uni-potsdam.de

Sie verwenden einen veralteten Browser mit Sicherheitsschwachstellen und können die Funktionen dieser Webseite nicht nutzen.

Hier erfahren Sie, wie einfach Sie Ihren Browser aktualisieren können.

Die Grenzen der Variabilität in der Sprache:

SFB1287 Logo

Kognitive, grammatische und soziale Aspekte

Sprache dient der sozialen Interaktion und Kommunikation in unterschiedlichsten Situationen, in die verschiedene Kommunikationspartner involviert sind. Die Sprachfähigkeit als Teil des kognitiven Systems eines Individuums muss daher flexible und effektive Mechanismen bereithalten, die eine erfolgreiche Kommunikation mit verschiedenen Gesprächspartnern in unterschiedlichen Kontexten ermöglichen. Trotz der beobachtbaren Variabilität sind einige linguistische Merkmale stabiler oder robuster als andere. Die Variabilität der Sprache, die sich auf sämtlichen linguistischen Beschreibungsebenen findet, unterliegt somit gewissen Grenzen. Der SFB beschreibt Variabilität als einen Raum möglicher (unbewusster) sprachlicher Entscheidungen, die einem Individuum oder einer Sprachgemeinschaft zur Verfügung stehen. Die Grenzen der Variabilität sind erkennbar, wenn bestimmte linguistische Verhaltensweisen relativ konsistent auftreten, sie also resistent gegenüber kognitiven Einflussfaktoren und sich verändernden sozialen Situationen oder Konventionen sind, bzw. wenn sie innerhalb und über Sprachen, Sprechergemeinschaften und verschiedene Individuen hinweg beobachtet werden können. Die Grenzen der Variabilität ermöglichen es, Erkenntnisse über den Aufbau des zugrundeliegenden Sprachsystems zu gewinnen. Im SFB werden verschiedene Subtypen von Variabilität und ihre Grenzen thematisiert: zwischen und innerhalb von Sprachen, Sprechergemeinschaften und Individuen. Ausgehend von der Grundannahme, dass die Muster der Variabilität über diese Subtypen hinweg wesentliche Eigenschaften teilen, werden die Projekte im SFB die Grenzen, Beziehungen, Abhängigkeiten und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Arten von Variabilität über eine Reihe linguistischer Phänomene evaluieren und aus drei Perspektiven betrachten: (A) aus der Perspektive von Interaktion und Sprachwandel, (B) aus der Perspektive der Sprachverarbeitung und (C) aus der Perspektive der zugrundeliegenden grammatischen Systeme. Durch die Modellierung der Faktoren, die sprachliche Entscheidungen über verschiedene linguistische Phänomene hinweg beeinflussen, trägt der SFB zu einem besseren Verständnis der grammatischen Optionen einer Sprache in verschiedenen Situationen sowie der zugrundeliegenden grammatischen Repräsentationen und Verarbeitungsarchitekturen innerhalb von Individuen bei. Dies geht einher mit der Weiterentwicklung linguistischer, psycho- und neurolinguistischer sowie komputationeller Modelle der Sprache.

DFG Logo

      SFB 1287 - News 

  • 20. November 2017: Clara Huttenlauch, B01, wurde mit dem Dietrich H. Boesken Preis 2017 für die beste Masterarbeit des Jahres 2017 an der Universität Konstanz ausgezeichnet.

<<SFB 1287-Archiv>>

SFB 1287 - Veranstaltungen

 


  • 29. November 2017: MGK-Workshop "Project management in academia: Tools of the trade for challenges", Campus Neues Palais; nur für Mitglieder des SFBs.
  • 27. November 2017: MGK-Workshop "Academic writing: how to create good texts", Campus Golm; nur für Mitgleider des SFBs.
  • 24. November 2017: Das 1. Interne SFB Kolloquium, Campus Griebnitzsee

<<SFB 1287-Archiv>>

Keine Artikel in dieser Auswahl.