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„Wenn Quellen sprechen“

Symposion zu Ehren des Romanisten Martin Fontius am 24. Oktober 2014

Anlässlich des 80. Geburtstages des Romanisten Prof. Dr. Martin Fontius wird an der Universität Potsdam am 24. Oktober 2014 im Zentrum für Zeithistorische Forschung ein Symposion stattfinden.  Unter dem Thema „Wenn Quellen sprechen. Für eine kritische Philologie aus Perspektive der Akademie“ werden sich Experten aus dem In- und Ausland mit Arbeitsformen und Erträgen quellenerschließender geisteswissenschaftlicher Grundlagenforschung beschäftigen. Die Initiative liegt beim Lehrstuhl von Prof. Dr. Ottmar Ette am Institut für Romanistik der Universität Potsdam.

Martin Fontius war Mitte der neunziger Jahre aus seiner Berliner Akademieprofessur an das damals neugegründete Institut für Romanistik und zum Direktor des „Forschungszentrums Europäische Aufklärung“ in Potsdam berufen worden. Zum Oeuvre des gebürtigen Thüringers gehören neben dem Großunternehmen des Ästhetischen Wörterbuchs vor allem Untersuchungen zur frankophonen res publica litteraria des 17. und 18. Jahrhunderts, mit einem Schwerpunkt in den niederländischen und Schweizer Bezügen des Berlin-Brandenburger Raumes der Aufklärungszeit. Daraus sind vielfältige Anregungen zu methodisch anspruchsvollen Projekten der Erschließung von Korrespondenz, historischer Enzyklopädistik und Publizistik hervorgegangen.
Der fachliche Fokus des ihm zu Ehren veranstalteten Symposions liegt auf Aspekten quellenerschließender geisteswissenschaftlicher Grundlagenforschung in unterschiedlichen Arbeitsformen und institutionellen Kontexten. Den Eröffnungsvortrag hält Antony McKenna aus St. Etienne, international renommierter Kenner des französischen 17. Jahrhunderts und Herausgeber der Bayle-Korrespondenzedition. Er wird auf die Veränderungen der Forschungslandschaft in Romanistik und Philosophie durch diese gewichtige Edition zu den Schriften des französischen Aufklärers Pierre Bayle eingehen. Mehrere Beiträge aus diesen Forschungskontexten schließen sich an, darunter eine exemplarisch vergleichende Untersuchung des Umgangs mit dem Häresievorwurf in der italienischen und französischen Aufklärung von Gisela Schlüter aus Erlangen.
Anknüpfend an Bayles traditionskritische und skeptische Position, thematisiert am Nachmittag ein philosophischer Schwerpunkt frühneuzeitliche Erkenntniskonzepte. Ausgehend von der Diskussion des 17. und 18. Jahrhunderts um die Leistungsfähigkeit mathematischer Methoden in allen Wissensbereichen, wird ein Vortrag von Eberhard Knobloch von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften  auch die Musiktheorie dieses Zeitraums einbeziehen. Mit den Beiträgen von Jürgen Kloosterhuis vom Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz und Sabine Hahn von der Bibliothek der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten können herausragende Quellenbestände zur kulturellen Geschichte der Aufklärung in Brandenburg-Preußen in den Blick genommen und methodische Aspekte der Erschließung ihres historischen Potenzials diskutiert werden. Zum Abschluss der Tagung stellt Ottmar Ette konzeptuelle und editorische Überlegungen aus den an der Universität Potsdam kürzlich neu begonnenen Humboldt-Projekten vor.
Die Tagung wird veranstaltet von Ottmar Ette und Jens Häseler vom Institut für Romanistik und Cornelia Buschmann vom Institut für Philosophie.

Zeit: 24.10.2014, 9.30 bis 19 Uhr
Ort: Bibliothek des Zentrums für Zeithistorische Forschung, Tagungsraum, 14467 Potsdam, Am Neuen Markt 9 D
Kontakt: Prof. Dr. Ottmar Ette, Institut für Romanistik
Telefon: 0331 977-4191
E-Mail:  etteuni-potsdamde
Dr. Jens Häseler, Institut für Romanistik
Telefon: 0331 977-4141
E-Mail: haeseleruni-potsdamde
Cornelia Buschmann, Institut für Philosophie
Telefon: 0331 977-4250
E-Mail: buschuni-potsdamde
Internet: www.uni-potsdam.de/romanistik/ette/ette/veranstaltungen/14-10-24.html

Medieninformation 22-10-2014 / Nr. 184
Antje Horn-Conrad

Universität Potsdam
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam
Tel.: +49 331 977-1665
Fax: +49 331 977-1130
E-Mail: presseuni-potsdamde
Internet: www.uni-potsdam.de/presse

Online gestellt: Edda Sattler