Professur für Ostslavische Literaturen und Kulturen

Ankündigungen

Lange nach der Schlacht
Foto: Karla Fritze

Lange nach der Schlacht

21. Oktober 2021, 19.00 Uhr, Kino Krokodil

Der Auftaktfilmabend für das Seminar Filmische Expeditionen in Osteuropa - Filmkritisches Schreiben (novinki-Seminar)  zeigt am 21. Oktober 2021 im Kino Krokodil  (Greifenhagener Str. 32, 10437 Berlin) im Vorfeld des 31. FilmFestival Cottbus – Festival des osteuropäischen Films und in Zusammenarbeit mit der Mediothek des Osteuropa-Instituts der Freien Universität Berlin, der Universität Potsdam und dem FilmFestival Cottbus (FFC) den Dokumentarfilm „Lange nach der Schlacht“ von Eduard Schreiber und Regine Kühn.

Hinweis! Ein 3G-Nachweis (geimpft, getestet oder genesen) ist für die Vorstellung erforderlich!

Die dokumentarische Arbeit verfolgt über vier Jahre (1991-1994) den Aufenthalt und den Abzug sowjetischer Soldaten aus dem Militärstandort bei Jüterbog in Brandenburg. Dort waren nach dem Zweiten Weltkrieg mehr als 20 000 Soldaten und Offiziere der Sowjetarmee stationiert. Nun steht alles im Zeichen des Abzugs. Der Film verfolgt die einzigartige Transformationszeit, die auf mehreren Ebenen komplexe Wandlungsprozesse nach sich zieht. In den Kasernengebäuden, die früher von Soldaten genutzt wurden, wird nun vorübergehend eine Gruppe russlanddeutscher Übersiedler untergebracht.
Die Langzeitdokumentation schafft mit Hilfe von verschiedenen Figuren ein vielstimmiges Bild, das die individuellen Biographien in der und um die Garnison „Altes Lager“ beeindruckend einfängt. Der Film erzählt u.a. von Oksana, die als Frau des Hubschrauberpiloten die ersten Frauenproteste in der sowjetischen Armee organisiert, von Michail, dem Jagdflieger, der später nach Südrussland zurückkehrt und nicht zuletzt vom Kulturoffizier, der desertiert und in Bayern als Müllsortierer arbeitet.

An dem anschließenden Filmgespräch nehmen teil: Programmdirektor des FFC Bernd Buder, Rainer Ackermann (Produzent) und Fritz Hartthaler (Ausführender Produzent).
Moderiert wird das Gespräch von Irine Beridze (FU Berlin).

 

Lange nach der Schlacht
Foto: Karla Fritze