mit einem Zuschuss von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und von der Gerda Henkel-Stiftung. Auch die Alexander von Humboldt-Stiftung unterstützte die Veranstaltung.

Das Symposium konzentrierte sich auf zwei Themenschwerpunkte:

1.) Analyse der Humboldt-Rezeption in Hispano-Amerika bis heute

2.) Analyse von Humboldts Vues des Cordillères et monumens des peuples indigènes de l´Amérique.

17 Wissenschaftler aus 11 Ländern waren als Referenten eingeladen: aus Venezuela, Kuba, Kolumbien, Ecuador, Peru, Mexiko, Costa Rica, Argentinien, Chile, Spanien, Deutschland und der Schweiz. Bis auf Costa Rica, Chile und Argentinien hatte Alexander von Humboldt die genannten Länder bereist. In all diesen hat sich eine beachtliche Forschungstätigkeit zu Humboldt entfaltet.[1]

 

Themenschwerpunkte

1.) Die Humboldt-Rezeption in Hispano-Amerika − Stand der Forschung, Analyse und Zielsetzung

Wichtigstes Ziel des Symposiums war es, die Humboldt-Rezeption in Hispano-Amerika bis zur Gegenwart systematisch zu erfassen und zu analysieren. Humboldts amerikanische Forschungsreise (1799 bis 1804) durch Regionen, die heute die Namen Venezuela, Kuba, Kolumbien, Ecuador, Peru, Mexiko und USA tragen, hinterließ eine enorme Wirkung, nicht nur unter wissenschaftlichen, sondern auch unter politischen und künstlerischen Aspekten. Bekanntlich nannte Simón Bolívar Humboldt den „wahren Entdecker der Neuen Welt“ (Bolívar 1984, 328). Im Jahr 1824 lud der mexikanische Historiker und Politiker Lucas Alamán den preußischen Forscher zur Mitarbeit am Aufbau eines unabhängigen Mexiko ein und bezeichnete Humboldts Politischen Essay über Neu-Spanien als „ein vollkommenes Konzept eines Mexiko unter einer guten und liberalen Verfassung“ (nach Ortega y Medina 1960, 25). Benito Juárez, Staatspräsident von Mexiko, verlieh Humboldt 1859 den Titel „Wohltäter des Vaterlandes“ und forderte die Errichtung einer Marmorstatue zu dessen Ehren (Benito Juárez: Dekret vom 29. Juni 1859. Abgedruckt in: Nelken 1980, 57).

Für die jungen lateinamerikanischen Staaten, deren Unabhängigkeit er mit seinen Publikationen begleitete, war Humboldt gleichsam das Modell einer wissenschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Modernisierung. Bis zum heutigen Tag ist sein Name in Ibero-Amerika weitaus präsenter als in Deutschland: Hunderte von Orten, Institutionen, Gegenständen und Lebewesen wurden dort nach ihm benannt: Straßen, Plätze, Parks, Pflanzen, Tiere, Minerale, Fabriken, Werkstätten, Geschäfte, Hotels, Gaststätten, Schulen, Apotheken und Krankenhäuser. Der zweithöchste Berg Venezuelas trägt den Namen „Pico Humboldt“. In dem Ort „Guevea de Humboldt“ im Staat Oaxaca in Mexiko hat man im Jahr 2004 sogar eine kleine Humboldt-Biographie auf Zapotekisch veröffentlicht (Marks de Kreutz 2004).

Bereits zu Humboldts Lebzeiten erschien der größte Teil seines Werks auf Spanisch; so z. B. im Jahr 1827 auch sein Politischer Essay über die Insel Kuba. Wegen „immenser Gefährlichkeit“ (Wortlaut des Ayuntamiento de La Habana vom 29. November 1827 in: Barnet und Quesada 1997, 79) wurde die Verbreitung dieses Buchs von der spanischen Kolonialregierung in Havanna allerdings sofort nach der Publikation verboten. Es ist ein großes Verdienst der von Horst Fiedler und Ulrike Leitner in der Alexander-von-Humboldt-Forschungsstelle herausgegebenen Humboldt-Bibliographie (Fiedler/Leitner 2000), dass sie auch die Übersetzungen der selbständig erschienenen Humboldtschen Werke auflistet. Dadurch bildet sie ein solides Fundament für eine Analyse der Entstehungs- und Wirkungsgeschichte der Humboldt-Editionen in Hispano-Amerika. Auch in der Online-Bibliographie der unselbständigen Schriften Humboldts (http://avh.bbaw.de/uns/), ebenfalls betreut von Ulrike Leitner, finden sich fremdsprachige Aufsätze Humboldts, z. B. auch solche, die er noch während seiner amerikanischen Expedition veröffentlicht hat.

Eines der beklagenswertesten Desiderate ist allerdings das Fehlen einer systematischen und auch nur ansatzweise umfassenden Bibliographie der Veröffentlichungen zu Alexander von Humboldt. Um diese Lücke zu schließen, hat die AvH-Forschungsstelle kürzlich ein Pionierprojekt begonnen: eine Online-Bibliographie zu Alexander von Humboldt. Diese befindet sich derzeit im Aufbau, ist aber unter http://www.bbaw.de/forschung/avh/biblio/ bereits zugänglich. Zu deren Erweiterung und laufender Aktualisierung hat das Symposium in entscheidender Weise beigetragen.

