"La France et la RDA": Frankreich und die DDR – Zivilgesellschaft und Kulturtransfer


Aufnahme des Tagungsraumes mit Teilnehmenden sowie Foto von Gabrielle Robein in der Diskussion
Foto: T. Hopfinger, S. Schade

Denkt man an die deutsch-französischen Beziehungen der Nachkriegszeit, so sind es vor allem de Gaulle und Adenauer, der Elysée-Vertrag oder das Deutsch-Französische Jugendwerk, die einem in den Sinn kommen. Dass es neben diesen Beziehungen zwischen Frankreich und der BRD auch bedeutsame ostdeutsch-französische Kontakte gab, wird häufig erst bei einem genaueren Blick deutlich.

Am 06.12.2021 fand im Bildungsforum Potsdam im Rahmen eines Kooperationsprojekts zwischen der Universität Potsdam und der Université Bordeaux Montaigne eine öffentliche Tagung mit Diskussionsrunden über die Beziehungen zwischen Frankreich und der DDR statt. Dieses Projekt wurde von Anne Pirwitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Potsdam, initiiert.

Welche Vorstellungen von Frankreich, zwischen Feind- und Freundbild, wurden in der DDR vermittelt? Inwieweit konnten die gesellschaftlichen Akteur:innen angesichts der damaligen Institutionalisierung der Austausche durch ihren Eigensinn Freiraum entwickeln? Was konnte es bedeuten, die Sprache eines Landes zu lernen oder zu lehren, in das man höchstwahrscheinlich nicht – oder nur begrenzt - reisen würde? Wie kam es zu Begegnungen, die über die politische Ebene hinausgingen, auf individueller und menschlicher Ebene, bei Städtepartnerschaften oder beim Kinder- und Jugendaustausch?

Um diese Fragen drehten sich die Präsentationen von Prof. Dr. Dorothee Röseberg und Dr. Franziska Flucke und die Berichte der Zeitzeug:innen.
Gabrielle Robein, französische Kursleiterin am Zessko, nahm als Zeitzeugin der Kinderbegegnung an der Diskussion teil. Die hybride Form der Veranstaltung ermöglichte es einem breiten Publikum - darunter auch zahlreiche Studierende - dem Austausch beizuwohnen und sich daran zu beteiligen.


Kontakt: Gabrielle Robein
Veröffentlicht: 16.12.2021