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Die Grenzen der Variabilität in der Sprache

Kognitive, grammatische und soziale Aspekte

Sprache dient der sozialen Interaktion und Kommunikation in unterschiedlichsten Situationen, in die verschiedene Kommunikationspartner involviert sind. Die Sprachfähigkeit als Teil des kognitiven Systems eines Individuums muss daher flexible und effektive Mechanismen bereithalten, die eine erfolgreiche Kommunikation mit verschiedenen Gesprächspartnern in unterschiedlichen Kontexten ermöglichen. Trotz der beobachtbaren Variabilität sind einige linguistische Merkmale stabiler oder robuster als andere. Die Variabilität der Sprache, die sich auf sämtlichen linguistischen Beschreibungsebenen findet, unterliegt somit gewissen Grenzen. Der SFB beschreibt Variabilität als einen Raum möglicher (unbewusster) sprachlicher Entscheidungen, die einem Individuum oder einer Sprachgemeinschaft zur Verfügung stehen. Die Grenzen der Variabilität sind erkennbar, wenn bestimmte linguistische Verhaltensweisen relativ konsistent auftreten, sie also resistent gegenüber kognitiven Einflussfaktoren und sich verändernden sozialen Situationen oder Konventionen sind, bzw. wenn sie innerhalb und über Sprachen, Sprechergemeinschaften und verschiedene Individuen hinweg beobachtet werden können. Die Grenzen der Variabilität ermöglichen es, Erkenntnisse über den Aufbau des zugrundeliegenden Sprachsystems zu gewinnen. Im SFB werden verschiedene Subtypen von Variabilität und ihre Grenzen thematisiert: zwischen und innerhalb von Sprachen, Sprechergemeinschaften und Individuen. Ausgehend von der Grundannahme, dass die Muster der Variabilität über diese Subtypen hinweg wesentliche Eigenschaften teilen, werden die Projekte im SFB die Grenzen, Beziehungen, Abhängigkeiten und Gemeinsamkeiten der verschiedenen Arten von Variabilität über eine Reihe linguistischer Phänomene evaluieren und aus drei Perspektiven betrachten: (A) aus der Perspektive von Interaktion und Sprachwandel, (B) aus der Perspektive der Sprachverarbeitung und (C) aus der Perspektive der zugrundeliegenden grammatischen Systeme. Durch die Modellierung der Faktoren, die sprachliche Entscheidungen über verschiedene linguistische Phänomene hinweg beeinflussen, trägt der SFB zu einem besseren Verständnis der grammatischen Optionen einer Sprache in verschiedenen Situationen sowie der zugrundeliegenden grammatischen Repräsentationen und Verarbeitungsarchitekturen innerhalb von Individuen bei. Dies geht einher mit der Weiterentwicklung linguistischer, psycho- und neurolinguistischer sowie komputationeller Modelle der Sprache.

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SFB 1287 - Neues

Für externe DoktorandInnen, die ihre Forschung im Rahmen eines eigenen SFB-Projektes durchführen möchten, bieten wir mehrere drei- bis zwölfmonatige Stipendien an. Weitere Informationen finden Sie hier.

Vom 1 August bis zum 31 Oktober 2018 wird eine weitere Kurzzeit-Stipendiatin zu Gast im SFB sein: Nantke Pecht (Maastricht University) wird im Projekt A01 - "Integration sprachlicher Ressourcen in hochdiversen urbanen Kontexten, die die Grenzen der Variabilität ausloten" arbeiten und studieren.

Vom 15 Mai bis zum 14 August 2018 werden die ersten beiden Kurzzeit-Stipendiat*innen zu Gast im SFB sein:  Lara Schwarz (Pennsylvania State Universität) wird im Projekt B04 "Variability in bilingual language processing" arbeiten und studieren und Xiayimaierdan Abudushalamu (Michigan State Universität) wird im Projekt C03 "Effects of variable input on word learning and word recognition in infants" arbeiten und studieren.

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SFB 1287 - Veranstaltungen

30.11.2018 um 12 Uhr | Dr. Melanie Weirich (Friedrich-Schiller-Universität Jena). Veranstaltungsort noch unbekannt.

18.10.2018 um 16 Uhr | Prof. Ben Rampton (King’s College London) hält einen Vortrag über “Linguistic Ethnography”. Universität Potsdam, Campus Golm, Haus 29, Seminarraum 0.26 [Ankündigung]

17.10.2018 um 16 Uhr | Prof. Ray Jackendoff (Tufts University/MIT) hält einen Vortrag über “Extending the Parallel Architecture”. Universität Potsdam, Campus Neues Palais, Haus 9, Hörsaal 1.12 [Ankündigung]

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