Nicht nur in den Regionen, die Humboldt zusammen mit seinem Reisebegleiter, dem Botaniker und Mediziner Aimé Bonpland, erforscht hat, sondern auch in anderen hispano-amerikanischen Ländern hat sich eine umfangreiche, aber auch sehr diffe­renzierte Humboldt-Forschung und -Editionstätigkeit entfaltet. Das Berliner Symposium hat sich zum Ziel gesetzt, diese – leider meist punktuellen – Aktivitäten auf internationaler Ebene zusammenführen und diskutieren. Es sollte auch dazu anregen, in jedem Land vor Ort die wissenschaftliche Literatur zu Humboldt bibliographisch zu erfassen und mit einer systematischen Analyse zu beginnen.

Auf diese Weise unterstützt das Projekt auch die eingehendere Untersuchung von Humboldts Einfluss auf die verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen. Gefragt wurde in den Beiträgen allerdings auch nach der außerwissenschaftlichen Humboldt-Rezeption: nach derjenigen im öffentlichen Leben (z. B. nach Namensgebungen von geographischen Lokalitäten, Institutionen etc.), nach seiner politischen Bedeutung und Instrumentalisierung, seinem Einfluss auf Literatur und auf die bildende Kunst. Die meisten Referenten richteten ihren Blick zudem auf die Relevanz Humboldts für die Gegenwart und gaben einen wertenden Ausblick auf dessen künftige Bedeutung.

2.) Analyse von Humboldts Vues des Cordillères et monumens des peuples indigènes de l´Amérique

Während der erste hier genannte Themenkomplex auf eine länderbezogene Analyse der Arbeiten zu Alexander von Humboldt abzielt, konzentriert sich der zweite ganz bewusst auf ein einzelnes Originalwerk. Auf diese Weise konnte die Rezeptionsgeschichte Humboldts im Rahmen dieses Symposiums an einem konkreten Werkbeispiel näher untersucht werden. Diese Themenstellung ermöglichte die Interpretation eines Humboldtschen Originalwerks in seinem Entstehungskontext. Durch die Analyse dieses Werkes wurde auch dem visuellen Anspruch der Teilnehmer und dem Publikum der Veranstaltung Rechnung getragen, denn mehr als alle anderen Publikationen Humboldts ist dieses Buch ein Gesamtkunstwerk, in dem sich bildliche und textliche Darstellung wechselseitig ergänzen.

Rezeptionsgeschichtlich betrachtet gingen die Vues des Cordillères, vielleicht noch mehr als all seine anderen Arbeiten, in Europa und Hispano-Amerika zwei völlig un­terschiedliche Wege. Ursprünglich waren sie von Humboldt als Illustrationsband zur textlichen Beschreibung der amerikanischen Reise (Relation historique) geplant. Be­reits während der Entstehung entwickelten sie jedoch rasch eine Eigenständigkeit. Innerhalb des 29-bändigen Reisewerkes wurden sie so zu einer tragenden Säule der Gesamtkonzeption. Dies lag nicht zuletzt an den umfangreichen erläuternden Texten, die in der Erstausgabe insgesamt 350 Seiten umfassten. Das Humboldtsche Original erschien in den Jahren 1810 bis 1813 im Folio-Format auf Französisch (Humboldt 1810-1813) und im Jahr 1810 in einer fragmentarischen Ausgabe bei Cotta auch auf Deutsch, hier allerdings ohne Abbildungen (Humboldt 1810). Später wurde eine französische Oktavausgabe mit 19 Tafeln publiziert (Humboldt 1816). Übersetzungen erschienen 1814 auf Englisch und 1878 auf Spanisch. Erstaunlicherweise wurde erst im Jahr 2004 die erste komplette deutsche Übersetzung, durch Ottmar Ette und Oliver Lubrich, veröffentlicht (Humboldt 2004).

In diesem Werk hat Humboldt, wie er selbst schrieb, „alles versammelt, was mit dem Ursprung und den ersten Fortschritten der Künste bei den eingeborenen Völkern Amerikas in Bezug steht.“ (Humboldt 2004, 3). Die französischen Historiker Charles Minguet und Jean-Paul Duviols nennen es in ihrem Vorwort zu der 1995 in Mexiko auf Spanisch vorgelegten Neuausgabe „das erste wissenschaftliche Monument, das sich dem indigenen Amerika widmet“ (Humboldt 1995 XVII).

Die Erstausgabe der Vues des Cordillères enthält insgesamt 69 Kupferstiche. 33 da­von zeigen, nach Humboldts eigener Benennung, „mexikanische Monumente“, zwei Tafeln stellen, so Humboldt, „indianische Trachten“ dar, und sechs „peruanische Mo­numente“ (auf dem Gebiet des heutigen Ecuador und Peru). Zudem enthält das Werk eine Tafel eines vorspanischen Artefakts aus Honduras, zwei Stiche mit Arte­fakten der Muiscas und sechs Abbildungen mit „Landschaften des Hochlands von Mexiko“. 17 Tafeln zeigen „Landschaften mit Bergen Südamerikas“, zwei enthalten Ansichten aus Teneriffa.

