Neuerscheinungen

Auf diesen Seiten finden Sie Neuerscheinungen unserer Lehrstuhlmitglieder.

Neue Monographie „Folia ventis turbata“ von Jens Fischer

Der Lehrstuhl gratuliert unserem Lehrbeauftragten Jens Fischer herzlich zum Erscheinen seiner Dissertationsschrift „Folia ventis turbata. Sibyllinische Orakel und der Gott Apollon zwischen später Republik und augusteischem Principat“! Diese ist in der Reihe Studien zur Alten Geschichte im Verlag Antike erschienen.

„Sibyllinische Orakeltexte und die mit ihnen verbundene Divinationsgottheit Apollon erfuhren in Rom eine ganz besondere Form der Wirkungsgeschichte. Eine der vier höchsten römischen Priesterschaften, die quindecimviri sacris faciundis, waren mit ihrer Verwahrung und Konsultation betraut. Dem ersten römischen Kaiser Augustus wiederum wird von der Forschung seit langem eine enge persönliche Beziehung zu Apollon zugeschrieben. Die Studie untersucht die konkrete Rolle, welche sibyllinischen Orakeln und dem besagten Gott während der Krise der späten römischen Republik und der ersten Jahrzehnte des augusteischen Principats zukam.“


Neue Monographie „devotio malefica“ von Sara Chiarini

Frau PD Dr. Sara Chiarini mit Ihrer Monographie: Devotio malefica
Foto: Sara Chiarini

Der Lehrstuhl Geschichte des Altertums gratuliert unserer Privatdozentin Dr. Sara Chiarini herzlich zur Neuerscheinung ihrer Monographie „Devotio malefica. Die antiken Verfluchungen zwischen sprachübergreifender Tradition und individueller Prägung“ im Franz Steiner Verlag.

„Antike Fluchrituale zielten darauf ab, die jeweilige Gerechtigkeitsvorstellung der Verfluchenden durchzusetzen – insbesondere wenn weder das öffentliche Justizsystem noch gesellschaftlich anerkannte Verhaltenskodexe dem Anspruch gerecht werden konnten. In den Ritualen kamen sogenannte defixionis tabellae (Fluchtafeln) zur Anwendung, die hier devotiones maleficae genannt werden. Sie bestehen meistens aus eingeschriebenen Bleilamellen und wurden für die Beschädigung eines oder mehrerer Opfer angefertigt. Sara Chiarini untersucht die dabei verwendete Fluchsprache, die durch ihre formelhaften Strukturen und Bestandteile auf eine Tradition des Fluchrituals hindeuten. Individuelle Ergänzungen bieten hingegen Hinweise auf die Bedingungen um die Entstehung des Rituals, die Gefühlslage der Verfluchenden und die Arten von Bestrafungen, die der rechtlichen Dimension des Rituals entsprechen. Chiarini ergänzt den bisherigen Forschungstand anhand der neu entdeckten und veröffentlichten Fluchtafeln und setzt sich umfassend mit diesem epigraphischen Material auseinander. “

Frau PD Dr. Sara Chiarini mit Ihrer Monographie: Devotio malefica
Foto: Sara Chiarini