Forschungsprojekt III: Stopp Mobbing! Ein Theaterprojekt

Eine Gruppe schauspielender Personen
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Allgemeines Vorhaben

Bei dem Forschungs- und Unterrichtsprojekt Stopp Mobbing! Ein Theaterprojekt steht die Förderung der Lesekompetenz, der Selbstwirksamkeit und des sozialen Miteinanders zum Thema Mobbing im Fokus.

Das Theaterprojekt wird im Übergang von der Grundschule in die Sekundarstufe I an Schulen implementiert, denn ein gemeinsames Präventionsprojekt zum Thema Mobbing kann eine integrative Lernkultur schaffen (Booth & Ainscow, 2002). Mit seiner starken Handlungsorientierung ist ein Theaterstück in inklusiven Lernumgebungen besonders geeignet, um die Lese- und Schreibfähigkeit zu fördern und die Gemeinschaft durch das gemeinsame Spielen zu stärken. Schulstudien zeigen, dass Schüler:innen Barrieren für den Bildungsfortschritt aufweisen, wenn ihnen literale Kompetenzen fehlen. An dieser Stelle zielt unsere Studie auf die folgenden Fragen ab und fokussiert den Forschungsbedarf der L1-Didaktik in inklusiven Lerngruppen:
(i) Welche Lesefähigkeiten (Lesegeschwindigkeit und Leseverständnis) zeigen die teilnehmenden Schüler:inen beim Lesen literarischer Texte zu Beginn und am Ende des Theaterprojekts im Vergleich zur Kontrollgruppe (keine Intervention)?
(ii) Wie hoch ist die allgemeine Selbstwirksamkeitserwartung vor und nach der Teilnahme am Theaterprojekt?
(iii) Wie können die teilnehmenden Schüler:innen im Rahmen eines Theaterprojekts individuell gefördert werden und welche Sprachförderung erhalten sie?
(iv) Wie bewerten die teilnehmenden Schüler:innen die soziale Interaktion im Rahmen des Theaterprojekts aus ihrer Perspektive?
Wir stellen die Hypothese auf, dass die Lesegeschwindigkeit, das literarische Leseverständnis sowie die Selbstwirksamkeitserwartungen der teilnehmenden Schüler:innen durch ein Theaterprojekt gefördert werden kann. Darüber hinaus untersuchen wir, ob das Theaterprojekt von den Schülerinnen und Schülern im Rahmen der sozialen Interaktion positiv bewertet wird.

Gegenwärtiger Stand des Projekts

Momentan sind mehrere Praxisprojekte im schulischen und außerschulischen Feld sowie ein Forschungsprojekt (Laufzeit: 08/2021-01/2022) beendet worden. Seit Sommer 2022 läuft eine weitere Pilotierung mit zwei Schulklassen, Hospitierende evaluieren jede Unterrichtsstunde. Im Winter 2023 wird eine kontrollierte Interventionsstudie (Pre-Post-Follow-Up) folgen. All unsere Studien sind zyklisch und in Zusammenarbeit mit Lehrkräften im Rahmen des Design-Based Research (Philippakos et al., 2021) angelegt.

Sie sind Lehrer:in und unser Projekt hat Ihre Neugier geweckt?

Die Zusammenarbeit zwischen universitärer Forschung und Schulpraxis soll durch dieses Projekt langfristig vertieft werden. Aus dem Projekt sollen Good-Practice-Ansätze als Transfer in die Lehrkäftebildung- und Weiterbildung münden. Informationen zu unseren Fortbildungsangeboten finden Sie unter der Kategorie Kooperation mit Schulen.

Du bist Studierende:r und möchtest Teil unseres Projektes sein?

Wir suchen stets engagierte Studierende, die daran interessiert sind, unser Projekt im Zuge ihrer Abschlussarbeiten zu unterstützen. Es können sich sowohl Studierende aus dem Bachelor- als auch aus dem Masterstudiengang Lehramt bei uns melden.

 

Kontakt

Prof. Dr. Winnie-Karen Giera

Projektverantwortliche

Kontakt

Sara Hauser

akademische Mitarbeiterin

Kontakt

Lina Nagel

wissenschaftliche Mitarbeiterin