Da das Humboldtsche Original – es erschien in einer Auflage von nur 600 Exempla­ren – in Deutschland nur schwer zugänglich war, wurde es hierzulande kaum wahrgenommen. Bezeichnenderweise finden sich in der ersten in Deutschland publizierten illustrierten Biographie zu Alexander von Humboldt (Klencke 1870) unter den 140 Holzstichen nur fünf Abbildungen aus den Vues des Cordillères. Eine nennenswerte Verbreitung dieser Illustrationen fand in Deutschland wohl erst seit den 1950er-Jahren in Form von Abbildungen in Humboldt-Biographien und –Textausgaben statt.[2] Interessanterweise erschien, nachdem die erste bereits 1878 in Madrid publiziert worden war, die zweite spanischsprachige Ausgabe der Vues des Cordillères in Argentinien (Humboldt 1968).

Die Bedeutung der Vues des Cordillères liegt nicht allein in den Sujets und der künstlerischen Qualität der 69 Kupferstiche.[3] Die Kombination mit grundlegenden erläuternden Texten war es, die den wissenschaftlichen Diskurs über Hispano-Amerika auf ein neues Niveau brachte. Auch wenn Humboldts Interpretationen im Detail manchmal noch ungenau oder schlichtweg falsch waren, so lieferten sie in einer Zeit, als sich viele wissenschaftliche Disziplinen, wie z. B. die Archäologie und die Ethnologie, gerade erst ausdifferenzierten, mit ihren Fragestellungen und Methoden doch wichtige Grundlagen für weitere Forschungen.

Hierfür ein Beispiel: ein wichtiger Ausgangspunkt für Humboldts Betrachtung der me­xikanischen Mythologie war der Sonnenstein der Azteken, den er in den Vues des Cordillères abbildete. Erst wenige Jahre vor seinem Aufenthalt in Mexiko-Stadt war das kolossale Werk bei Bauarbeiten ausgegraben worden. Mit der Interpretation die­ses „mexikanischen Monuments“ schuf Humboldt den ersten Vergleich der kalendari­schen Systeme der alten Weltkulturen auf der Basis einer wissenschaftlichen Metho­dik. In der mit fast siebzig Seiten längsten Abhandlung der Vues des Cordillères ver­glich er die Kalendersysteme von Ägypten, Indien, Japan, China und Tibet mit dem altmexikanischen Kalender. Auch weitere bedeutende Zeugnisse der aztekischen Kultur publizierte er hier als Kupferstiche, wie den Stein von Tizoc, die Statue der Coatlicue, mehrere vorspanische Bauwerke sowie zahlreiche Bilderschriften und lie­ferte erste Interpretationen. Andere Forscher, wie der deutsche Altamerikanist Edu­ard Seler, der zwischen 1887 und 1910 in Mexiko arbeitete, griffen Humboldts For­schungen auf und führten sie weiter. Mit den vergleichenden Hochkulturstudien in den Vues des Cordillères begründete Alexander von Humboldt, so Ottmar Ette und Oliver Lubrich in ihrer deutschsprachigen Neu-Edition dieses Werkes, „eine globale kulturwissenschaftliche Komparatistik. Das Buch steht am Anfang der modernen Alt­amerikanistik und der mexikanischen Anthropologie.“ (in: Humboldt 2004, 414).

Welch grundlegenden Wert Humboldts Arbeiten, und speziell diejenigen der Vues des Cordillères bis zum heutigen Tag für die aktuelle archäologische Forschung in Ibero-Amerika haben, weist beispielsweise der peruanische Archäologe César W. Astuhuamán Gonzáles mit seinem Beitrag nach. Humboldts Methodik und Exaktheit rechtfertigen es, so Astuhuamán Gonzáles, ihn als „Begründer der Archäologie in Amerika“ zu bezeichnen.

Während die Vues des Cordillères in Europa nach ihrem Erscheinen kaum Beach­tung fanden, schufen sie zur selben Zeit in Hispano-Amerika die Basis für eine neue Wahrnehmung der eigenen Geschichte und Landschaft. In Ecuador beispielsweise sind sie das wohl meist zitierte und rezipierte Werk Humboldts. Den Autoren der ersten Geographie- und Geschichtsbücher des sich in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts neu konstituierenden Staates dienten sie als grundlegende Quelle. So publizierte der ecuadorianische Autor Manuel Villavicencio im Jahr 1858 eine große Anzahl von Abbildungen daraus und zitierte ausführlich, unter oftmaliger Nennung von dessen Namen, die entsprechenden Texte Humboldts (vgl. den Beitrag von Christian Durisch-Acosta).

Auf welch unterschiedliche Weise und in welch beachtlicher Extension die Tafeln und Texte der Vues des Cordillères in Ibero-Amerika Verbreitung fanden und dort vielen wissenschaftlichen Disziplinen als textliche und bildliche Grundlage dienten, weisen die hier publizierten Studien zu diesem Themenkomplex anhand vieler Beispiele nach.

