Wissenschaftstag #4genderstudies

Flyer Aktionstag #4genderstudies
Quelle: Koordinationsbüro für Chancengleichheit

Der Wissenschafts- und Aktionstag #4genderstudies ist eine Initiative im deutschsprachigen Raum gegen Angriffe auf die Gender Studies und Gender Forscher*innen und setzt sich für die Freiheit in Wissenschaft, Forschung und Lehre ein. Seit 2017 wird jedes Jahr am 18. Dezember durch digitale und analoge Aktionen die Relevanz und Vielfältigkeit der Gender Studies aufgezeigt. Studierende, Lehrende und Gleichstellungsbeauftragte der Potsdamer Hochschulen – der Fachhochschule Potsdam, Universität Potsdam und Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf – rufen auf, sich durch unterschiedliche Aktionen am #4genderstudies Tag zu beteiligen und laden alle Interessierten am 18. Dezember zum Workshop & Mini-Barcamp ein.

geplante Aktionen 2019 in Potsdam:

 #4genderstudies in der Presse

Poster & Flyer für den #4genderstudies Tag

Gender in der Lehre - Toolbox für einen gender- und diversitätsbewussten Hochschulalltag     

Workshop & Mini-Barcamp im Freiland Potsdam am 18.12.19 ab 14 Uhr

 

Wir bitten um Anmeldung für alle Workshops bis zum 16. Dezember unter shirchinuni-potsdamde

Kurzfristig Entschlossene sind herzlichst zum Mini-Barcamp ab 17:30 Uhr willkommen. 

Für alle Workshops ist kein Vorwissen erforderlich!

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Veranstaltungsprogramm 18. Dezember:

14:00 Uhr - Ankunft & Anmeldung im freiLand Potsdam (Haus 1)

14:30-17:30 - Workshop “Gender Studies überzeugend kommunizieren und verteidigen” mit Cash Hauke

Wie kann ich die Inhalte und das Fach der Gender Studies angesichts kontinuierlicher Angriffe gegenüber der Disziplin selbstbewusst und verständlich kommunizieren? Was sind die Möglichkeiten und Grenzen im Umgang mit normativen Annahmen in Bezug auf Gender Studies in politischen und wissenschaftlichen Diskussionen, am Arbeitsplatz oder auch mit der Familie oder Freund*innen? Gemeinsam entwickeln wir Argumente und Strategien für verschiedene Situationen, entlang unser eigenen Erfahrungen und Interessen am Fach. Hierzu werden typische Narrative und Zweifel gegen die Gender Studies aufgedeckt und selbstbewusstes Argumentieren geübt.

Teilnehmendenbegrenzung: 20 Personen

Zum Referent*: Cash Hauke ist Promovent* am Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien, forscht zu Intersektionalen Strategien im Umgang mit rechter Gewalt und arbeitet in der politischen Bildungsarbeit zu Antidiskriminierung und Communitybuilding.


18:00-19:30 - Mini-Barcamp

Workshop 1: “Dritte Option und Aktion Standesamt - Aktuelle Kämpfe für geschlechtliche Selbstbestimmung”
 
Die Kämpfe von trans*, nicht-binären und inter* Personen werden seit einigen Jahren verstärkt sichtbar. Mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Dritten Option gerät auch die zweigeschlechtliche Ordnung immer mehr ins Wanken. Unter dem Begriff „Queer“ wird bereits seit Anfang der 1990er die Norm der Heterosexualität und Zweigeschlechtlichkeit in Frage gestellt. In dem Workshop geht es um die Fragen: Was bedeutet Heteronormativität und die Norm der Zweigeschlechtlichkeit? Wie wirken sich diese aus? Was sind die aktuellen Kämpfe für geschlechtliche Selbstbestimmung? 
 
Zur Referent*in: Francis Seeck promoviert an der Humboldt Universität Berlin zu kollektiver Care Arbeit in trans* und nicht-binären Räumen. Zudem unterrichtet Francis Seeck Gender und Queer Studies an der Alice Salomon Hochschule und gibt als Antidiskriminierungstrainer*in Fortbildung zu den Themen Geschlechtliche Vielfalt und Klassismus.

Workshop 2: “Die Lügen des umgekehrten Rassismus aufdecken” mit Arpana Berndt

Zur Referent*in: Arpana Aischa Berndt (cis/ weiblich) studiert seit 2015 Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim, ist Chefredakteurin des NERV-Magazins der Universität Hildesheim und Mitherausgeberin der Literaturzeitschrift BELLA triste. Sie veröffentlicht Kurzgeschichten, Artikel und Podcasts online, in Zeitschriften und Anthologien. Sie gibt Antirassismus- und Empowermentworkshops, bereitet mit der Entsendeorganisation EIRENE Freiwillige und Fachkräfte auf ihren Auslandsaufenthalt vor und steht für eine diskriminierungskritische Kulturpraxis ein.


Workshop 3: “Werkzeuge für eine feministische Community in der Wissenschaft”

Welche Werkzeuge brauchen wir, um Feminismus und Wissenschaft zusammenzubringen?
Der Workshop - der auch tatsächlich ein Workshop ist, und sich nicht nur so nennt - soll dazu beitragen, Methoden vorzustellen und zusammenzutragen, die Menschen befähigen, eine feministische Praxis in der Wissenschaft aufrechtzuerhalten - oder zu etablieren. Von Kollektivität und Vereinzelung, über Interdisziplinarität und Tools zur intersektionalen Arbeit. Es sollen Konzepte, Interventionsmöglichkeiten und Methoden diskutiert werden, die dazu beitragen, Positionen zu stärken und Solidaritäten zu befördern.
Wenn gewünscht, kann sich aus dem Workshop eine Gruppe zur weiteren Zusammenarbeit ergeben.

Dafür dienen zur Grundlage:

Feministisch leben! Manifest für Spaßverderberinnen” Sara Ahmed, Unrast, 2017.
Was macht uns wirklich sicher? Ein Toolkit zu intersektionaler transformativer Gerechtigkeit” (Melanie Brazzell, edition assemblage, 2018.)
Soy y Estoy. Ein politisches Rollenspiel mit situiertem Blick.” Trío Editorial, Chile/Deutschland, 2015/2018.

Zur Referent*in: Lydia Kray, MA, hat Medienwissenschaften und Gender Studies in Konstanz, Chile und Potsdam studiert. Sie ist Feministin, Autorin und Medienwissenschaftlerin und arbeitet sowohl in akademischen wie bildungspolitischen Kontexten. Als Aktivistin/Referentin liegt ihr Schwerpunkt auf internationalen feministischen Praxen, transformativer Gerechtigkeitsarbeit und (Queer-) Embodiment.

ab 19:30 - Zusammentragen der Workshop-Ergebnisse in Plenum und offenes Glühwein- und Punschtrinken

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Aktionen aus 2018 finden sich hier.

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