Campusschulnetzwerke
„In Campusschulnetzwerken arbeiten Lehrkräfte, Wissenschaftler*innen und Lehramtsstudierende der Universität Potsdam gemeinsam an Themen der Schul- und Unterrichtsentwicklung. Ziel der Campusschulnetzwerke ist es, eine Verbindung von Schulpraxis, Schulforschung und Lehramtsausbildung herzustellen. Dafür werden Netzwerke zwischen Lehrkräften an Schulen, Wissenschaftler*innen der Universität Potsdam und Lehramtsstudierenden geschaffen. Ausgehend von konkreten Schulentwicklungsideen sollen gemeinsam Problemlösungen (z. B. innovative Konzepte oder bedarfsorientierte Materialien) für die Schulpraxis erarbeitet, erprobt und wissenschaftlich beforscht werden.“
Quelle: Webseite Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZeLB) der Universität Potsdam
Die Englischdidaktik ist derzeit mit zwei Campusschulnetzwerken aktiv. Schulen und Lehrkräfte können sich gerne mit uns in Verbindung setzen, wenn sie Interesse an einer Teilnahme haben.
Ansprechpartnerin Campusschulnetzwerke der Fachdidaktik Englisch
Dr. Katharina Delius
Campusschulnetzwerk „Lernbausteine und Lernbüros im inklusiven Englischunterricht“
Das Campusschulprojekt „Lernbausteine und Lernbüros im inklusiven Englischunterricht“ verfolgt das Ziel einer engen Kooperation zwischen der Fachdidaktik Englisch der Universität Potsdam und den beteiligten Schulen. Diese haben sogenannte Lernbüros etabliert, in denen Schüler*innen mithilfe von Lernbausteinen selbstreguliert arbeiten. Dieses Lernformat gilt als besonders vielversprechend für die Umsetzung schulischer Inklusion. Damit die Lernbausteine didaktisch, methodisch und inhaltlich aktuell bleiben und den individuellen Lernbedarfen gerecht werden, sind eine kontinuierliche Evaluation und Weiterentwicklung notwendig – hier setzt die Unterstützung durch die Universität an.
Im begleitenden Masterseminar der Fachdidaktik Englisch („Inclusive English Learning Teaching“) lernen die Englischstudierenden das Lernbürokonzept direkt vor Ort kennen, hospitieren mehrfach im Unterricht und tauschen sich mit den Lehrkräften aus. Auf dieser Grundlage identifizieren sie Überarbeitungsbedarfe bestehender Lernbausteine. Entsprechend didaktisch-methodischer Prinzipien eines kompetenzorientierten und inklusiven Englischunterrichts überarbeiten sie die Materialien oder entwickeln neue Bausteine und erhalten dazu fortlaufend Feedback. Die Ergebnisse werden präsentiert, reflektiert und anschließend dem Fachkollegium zur Verfügung gestellt.
Von dieser Zusammenarbeit profitieren beide Seiten: Die Studierenden gewinnen durch Hospitationen und Gespräche mit Lehrkräften authentische Einblicke in die schulische Praxis inklusiven Englischunterrichts. Sie arbeiten an realen Unterrichtsmaterialien, wenden ihr didaktisch-methodisches Wissen praxisnah an und vertiefen es. Ihre Produkte finden tatsächliche Verwendung im Unterricht und gehen damit über reine Prüfungsleistungen hinaus. Die Schulen profitieren von der externen Unterstützung durch die Studierenden, die die Lernbausteine kritisch prüfen und weiterentwickeln. Dies entlastet die Fachlehrkräfte, denen im Schulalltag häufig die zeitlichen Ressourcen für eine systematische Evaluation fehlen, und eröffnet zugleich Einblicke in aktuelle fachdidaktische Diskurse.
In diesem Projekt arbeiten wir derzeit mit dem Schulzentrum am Stern zusammen.
Campusschulnetzwerk „Virtuelle Austauschprojekte im Englischunterricht gestalten und erproben: Kommunikative, kulturelle und digitale Kompetenzen entwickeln - ein Design-Based Research-Projekt“
Im Rahmen dieses langfristig angelegten Netzwerks soll eine Design-Based Research-Studie zur empiriebasierten und qualitätsorientierten Entwicklung und Weiterentwicklung von virtuellen Austauschformaten zur Förderung kommunikativer, kultureller und digitaler Kompetenzen im Englischunterricht durchgeführt werden. Über mehrere Projektdurchläufe mit unterschiedlichen Lerngruppen werden dabei über verschiedene digitale Plattform (u. a. eTwinning oder ePals) Projektpartner gewonnen, mit denen in Zusammenarbeit mit der Lehrkraft und den Forscherinnen das Unterrichtsdesign konkretisiert wird. Während und nach Abschluss der jeweiligen Projektdurchläufe erfolgt die formative Evaluation, u. a. über die Befragung der Lernenden und der Lehrkraft zu ihrer Einschätzung des Designs. Auf der Basis der Ergebnisse dieser Evaluation findet die kontinuierliche Weiterentwicklung des Designs statt.
In diesem Projekt arbeiten wir derzeit mit dem Hannah-Arendt-Gymnasium Potsdam zusammen.