Das Symposium „Alexander von Humboldt und Hispano-Amerika – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“ hat es erstmals ermöglicht, dass eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern aus den Perspektiven verschiedener Disziplinen (Geschichte, Archäologie, Ethnologie, Geographie, Soziologie, Kunstgeschichte und Literaturwissenschaften) sich gemeinsam länder- und fachübergreifend nicht nur mit der Humboldt-Rezeption, sondern exemplarisch auch mit den 69 Kupfertafeln und den erläuternden Texten der Vues des Cordillères auseinandersetzen konnte: mit der Entstehungsweise der einzelnen Abbildungen und den entsprechenden Texten, mit den Quellen Humboldts, den graphischen und textlichen Vorstufen und Folgearbeiten, seiner Methodik, der Fortführung der Forschungen durch seine Nachfolger, bis zu aktuellen Erkenntnissen.

Auf diese Weise konnte eine erste Bestandsaufnahme, Zusammenführung und Systematisierung der bisher geleisteten Forschung zu den Vues des Cordillères geleistet werden. Es ist zu wünschen, dass diese Arbeiten in einem nächsten Schritt zu einer kommentierten und systematisch mit erläuternden Fußnoten versehenen historisch-kritischen Ausgabe der Vues des Cordillères führen.[4]

Da die aus dem Symposium hervorgegangenen Beiträge den Umfang eines einzelnen HiN-Heftes sprengen würden, wird auch das im Frühjahr 2010 erscheinende Heft Arbeiten aus diesem Kontext präsentieren.

 

Prefacio

de Frank Holl, organizador del simposio “Alexander von Humboldt e Hispano-América – Pasado, Presente y Futuro”

Por el motivo del 150 aniversario del fallecimiento de Humboldt, la Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften programó un simposio internacional del 8 al 10 de junio 2009 con el título “Alexander von Humboldt e Hispano-América – Pasado, Presente y Futuro”. Alexander von Humboldt fue uno de los miembros más prominentes de la Sociedad científica concebida por Gottfried Wilhelm Leibniz, convertida posteriormente en la “Academia Prusiana de las Ciencias”, de cuya tradición es heredera la actual “Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften”.

El simposio fue patrocinado por la Deutsche Forschungsgemeinschaft y la Gerda Henkel-Stiftung. La Alexander von Humboldt-Stiftung también apoyó el evento.

El simposio se concentró sobre dos ejes temáticos:

1) Análisis de la recepción de Humboldt en Hispanoamérica hasta la actualidad.

2) Análisis de una obra de Humboldt: Vues des Cordillères et monumens des peuples indigènes de l´Amérique.

En total se invitó a diecisiete ponentes: de nueve países de América: Argentina, Chile, Colombia, Costa Rica, Cuba, Ecuador, México, Perú, Venezuela – y dos de Europa – Alemania y Suiza. Humboldt viajó por todos estos países, con excepción de Argentina, Chile y Costa Rica. En todos ellos se ha desarrollado una considerable actividad investigadora en torno a su figura.[5]

Objetivos y ejes temáticos:

1.) La recepción de Humboldt en Hispanoamérica: Estado de la cuestión, análisis y planteamiento de objetivos

El objetivo primordial del simposio consistió en registrar y analizar de manera siste­mática la recepción de la figura y la obra de Humboldt en Hispanoamérica hasta el presente. Su viaje americano de exploración (de 1799 a 1804) a través de territorios que hoy llevan el nombre de Venezuela, Cuba, Colombia, Ecuador, Perú, México y Estados Unidos, dejó tras de sí enormes consecuencias, no solo desde el punto de vista científico, sino también en lo que se refiere a aspectos políticos y artísticos. Es bien conocido que ya en 1820 Simón Bolívar llamaba a Humboldt “el verdadero des­cubridor del Nuevo Mundo” (Bolívar 1984, 328). En 1824, el historiador y político mexicano Lucas Alamán le invitó a participar en la construcción de un México independiente, al tiempo que calificaba su “Ensayo político del Virreinato de Nueva España” como “un cabal concepto de lo que podrá ser México bajo una buena y liberal Constitución” (según Ortega y Medina 1960, 25). Benito Juárez, presidente de la República de México, concedió a Humboldt en 1859 el título de “Benemérito de la Patria”, y promovió la erección de una estatua de mármol en su honor (Benito Juárez: Decreto del 29 de Junio 1859. Publicado en: Nelken 1980, 57).

Para las jóvenes repúblicas latinoamericanas, cuyas declaraciones de independen­cia habían ido acompañadas por la publicación de sus obras, Humboldt represen­taba además el modelo de una modernización científica, política, y económica. Hasta el día de hoy, su nombre está presente en toda Iberoamérica en mayor me­dida que en la propia Alemania. Cientos de lugares, instituciones, objetos y formas de vida fueron llamadas con su nombre: calles, plazas, parques, plantas, animales, minerales, fábricas, talleres, negocios, hoteles, restaurantes, escuelas, farmacias y hospitales. La segunda cumbre más alta de Venezuela lleva el nombre de “Pico Humboldt”. Incluso se ha publicado recientemente en zapoteca una pequeña biogra­fía de Humboldt, en la población de “Guevea de Humboldt”, estado mexicano de Oaxaca, en 2004 (Marks de Kreutz 2004).

