Aktuelles aus dem Lehrstuhl


Internationale Tagung 22.-24.09.2021: Justice Carved into the Body

Blendungen, Verstümmlungen und weitere, in unseren heutigen Augen sadistische, Bestrafungen prägten über Jahrhunderte die Justizsysteme. Die vom Lehrstuhl Geschichte des Altertums veranstaltete Tagung Justice Carved into the Body – Maiming Corporal Punishment in the Pre-Modern World beleuchtet körperliche Bestrafungen in vormodernen Gesellschaften, vom Alten Orient bis ins Mittelalter. Welche Verbrechensarten wurden so abgeurteilt? Wie setzten sich die Gruppen von Menschen zusammen, die durch derartige Formen bestraft wurden? Warum boten sich einige Körperteile mehr an als andere? Diese und weitere Fragen sollen innerhalb der Vorträge in einer epochenübergreifenden transkulturellen Perspektive untersucht und gebündelt werden.
Das Programm können Sie hier abrufen.

Wenn Sie an der Tagung als Gast teilnehmen wollen, melden Sie sich bitte bis 19.09.21 mit einer Mail unter sekretariat-altertum[at]uni-potsdam.de an.

Bitte beachten Sie: Die Tagung wird sowohl online als auch in Präsenz stattfinden – eine Anmeldung ist für beide Formate notwendig!

Jahresvortrag des Historischen Instituts am 16.06.: Tanja S. Scheer (Universität Göttingen) - „Priesterinnen Aphrodites? Das Phänomen 'Tempelprostitution' zwischen griechischer Kultur und Vorderem Orient.“

Der Lehrstuhl Geschichte des Altertums lädt recht herzlich zum diesjährigen Jahresvortrag des Historischen Instituts am 16.06. um 18 Uhr c.t. ein. Frau Prof. Dr. Tanja S. Scheer von der Universität Göttingen wird zum Thema „Priesterinnen Aphrodites? Das Phänomen 'Tempelprostitution' zwischen griechischer Kultur und Vorderem Orient“ einen online-Vortrag halten. Den ausführlichen Flyer können Sie hier einsehen.

Wenn Sie am Vortrag teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte bis zum 14.06. per Mail an.

 

Vortrag von Dr. Lucy Koechlin (Basel) am 10.06. zu Thema: „Corruption as social practice: an interpretive approach.“

Im Zuge des dritten TwistedTransfers Workshops hält am 10.06. um 18 Uhr s.t. Dr. Lucy Koechlin von der Universität Basel einen Vortrag zum Thema: „Corruption as social practice: an interpretive approach.“

Wenn Sie am Abendvortrag teilnehmen möchten, melden Sie sich bitte bis zum 04.06. per Mail an.

„There are few terms that are as loaded as corruption. Wisely, the United Nations Convention Against Corruption, notably all about (preventing) corruption, refrained from a definition and thus allowed the international community to focus on solutions, rather than unproductive definitional blame games between North and South.
Although the social sciences have devoted reams of articles to exploring corruption, these are regularly loaded in a similar way; corruption has all too often been conceptualised simplistically, premised on ahistorical, positivist assumptions about social and economic change that evidently do not do justice to empirical complexities. Fortunately, pertinent critiques have contributed to the increasingly conventional acknowledgement of more sophisticated approaches. The argument in this paper zooms in on a particular blind spot to which less attention has been paid. Rather than think about corruption in terms of social change or political economy, corruption will be conceptualised in terms of social practice. An interpretive approach to social practice focuses on the layered meaning-making in context, informed by habits, judgement as well as imagination of social actors.
Drawing on case studies from Tanzania, Kenya and Switzerland, the meanings and actions of social actors will be explored to shed light on how “corruption“ is enacted and evaluated in everyday life. Ultimately, the insights seek to contribute to a more nuanced understanding of the social agency of actors through the lens of “corruption”.

Der Lehrstuhl Geschichte des Altertums bei den Potsdamer Tagen der Wissenschaften 2021

Der Lehrstuhl Geschichte des Altertums ist mit drei spannenden Angeboten bei den Potsdamer Tagen der Wissenschaften vertreten. Durch die bekannten Umstände, finden Sie das komplette Programm online - alle Videos sind uneingeschränkt abrufbar!
 

