Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

25. November NEIN zu Gewalt an Frauen, Foto: TERRE DES FEMMES e.V.
Foto: TERRE DES FEMMES e.V.

Triggerwarnung:

Im folgenden Text und den Verlinkungen werden (sexualisierte) Gewalthandlungen und deren Folgen für die Betroffene geschildert, die belastend und retraumatisierend sein können.

Am 17. Dezember 1999 verabschiedet die UN-Generalversammlung unter ihrem Generalsekretär Ban Ki-moon ohne Abstimmung eine Resolution, nach der der 25. November zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, auch „Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen“, bestimmt wurde.  Damals zeigte sich die Generalversammlung „beunruhigt darüber, dass Frauen nicht in den vollen Genuss ihrer Menschenrechte und Grundfreiheiten kommen, und besorgt darüber, dass es nach wie vor nicht gelungen ist, diese Rechte und Freiheiten im Falle von Gewalt gegen Frauen zu schützen und zu fördern“.

Alljährlich soll mit dem internationalen Gedenk- und Aktionstag das öffentliche Interesse auf das Thema Gewalt gegen Frauen gelenkt werden und Strategien zur Bekämpfung in den Mittelpunkt rücken. Der Hintergrund: Jede vierte Frau hat mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Partnerschaftsgewalt erlebt. Auf das Jahr gerechnet, ermordet in Deutschland jeden Tag ein Partner oder Ex-Partner eine Frau - oder versucht es (Quelle BKA: Partnerschaftsgewalt. Kriminalstatistische Auswertung – Berichtsjahr 2017).

Bundesweit bekannt ist die Fahnenaktion von TERRE DES FEMMES e.V. Am 25. November 2001 ließ die Frauenrechtsorganisation zum ersten Mal die Fahnen wehen, um ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. Seither wird die Aktion von zahlreichen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, Parteien, Verbänden und Ministerien aufgegriffen und weitergetragen.

Auch die Universität Potsdam, vertreten durch ihren Präsidenten und die zentrale Gleichstellungsbeauftragte, hisste am 25. November am Campus Neues Palais die TERRE-DES-FEMMES-Fahne "NEIN zu Gewalt an Frauen". Neben einer Rede der zentralen Gleichstellungsbeauftragten wurde dasGedicht "A story like mine" der Künstlerin Halseyvorgetragen, welches diese auf dem NYC Women's March 2018 verlesen hatte.

Hinweis: Auch das Zentrum für Sprachen und Schlüsselkompetenzen (Zessko) der Universität Potsdam veranstaltet vom 25.-29.11.19 eine ganze Aktionswoche zum Thema Gewalt gegen Frauen - weitere Informationen hier.