Ya en vida de Humboldt se llevó a cabo la publicación de la mayor parte de su obra en español; sirva como ejemplo “Ensayo político sobre la isla de Cuba”, publicado en 1827. Sin embargo, la obra fue considerada “sobremanera peligrosa” (Ayuntamiento de La Habana del 29 de noviembre 1827, en: Barnet y Quesada 1997, 79) por las autoridades coloniales españolas en La Habana, que inmediatamente prohibieron la difusión del libro. Es un gran mérito de la bibliografía de las obras de Humboldt de Horst Fiedler y Ulrike Leitner (Fiedler/Leitner 2000), editada por la Alexander-von-Humboldt-Forschungsstelle (Centro de investigación sobre Alexander von Humboldt), el haber incluido también la lista de las traducciones de las obras de Humboldt aparecidas independientemente, proporcionando así una sólida base para el análisis de la historia de la génesis y la repercusión de las ediciones de la obra humboldtiana en Hispanoamérica. En la bibliografía ‘on-line’ de los escritos de Humboldt (http://avh.bbaw.de/uns/) en obras colectivas, proyecto dirigido así mismo por Ulrike Leitner, se pueden encontrar sus ensayos en diversas lenguas, por ejemplo aquellos que publicó en el transcurso de su expedición americana.

A pesar de todo esto, lamentablemente sigue sin satisfacerse aún una aspiración primordial: la de establecer, o cuando menos emprender, una bibliografía sistemática de las publicaciones referidas a Alexander von Humboldt y a su obra. Para cubrir esta laguna, la Alexander-von-Humboldt-Forschungsstelle ha abordado reciente­mente un proyecto pionero: una bibliografía “on-line” acerca de Alexander von Hum­boldt. Este proyecto se encuentra aún en construcción, pero ya se puede acceder a la bibliografía en la dirección http://www.bbaw.de/forschung/avh/biblio/. A su ampliación y constante actualización este simposio ha contribuido decisivamente.

Se ha desarrollado una considerable, aunque también muy heterogénea actividad investigadora y editora en torno a la figura y la obra de Humboldt, y no sólo en aque­llas regiones que fueron exploradas por el viajero junto con su acompañante, el bo­tánico y médico Aimé Bonpland, sino también en países hispanoamericanos que él nunca llegaría a pisar. El simposio de Berlín ofreció la oportunidad de aunar y discutir, en el marco de una reunión de categoría internacional, todos estos esfuerzos, que desgraciadamente, hasta ahora han sido en buena medida puntuales y dispersos. También tenía la meta de motivar que en cada país se recoja in situ la literatura científica disponible acerca de Humboldt, emprendiendo al mismo tiempo su análisis sistemático. Se pretende con ello que pueda investigarse de primera mano la repercusión de Humboldt en las diferentes disciplinas científicas. Por otra parte, no debe obviarse la cuestión de la repercusión de la obra y la figura de Humboldt en el ámbito extra-científico, prestando así mismo atención a aquellos aspectos relacionados con la vida pública (como por ejemplo, la utilización de su nombre para denominar localidades o instituciones), su trascendencia e instrumentalización políticas, así como su repercusión en la literatura y las artes plásticas. Gran parte de las conferencias se cerraron con una mirada sobre el significado actual, y presumiblemente futuro, de Humboldt.

2.) Análisis de la obra de Humboldt «Vues des Cordillères et mo­numens des peuples indigènes de l´Amérique»

Mientras que el primer eje temático aquí tratado se orienta hacia el análisis de la bibliografía referida a Alexander von Humboldt, desde la perspectiva de diferentes países, el segundo eje se concentra de manera completamente deliberada en una única obra original de Humboldt. Por un lado, de esta manera tiene cabida en el marco del simposio, y en mayor profundidad, al tratarse de un ejemplo concreto, la investigación en torno a la historia de la recepción de una única obra de Humboldt. Por otra parte, esta formulación temática hace posible también la interpretación de un libro de Humboldt en el contexto en el que se originó.

Un efecto secundario, pero bienvenido, de este planteamiento, es que permite satisfacer el interés visual del público del simposio y de esa revista, pues no en vano este libro es, de entre todas las publicaciones de Humboldt, el que mejor responde por su concepción al ideal de la obra de arte total, en donde la representación gráfica y el texto se complementan recíprocamente.

