Rabenvögel in Not -

Fachwissenschaftliche Tagung in Lenzen


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23.02.1999

Rabenvögel in Not - Schützen oder Schießen?!
Fachwissenschaftliche Tagung in Lenzen

Elster, Saat- und Rabenkrähe sowie Kolkrabe sind in den letzten Jahren zum Streitobjekt geworden. Hintergrund bildet die längst überholte Auffassung, Vögel und andere Organismen ohne genaue Kenntnis ihrer Biologie den Kategorien Nützling oder Schädling zuordnen zu wollen. So werden Rabenvögel noch heute beschuldigt, landwirtschaftlich oder jagdlich genutzte, aber auch geschützte Tierarten übermäßig zu dezimieren. Man schlußfolgert daraus, daß nur eine Bestandsregulierung durch den Menschen zur Wiederherstellung des biologischen Gleichgewichts führen könne. In mehreren Bundesländern verabschiedete bzw. in Vorbereitung befindliche "Rabenvogelverordnungen" sind nach Ansicht Potsdamer Uni-Wissenschaftler kaum geeignet, aufgetretene Probleme zu beseitigen. Zudem seien sie auch ethisch äußerst fragwürdig.
Dieser Problematik wendet sich nun eine Arbeitstagung unter dem Titel "Rabenvögel in Not - Schützen oder Schießen?!" zu. Am 27. Februar 1999 treffen sich aus diesem Anlaß rund 70 Naturschützer, Landwirte und Jäger in Lenzen/Elbe. Zustande kommt die Veranstaltung auf Initiative der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Universität Potsdam und der brandenburgischen Landesanstalt für Großschutzgebiete. In Fachvorträgen und umfassenden Diskussionen wollen sich die Teilnehmer der Veranstaltung mit den vorhandenen kontroversen Argumenten auseinandersetzen. Die Arbeitsgruppe Ökoethologie der Universität Potsdam trägt in diesem Rahmen umfassende Forschungsergebnisse aus dem seit drei Jahren laufenden Projekt "Ökologie des Kolkraben" vor.

Hinweis an die Redaktionen:
Zeit der Veranstaltung: 27.02.1999, 13.00 Uhr
Ort der Veranstaltung: Ländliche Jugendwerkstatt Kinderland Elbtalaue, Birkenweg 5, 19309 Lenzen

Weitere Auskünfte erteilt Ihnen gern Prof. Dr. Dieter Wallschläger aus dem Institut für Ökologie und Naturschutz der Universität Potsdam unter Tel.: 0331/977-4879, -4858 oder per e-Mail wallsch@rz.uni-potsdam.de. Einblick in die Forschungsergebnisse erhalten Sie über http://www.uni-potsdam.de/u/biologie/uebersbb.htm.

Ausführlich berichtet wurde zum Thema auch in der November-Ausgabe der Potsdamer Universitätszeitung PUTZ. Den Artikel senden wir Ihnen auf Anfrage gern noch einmal zu (Tel.: 0331/977-1474). Sie finden ihn aber auch im WWW unter http://www.uni-potsdam.de/u/putz/index.htm (Archiv der PUTZ/Ausgabe November 1998).


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[ Letzte Aktualisierung 08.03.99 Jens Habecker]