„Monitoring für adaptiven Unterricht und Selbstregulation“ (MAUS)
Projektleiterin: Dr. Yoana Omarchevska, Digitale Bildung, Department Erziehungswissenschaften
Projektleiter: Dr. Florian Amon, lernen:digital Transferstelle, Department Erziehungswissenschaften
Finanzierung: Das Projekt wird über Strukturbereichsmittel des Strukturbereichs Bildungswissenschaften der Universität Potsdam unterstützt.
Fähigkeiten selbstregulierten Lernens werden zunehmend als zentral für schulischen Erfolg angesehen. Dabei gilt insbesondere die Fähigkeit zum Monitoring, also zur realistischen Einschätzung des eigenen Lernprozesses, als entscheidender Bestandteil. Das Forschungsprojekt „Monitoring für adaptiven Unterricht und Selbstregulation“ (MAUS) untersucht, wie regelmäßige digitale Selbsteinschätzungen Lernprozesse von Schüler*innen unterstützen und wie Lehrkräfte diese Daten für adaptiven Unterricht nutzen können. Im Zentrum steht der Einsatz einer digitalen Self-Assessment-App, mit der Schüler*innen über einen Zeitraum von sechs Wochen ihre kognitiven, motivationalen und emotionalen Lernprozesse reflektieren.
Die Studie folgt einem Mixed-Methods-Design, das ein quantitatives Pre-Post-Design mit einer partizipativen, qualitativen Komponente verbindet. Neben der Erhebung selbstregulatorischer Kompetenzen, insbesondere metakognitiver Fähigkeiten, werden Lehrkräfte in begleitenden Workshops in die Auswertung der Daten einbezogen und reflektieren deren Nutzung im Unterricht. Die Untersuchung wird von Mai bis Juli 2026 mit Lehrkräften und Schüler*innen des Alexander S. Puschkin Gymnasium, Henningsdorf, durchgeführt. Ziel ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie formative Selbstbewertungen Lernende und Lehrkräfte in Unterrichtsprozessen unterstützen und wie solche Ansätze nachhaltig in schulische Praxis integriert werden können.