Desde el punto de vista de la historia de la recepción de las Vues des Cordillères, esta obra, quizás más que otras de Humboldt, destaca por haber seguido en Europa e Hispanoamérica caminos completamente distintos. Originariamente, se habían concebido como un volumen de ilustraciones que completaba la descripción del viaje americano (la “Relation historique”). Pero desde muy pronto este proyecto adquirió entidad propia, desarrollándose de manera autónoma. Dentro del conjunto de la obra de viaje, compuesta de veintinueve volúmenes, las Vues des Cordillères se convir­tieron en uno de los pilares fundamentales sobre los cuales descansaba la totalidad del proyecto. Esto se debió en buena medida a los extensos textos explicativos, que comprenden 350 páginas de la primera edición. El original de Humboldt apareció entre los años 1810 y 1813 en formato folio, y en francés (Humboldt 1810-1813), mientras que en 1810 se publicaba una versión fragmentaria en alemán, editada por Cotta, aunque desprovista de ilustraciones (Humboldt 1810). En el año 1816 se imprimía otra edición francesa en octavo, con 19 láminas (Humboldt 1816). En 1814 apareció la traducción inglesa, y en 1878 la española. No deja de ser asombroso que la primera traducción completa al alemán no se publicara hasta el año 2004, a cargo de Ottmar Ette y de Oliver Lubrich (Humboldt 2004).

Tal como escribía el propio Humboldt, en esta obra había “reunido todo aquello que se relaciona con el origen y los primeros progresos de las artes en los pueblos indí­genas de América” (Humboldt 2004, 3). Para los historiadores franceses Charles Minguet y Jean-Paul Duviols, tal y como afirmaban en el prólogo de la nueva edición en español, aparecida en México en 1995, este libro de Humboldt constituía “el primer monumento científico dedicado a la América indígena” (Humboldt 1995 XVII).

La primera edición de las Vues des Cordillères contiene un total de sesenta y nueve grabados en cobre. De ellos, treinta y tres representan, según la denomina­ción proporcionada por el propio Humboldt, “monumentos mexicanos”; otras dos lá­minas muestran “trajes indios” – siempre según la denominación del autor -; y otras seis están dedicadas a “monumentos peruanos” (en el territorio de los actuales Ecuador y Perú). Además, la obra comprende una lámina que representa un arte­facto prehispánico procedente de Honduras, dos grabados con objetos de los muiscas colombianos y seis ilustraciones de “paisajes de las tierras altas de México”. Diecisiete láminas muestran “Paisajes de las montañas de Sudamérica”, y dos con­tienen vistas de Tenerife.

Dado que el original humboldtiano – que tuvo una tirada de tan solo seiscientos ejemplares – resultaba difícilmente accesible en Alemania, apenas se le tuvo allí en cuenta. No deja de ser significativo que en la primera biografía ilustrada de Alexan­der von Humboldt publicada en Alemania, en el año 1870 (Klencke 1870), sólo cinco de las ciento cuarenta xilografías correspondieran a las ilustraciones de las Vues des Cordillères. Desde la década de 1950 tuvo lugar una apreciable difusión de estas imágenes en forma de ilustraciones que aparecían en las biografías de Humboldt o en las ediciones de sus textos[6]. Es interesante constatar que, después de una primera edición en lengua española de las “Vistas de las cordilleras”, aparecida en Madrid en 1878, la segunda se publicó en Argentina en 1968 (Humboldt 1968).

La importancia de Vues des Cordillères no estriba tan solo en su temática, ni en la calidad artística de los sesenta y nueve grabados en cobre[7]: era precisamente la combinación de estas ilustraciones y los textos explicativos básicos lo que impulsaba al discurso científico sobre Hispanoamérica a un nuevo plano. Aunque las interpre­taciones proporcionadas por Humboldt resultaran en ocasiones inexactas en el deta­lle, o sencillamente equivocadas, no por ello esta obra dejaba de sentar las bases fundamentales para nuevas investigaciones, gracias a su forma de plantear cuestio­nes y a la innovación metodológica, precisamente en el momento en el que muchas disciplinas científicas – como por ejemplo la arqueología o la etnología – empezaban apenas a singularizarse.

Un ejemplo a propósito de esto: para Humboldt, la Piedra del Sol de los aztecas, que incluiría en las Vues des Cordillères, constituía un importante punto de partida para su concepción de la mitología mexicana. Esta colosal pieza había sido excavada apenas unos años antes de su llegada a Ciudad de México, en el curso de unas obras. A través de la interpretación de este “monumento mexicano”, Humboldt plan­tearía la primera comparación sistemática de los calendarios de las antiguas civiliza­ciones sobre la base de una metodología científica. En la pertinente explicación in­cluida en el libro, y que abarca casi setenta páginas, Humboldt comparaba los calendarios de Egipto, la India, Japón, China y Tibet con el de los antiguos mexicanos. En su obra popularizaría también la imagen de otros importantes testimonios de la civilización mexicana a través de grabados en cobre, tales como la “Piedra de Tizoc”, la “Estatua de Coatlicue” y varias construcciones prehispánicas, así como numerosas inscripciones pictográficas, aportando además los primeros ensayos de interpretación. Otros investigadores, como el arqueólogo y americanista alemán Eduard Seler, que trabajó en México entre 1887 y 1910, retomaron y desarrollaron los estudios emprendidos por Humboldt. Con su hincapié en los estudios comparativos de las altas culturas en Vues des Cordillères Alexander von Humboldt ponía los cimientos de “una ciencia comparativa de las culturas a escala global. El libro supone el arranque de la moderna americanística y de la antropología mexicana” (en: Humboldt 2004, 414), según afirmaban Ottmar Ette y Oliver Lubrich en la nueva edición en alemán de esta obra.

