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Klimafreundliche Dienstreisen

Der Besuch von Konferenzen oder die Durchführung von Projekten mit bundesweiten und internationalen Partner*innen ist einerseits bereichernd und trägt zur wissenschaftlichen Verständigung und Problemlösung bei, andererseits gehen die damit verbundenen Reisen aber mit erheblichen CO2-Belastungen einher.

Bei der Wahl des Verkehrsmittels sollten neben Aspekten wie Entfernung, Machbarkeit und Kosten auch die CO2-Emissionen eine wichtige Rolle spielen. Bahn und andere öffentliche Verkehrsmittel weisen eine deutlich bessere CO2-Bilanz auf als PKW oder das Flugzeug.

Flüge sind durch den Höheneffekt besonders klimaschädlich, und in Deutschland für fast 10% des Effekts von Emissionen von Treibhausgasen verantwortlich. Die ETH Zürich hat festgestellt, dass die Hälfte ihrer Treibhausgas-Emissionen von Flugdienstreisen verursacht ist.

Kurzstreckenflüge sind besonders leicht durch Bahnreisen zu ersetzen, im Durchschnitt verursacht eine Bahnreise nicht mal 18% der Emissionen eines entsprechenden Flugs. Auf manchen Relationen ist die Einsparung besonders deutlich. Im ÖBB-Nachtzug z.B. von Berlin nach Wien verursacht ein Passagier nicht mal 5% der Emissionen eines Flugs. 

Ergebnis der Selbstverpflichtungsinitiative gegen Kurzstreckenflüge

316 Mitarbeiter*innen der Universität Potsdam, darunter 66 ihrer Professor*innen, haben sich der Selbstverpflichtungsinitiative angeschlossen und werden künftig auf Kurzstrecken unter 1000km für Dienstreisen kein Flugzeug mehr benutzen – um damit einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, und auch zu zeigen: es ist wichtig, nicht nur Forderungen an andere zu stellen, sondern selbst mit konkreten Schritten voranzugehen.

An den beteiligten Einrichtungen in Berlin und Brandenburg (TU, HU, FU, UP, FH Potsdam, Beuth-Hochschule Berlin, IRS und Helmholtz-Zentrum Berlin) haben sich mehr als 1800 Wissenschaftler*innen zum Verzicht auf Kurzstreckenflüge bekannt. An der HNEE in Eberswalde sowie der HTW in Berlin wurden unlängst die Kurzstreckenflüge seitens der Hochschulverwaltung untersagt, so dass eine Beteiligung dieser Hochschulen an unserer Initiative nicht sinnvoll gewesen wäre.

Auch Wissenschaftler*innen, die die Verpflichtung nicht eingehen konnten, haben sich geäußert: meistens sind es die Zwänge des Familienlebens mit kleinen Kindern, die es unmöglich machen, die manchmal deutlich längeren Reisezeiten hinzunehmen.

Die Selbstverpflichtungen wurden am 18.9. dem Präsidenten der Universität, Herrn Prof. Oliver Günther PhD überreicht, die Aktion wurde am Aktionstag 20.9. von der Bühne am Brandenburger Tor aus den Teilnehmer*innen der Großkundgebung kurz vorgestellt.

Prof. Dr. Gisbert Fansewlow übergibt die Unterschriften dem Präsidenten der Universität, Herrn Prof. Oliver Günther PhD

Ursprünglicher Aufruf:

Motiviert vom Engagement der Schüler*innen für FridaysforFuture ist auch an der Universität Potsdam eine Gruppe von Wissenschaftler*innen aktiv, die sich  Scientists4Future zurechnen, um das Thema Klimaschutz an der UP zu stärken und damit auch gezielter nach außen zu treten. Sie wendet sich mit dem Vorbild einer Initiative an der TU Berlin (https://www.tu-berlin.de/ztg/menue/aktuelles/scientist4future/) an die Wissenschaftler*innen der Universität Potsdam mit der Bitte, eine Selbstverpflichtung zum Verzicht auf Kurzstreckenflüge zu unterzeichnen. 

Auch wenn Kurzstreckenflüge nicht den Großteil der Dienstreisen an der Universität Potsdam ausmachen, ist der Verzicht auf solche Flüge ein guter erster Schritt, in diesem Bereich deutlich zum Klimaschutz beizutragen. Durch das Eingehen der Selbstverpflichtung verdeutlichen wir, dass es uns mit dem Thema Klimaschutz sehr ernst ist. Zu den Kurzstrecken rechnen wir Reisen unter 1000km Entfernung, sofern diese mit der Bahn in weniger als 12 Stunden abgeschlossen werden können. 

Da am 20.9.19 die nächste große europaweite Aktion zum Klimaschutz geplant ist, möchten wir bis zum 19. September möglichst 200 Selbstverpflichtungen einsammeln. Unterschreiben Sie noch heute und leiten Sie diesen Link zu dieser Webseite an alle Kolleginnen und Kollegen in Ihrem Umfeld weiter!

Es ist jetzt Zeit, den Worten auch Taten folgen zu lassen und als Vorbild für mehr Klimaschutz an der UP voranzugehen!

Erstunterzeichner*innen:

Prof. Dr. Gisbert Fanselow, Prof. Dr. Annette Gerstenberg, Dr. Mira Grubic,  Prof. Dr. Barbara Höhle, Prof. Dr. Florian Jeltsch, Nadja Kath, Prof. Dr. Hans-Gerd Löhmannsröben, Prof. Dr. Joachim Ludwig, Prof. Dr. Magdalena Marszalek, Dr. Stephanie Natho, Prof. Dr. Guido Nottbusch, Detlef Pauligk, Angelika von Pressentin, Prof. Dr. David Schlangen, Katrin Schneider, Prof. Dr. Wilfried Schubarth, Prof. Dr. Nadine Spörer, Prof. Dr. Manfred Stede, Prof. Dr. Christian Thorau, Prof. Dr. Shravan Vasishth, Prof. Dr. Isabell Wartenburger, Prof. Dr. Jürgen Wilbert

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