Prof. Dr. Carlà-Uhink: ‚Römische‘ Jubiläen im Faschistischen Italien.

Dr. Almuth Lotz: Straßenleben in Rom und Pompeji. Am Puls der antiken Stadt.

Jens Fischer zusammen mit Michael Meyer: Von Schafsleber und Kaffeesatz - Orakel gestern und heute.

Neue Monographie „devotio malefica“ von Sara Chiarini

Frau PD Dr. Sara Chiarini mit Ihrer Monographie: Devotio malefica
Foto: Sara Chiarini

Der Lehrstuhl Geschichte des Altertums gratuliert unserer Privatdozentin Dr. Sara Chiarini herzlich zur Neuerscheinung ihrer Monographie „Devotio malefica. Die antiken Verfluchungen zwischen sprachübergreifender Tradition und individueller Prägung“ im Franz Steiner Verlag.

„Antike Fluchrituale zielten darauf ab, die jeweilige Gerechtigkeitsvorstellung der Verfluchenden durchzusetzen – insbesondere wenn weder das öffentliche Justizsystem noch gesellschaftlich anerkannte Verhaltenskodexe dem Anspruch gerecht werden konnten. In den Ritualen kamen sogenannte defixionis tabellae (Fluchtafeln) zur Anwendung, die hier devotiones maleficae genannt werden. Sie bestehen meistens aus eingeschriebenen Bleilamellen und wurden für die Beschädigung eines oder mehrerer Opfer angefertigt. Sara Chiarini untersucht die dabei verwendete Fluchsprache, die durch ihre formelhaften Strukturen und Bestandteile auf eine Tradition des Fluchrituals hindeuten. Individuelle Ergänzungen bieten hingegen Hinweise auf die Bedingungen um die Entstehung des Rituals, die Gefühlslage der Verfluchenden und die Arten von Bestrafungen, die der rechtlichen Dimension des Rituals entsprechen. Chiarini ergänzt den bisherigen Forschungstand anhand der neu entdeckten und veröffentlichten Fluchtafeln und setzt sich umfassend mit diesem epigraphischen Material auseinander. “

Frau PD Dr. Sara Chiarini mit Ihrer Monographie: Devotio malefica
Foto: Sara Chiarini

Ringvorlesung SoSe 21: Greek Bodies on the Move: Ancient Greece, Bodies, Sports, and Gender

Im Sommersemester 2021 bietet der Lehrstuhl Geschichte des Altertums zusammen mit dem Department of Anglophone Studies der Universität Duisburg-Essen eine Ringvorlesung zum Thema "Greek Bodies on the Move: Ancient Greece, Bodies, Sports, and Gender" an.  Neben Mythen wird das populärwissenschaftliche Bild des antiken Griechenlands vor allem durch Körperkult und Sport bestimmt – weit verbreitet ist daher die Ansicht von den antiken Griechen als einem Volk, das sportlichen Tätigkeiten große Aufmerksamkeit widmete und mit großer Sorgfalt Körper und Aussehen pflegte. Dieses Bild steht in engem Zusammenhang mit der philhellenistischen Begeisterung für antike Kunst (und insbesondere für die antike Skulptur) sowie mit der modernen „Wiederbelebung“ und Konzeptualisierung der Olympischen Spiele. In dieser Ringvorlesung werden wir auf der einen Seite das antike Sportwesen untersuchen – in seinen vielfältigen kulturellen, religiösen, politischen und sozialen Bedeutungen. Auf der anderen Seite werden wir uns mit der modernen Rezeption des antiken Sports sowie mit der Funktionalisierung antiker Bezüge in der modernen Körperkultur beschäftigen.

Die Ringvorlesung wird im hybriden Format stattfinden, mit einzelnen Vorträgen in Präsenz; alle Vorträge werden aber auch online und synchron ausgestrahlt.

Für eine Teilnahme – in Präsenz wie online – wird um Anmeldung per E-Mail gebeten.

Anmeldungen für einzelne Vorträge sollten jeweils 24 Stunden vor dem Vortrag eintreffen.

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