El arqueólogo peruano César W. Astuhuamán Gonzáles por ejemplo muestra hasta que punto los trabajos de Humboldt – y en especial los de las Vues des Cordilléres – tienen un valor fundamental hasta el día de hoy para la investigación arqueológica en Iberoamérica. La metodología y la exactitud de Humboldt justifican que se le considere como “el fundador de la Arqueología en América”, según Astuhuamán Gonzáles.

Resulta interesante constatar que mientras que las Vues des Cordillères pasaban casi desapercibidas tras su publicación en Europa, en Hispanoamérica sentaban las bases de una nueva percepción de su propia historia y paisaje. Por ejemplo, en Ecuador es la obra más citada y apreciada de Humboldt, y sirvió como fuente fun­damental para los autores de los primeros libros de geografía e historia del recién constituido Estado, durante la primera mitad del siglo XIX. Como muestra, el autor ecuatoriano Manuel Villavicencio publicó en el año 1858 un gran número de estas ilustraciones, citando además en extenso los correspondientes comentarios de Humboldt, al que nombraba a menudo como fuente (cf. el artículo de C. Durisch Acosta).

En qué medida se difundieron en Iberoamérica las láminas y textos de las Vues des Cordillères, y de qué manera fueron y son utilizados como base de las diferentes disciplinas investigadoras, muestran los estudios aquí publicados.

El simposio “Alexander von Humboldt e Hispano-América – Pasado, Presente y Futuro hizo posible por primera vez que un equipo internacional de científicos procedentes de muy diversas disciplinas (historia, arqueología, etnología, geografía, sociología, historia del arte y ciencias literarias) no sólo se dedicara a la recepción de Humboldt, si no a abordar de manera conjunta a las sesenta y nueve láminas y los correspondientes textos explicativos, integrando en el trabajo común las perspectivas particulares de los diferentes países y disciplinas. Las ponencias referidas a este eje temático se ocuparon de la génesis de las diferentes ilustraciones y de los textos asociados; de las fuentes de Humboldt, las versiones previas y las fases de elaboración posteriores - tanto de las imágenes como de los textos -; de su metodología, y de la continuación de las investigaciones por parte de sus sucesores, hasta alcanzar el nivel actual de conocimientos.[8]

A largo plazo, estos trabajos deberían conducir a una edición histórica y crítica de las Vues des Cordillères, provista de comentarios y notas a pie de página sistemá­ticas. Este simposio pudo establecer las bases de este proyecto.

Por razones que las contribuciones que salieron del simposio excedían el marco de una única edición de HiN, se publicará en la primavera del año 2010 también una edición con trabajos del mismo evento.

Literatur und Quellen / Literatura y Fuentes

Barnet, Miguel und Alberto Quesada (1997): Alejandro de Humboldt y don Fernando Ortiz: dos sabios descubridores de Cuba. In: Holl, Frank (Hg.) (1997): Alejandro de Humboldt en Cuba. Catálogo para la exposición en la Casa Humboldt, Habana Vieja, Octubre 1997 – enero 1998. La Habana, Bonn, Augsburg: Wissner 1997

Bolívar, Simón (1984): Obras completas, Vol. II., Madrid: Maveco 1984

Fiedler, Horst (†) und Ulrike Leitner (2000): Alexander von Humboldts Schriften. Bibliographie der selbständig erschienenen Werke. Berlin: Akademie-Verlag 2000 (= Beiträge zur Alexander-von-Humboldt-Forschung, Bd. 20)

Humboldt, Alexander von (1810): Pittoreske Ansichten der Cordilleren und Monumente amerikanischer Völker. Tübingen: Cotta 1810. 2 Textlieferungen mit den Erläuterungen zu den Tafeln 1 bis 11

Humboldt, Alexander von (1810-1813): Vues de Cordillères et monumens des peuples indigènes de l´Amérique. Paris: Schoell 1810-1813

Humboldt, Alexander von (1816): Vues de Cordillères et monumens des peuples indigènes de l´Amérique. Paris: Libraire greque-latine-allemande 1816

Humboldt, Alexander von (1968): Vistas de las cordilleras y monumentos de los pueblos indígenas de América. Estudio preliminar de Fernando Márquez Miranda. Buenos Aires: Solar/Hachette 1968

Humboldt, Alexander von (1995): Vistas de las cordilleras y monumentos de los pueblos indígenas de América. Vorwort von Charles Minguet und Jean-Paul Duviols. Einleitung, Übersetzung und Anmerkungen von Jaime Labastida. Fußnoten von Eduardo Matos Moctezuma, Mercedes Olivera und Cayetano Reyes. Mexiko-Stadt: Siglo XXI 1995

