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Jüdischer Friedhof in Wittenberge

Foto: Martin Wiesche
Einfahrt und Hauptgebäude der Herzschen Ölmühle

In Wittenberge lebten seit Anfang des 19. Jahrhunderts Juden, aber nie in großer Zahl, sodass erst 1923 eine eigene Gemeinde gegründet werden konnte. Trotzdem prägte der jüdische Industrielle Salomon Herz ab 1825 maßgeblich die Geschichte der Stadt und trug dazu bei, dass sich Wittenberge zu einem größeren Industriestandort und Eisenbahnknotenpunkt entwickelte.

Der jüdische Friedhof an der Perleberger Straße wurde ab 1861 genutzt und umfasste in den 1920er Jahren 43 Gräber. Nach Zerstörungen durch die Nationalsozialisten und einer Umgestaltung des Geländes zur Zeit der DDR befindet sich an diesem Ort heute kein Friedhof im eigentlichen Sinne mehr, sondern eine Inszenierung von dreizehn erhaltenen Grabsteinen aus dem Jahr 1962.

Martin Wiesche