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Unterwegs in Südafrika – Vanderbijlpark/Stone-Heaven Resort, 8. Mai, Tag 14

Anglistikstudierende untersuchen die Sprachenvielfalt des Landes
Die Gruppe auf einem Steg. Foto: Diana Banmann

Foto: Diana Banmann

Der letzte Tag, der letzte richtige Tag! Wie ein Mantra geht der Spruch durch unsere Gruppe. Nach der letzten Lesung bei Susan, stopfen wir auf südafrikanische Weise 13 Personen in einen Acht-Personen-Bus und fahren nach Stone-Heaven. Die NWU hat eine Flussfahrt im Sonnenuntergang für uns organisiert. Stone-Heaven erinnert einmal mehr an den grotesken Unterschied zwischen Arm und Reich in diesem Land. Direkt hinter den Townships und kargen Landschaften, die Vanderbijlpark umgeben, sticht das satte Grün des Stone-Heaven Resorts heraus. Klein und verschnörkelt, gestaltet wie ein süddeutsches Bergdörfchen, strahlt das Restaurant ein koloniales Gefühl aus. Besonders die Besucher, zum überwiegenden Teil weiß und offensichtlich der Oberschicht zugehörig, die sich unter weißen Sonnenschirmen in Grüppchen sammeln, verleihen diesem Garten einen – uns unangenehmen – Anschein von Separation. Vom Eingang bis zum Boot wird unser Besuch auf großen Schildern angekündigt.

Die Fahrt ist fast schon kitschig romantisch. Das Oberdeck des Bootes leuchtet in der Abendsonne und die Silhouetten der Bäume am Flussrand lösen einen Fotorausch aus. Auf beiden Uferseiten wird man allerdings wieder an die Dekadenz von Stone-Heaven erinnert. Kilometerlang reiht sich eine Luxusvilla an die nächste, alle mit akkurat gestutzten Rasenflächen, deren Bewässerung wahrscheinlich die der umliegenden Townships übersteigt. Die meisten der Häuser liegen recht verlassen da, werden von ihren Herrschaften nur im Sommer genutzt.

Den Abend beschließen wir mit einem ebenfalls von der Uni organisierten Braai, zu dem auch einige der Studenten eingeladen sind, die wir in den letzten Wochen kennenlernen konnten. Leckeres Essen und weitere Getränke sorgen für eine musikalische Darbietung – abwechselnd in Zulu und Sotho, Deutsch und Irisch. Zum Abschied erheben die Köche, die uns diese Woche verköstigt haben, uns noch in den Rang der „Sisi“ – für Schwester – und „Bru“ – für Bruder. Mit Tränen in den Augen umarmt die Managerin des Quest Resorts jeden einzeln von uns und findet wunderschöne Abschiedsworte: „You know, I'm really gonna miss you guys, you are great! Because you appreciate people!“

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Text: Julius Wolf
Online gestellt: Agnes Bressa

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