Humboldt, Alexander von (2004): Ansichten der Kordilleren und Monumente der eingeborenen Völker Amerikas. Aus dem Französischen von Claudia Kalscheuer. Ediert und mit einem Nachwort versehen von Oliver Lubrich und Ottmar Ette. Frankfurt a. M.: Eichborn 2004

Klencke, Hermann (1870): Alexander von Humboldt - ein biographisches Denkmal. Leipzig: Spamer, Erstauflage 1851. Ab der 6. Auflage 1870 mit zahlreichen Holzstich-Illustrationen

Marks de Kreutz, Donna (Hg.) (2004): Lejandr de Humboldt no guiedzy ni ziyno le me – Alejandro de Humboldt y el pueblo que lleva su nombre. Guevea de Humboldt: Instituto Lingüístico de Verano, A.C. 2004

Nelken, Halina (1980): Alexander von Humboldt. Bildnisse und Künstler. Eine dokumentierte Ikonographie. Berlin: Reimer 1980

Ortega y Medina, Juan (1960): Humboldt desde México. México, D.F.: UNAM 1960


 

[1] Die Universidad de Chile in Santiago de Chile veranstaltete beispielsweise im Jahr 1999 ein internationales Symposium mit dem Titel „Humboldt en América (1799-1804)“. In Buenos Aires wurden, neben zahlreichen Editionen der Arbeiten Aimé Bonplands, im Jahr 1968 auch Humboldts Vues de Cordillères neu herausgegeben. An der Universidad de Costa Rica in San José wurde 2005 ein Humboldt-Lehrstuhl eingerichtet.

[2] Abgesehen von den Bertuch'schen Lieferungen des Bilderbuchs für Kinder in denen auch andere Stiche des Humboldtschen Reisewerks ohne Quellenangabe gnadenlos abgekupfert wurden. Das von Friedrich Justin Bertuch und später von Carl Bertuch herausgegebene Bilderbuch für Kinder erschien von 1790 bis 1830 in Weimar, Prag und Wien in 237 Lieferungen mit 1185 kolorierten Kupfern in einer Auflage mehreren tausend Exemplaren.

[3] Die Vorlagen für die Tafeln waren meist von Humboldt selbst vor Ort angefertigte Skizzen. Die ausgearbeiteten Vorlagen für die Kupferplatten wurden dann später in Europa von hochkarätigen Künstlern gezeichnet, die Humboldt selbst verpflichtet hatte. Zu ihnen zählen Joseph Anton Koch, Gottlieb Schick, Wilhelm Friedrich Gmelin, Jean-Tomas Thibaut und Pierre Antoine Marchais.

[4] Die bisherigen Neu-Ausgaben dieses Werkes kamen, sowohl in Europa, als auch in Hispano-Amerika, über allgemeine Kommentare, Einleitungen und Nachworte nicht hinaus. Die einzige Ausgabe, die erläuternde Fußnoten enthält, ist die in Mexiko von Jaime Labastida herausgegebene Edition (Humboldt 1995). Die Anmerkungen darin beziehen sich allerdings ausschließlich auf Humboldtsche Texte zur mexikanischen Kulturgeschichte. Andere Themen, Regionen oder Disziplinen werden nicht berücksichtigt.

[5] Valgan varios ejemplos. La Universidad de Chile, en Santiago, organizó en el año 1999 un simposio internacional que llevó el título "Humboldt en América (1799-1804)“. En Buenos Aires, además de las numerosas ediciones de los trabajos de Aimé Bonpland, se editó nuevamente en el año 1968 la obra de Humboldt, Vues de Cordillères. En la Universidad de Costa Rica, en San José, se fundó una Cátedra Humboldt en 2004.

[6] Sin contar las entregas del “Libro ilustrado para niños“ de los Bertuch (Bilderbuch für Kinder), en las que también se reproducían sin ninguna consideración otros grabados de la obra de viaje humboldtiana, sin indicación de la fuente. De este “Libro para niños“, editado primero por Friedrich Justin Bertuch y más tarde por Carl Bertuch, se publicaron 237 entregas entre 1790 y 1830, con 1185 grabados en cobre coloreados, y en tiradas de varios miles de ejemplares, en Weimar, Praga y Viena.

[7] Los modelos previos sobre los que se inspieraron las láminas eran en su mayor parte esbozos efectuados por el propio Humboldt sobre el terreno. Los modelos elaborados para las planchas de cobre fueron dibujados más tarde en Europa por artistas de alto nivel, comprometidos para la tarea por el propio Humboldt. Entre ellos se encontraban Joseph Anton Koch, Gottlieb Schick, Wilhelm Friedrich Gmelin, Jean-Tomas Thibaut y Pierre Antoine Marchais.

[8] Hasta el momento, las nuevas ediciones de esta obra no van más allá de la aportación de comentarios generales, introducciones y epílogos, tanto en Europa como en Hispanoamérica. La única edición que contiene notas al pie de página explicativas es la publicada en México por Jaime Labastida (Humboldt 1995). Sin embargo, las notas se refieren en este caso exclusivamente a los textos humboldtianos sobre antropología mexicana. No se consideran otros temas, regiones o disciplinas.

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Letzte Aktualisierung: 13 November 2009 | Kraft
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