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Ein starkes Team


Die Zusammenarbeit zwischen dem Zessko der Universität Potsdam und dem Polonicum der Universität Warschau

Bereits seit 23 Jahren besteht eine rege Zusammenarbeit zwischen dem Zentrum für Sprachen und Schlüsselkompetenzen (Zessko) und dem Zentrum für Polnische Sprache und Kultur (Polonicum). In diesem Rahmen wurden zahlreiche Austausche, Exkursionen, Workshops, Lehr- und Kulturveranstaltungen organisiert.

Bild: Gruppe des didaktischen Workshops 2018 mit Frau Rabczuk (1. Reihe, 4.v.l.); Foto: T. Habbe

Ein Ergebnis dieser fruchtbaren Zusammenarbeit ist das Projekt „Polen – Deutschland so nah und so fern“, welches im Jahr 2013 von Dr. Anna Rabczuk (Polonicum) und Dr. Malgorzata Majewska-Meyers (Zessko) ins Leben gerufen wurde. Seitdem fanden abwechselnd in Warschau und Potsdam insgesamt zwölf Veranstaltungen in verschiedenen Formaten statt: Workshops, Vorträge, multimediale Präsentationen, didaktische Spiele, ein Jazzkonzert mit deutsch-polnischen Repertoire und Autorentreffen (Kabarettist und Schriftsteller Steffen Möller). Das Vorhaben wurde aus verschiedenen Mitteln finanziert, unter anderem aus den Programmen ERASMUS, ERASMUS + sowie aus Mitteln der Universitäten Potsdam und Warschau. Für das Projekt haben die Organisatorinnen und Autorinnen bisher dreimal eine Kooperationsförderung durch KoUP für didaktische Workshops an der Universität Potsdam erhalten: im Jahr 2015 für den Workshop „Wie sagt man JA und meint NEIN und wie sagt man NEIN und meint JA. Die polnische Kunst des Akzeptierens und des Ablehnens.“, 2017 für „Fenster und Spiegel – Entwicklung der kulturellen Kompetenz im Fremdsprachenunterricht“ und 2018 für „Kühl oder emotional? Wie bringen Deutsche und Polen ihre Gefühle zum Ausdruck und warum kann man “Hassliebe” nicht ins Polnische übersetzen“.

Bild: Gruppe des didaktischen Workshops 2018 mit Frau Rabczuk (1. Reihe, 4.v.l.); Foto: T. Habbe
Bild: Dr. Piotr. Kajak, Dr. Małgorzata Majewska-Meyers, Prof. Dr. Grzegorz Leszczynski (Leiter Polonicum)

Die Zusammenarbeit und die damit verbundene Dozierendenmobilität reicht jedoch schon viel weiter zurück. Bereits im Wintersemester 1996/97 unterrichtete Frau Dr. Majewska-Meyers zum ersten Mal in Warschau, damals gefördert durch das Programm Sokrates, später durch Erasmus+. Im folgenden Jahr kamen zwei Dozentinnen aus der Universität Warschau nach Potsdam. Seitdem findet der Dozierendenaustausch jedes Jahr statt. Inzwischen sind die Seminare zur Didaktik des Polnischen als Fremdsprache für Magistranden und Doktoranden sowie Lehrer des Polnischen als Fremd- und Zweitsprache von Frau Majewska-Meyers fester Bestandteil des regulären Studienangebots der Universität Warschau. 

Im Jahr 2013 wurde die Zusammenarbeit um die Mobilität für Mitarbeiter aus Technik und Verwaltung, gefördert im Rahmen von Erasmus+ und kofinanziert von der Initiative „Lifelong Learning“ der Europäischen Union, erweitert. Seit 2013 findet ein regelmäßiger Austausch zwischen MitarbeiterInnen aus Sekretariaten und Bibliotheken des Zessko und des Polonicum statt. Lesen Sie hier einen Erfahrungsbericht. Zuletzt begrüßte Potsdam im Mai 2018 Gäste aus Warschau, u.a. den Vizeleiter des Polonicums Dr. Piotr Kajak.

Bild: Dr. Piotr. Kajak, Dr. Małgorzata Majewska-Meyers, Prof. Dr. Grzegorz Leszczynski (Leiter Polonicum)
Bild: Studentische Päsentationen auf dem Alten Markt in Warschau; Foto: Majewska-Meyers

Auch der Studierendenaustausch wurde durch Sokrates und später Erasmus gefördert. Das Polonicum stiftete für Polonistikstudierende der Universität Potsdam zwischen 1998 und 2008 jährlich bis zu 5 Stipendien zur Teilnahme am Sommersprachkurs der Polnischen Sprache und Kultur. Ca. 30 Studierende konnten davon profitieren und so einen Teil des Propädeutikums absolvieren. Von 2010 bis 2015 wurden weitere solche Stipendien vom Rektor der Universität Warschau vergeben. Im Rahmen des Studiumplus-Moduls „Interkulturelle Kommunikation“ fanden zudem Exkursionen nach Warschau statt. Gastgeber waren hierbei auch das Polonicum und die Universität.

Im Jahr 2016 vergab die Universität Warschau die Auszeichnung „Nagroda Polonicum“ an Frau Majewska-Meyers. Der Preis wird seit 2006 an der Universität Warschau jedes Jahr drei ausgewählten Personen aus der ganzen Welt für besondere Verdienste um die Verbreitung der Polnischen Sprache und Kultur im Ausland verliehen. Die Kandidatinnen und Kandidaten werden von polnischen und ausländischen Institutionen bzw. Personen nominiert. 2016, im Jahr des 60. Jubiläums des Polonicums, konnte zum ersten Mal das Polonicum selbst nominieren. In der Nominierung von Frau Dr. Majewska-Meyers zeigte sich die besondere Würdigung der Zusammenarbeit mit der Universität Potsdam.
Der hohe Stellenwert der Kooperation zwischen den Universitäten drückte sich auch in der Einladung des Prorektors der Warschauer Universität, Prof. Dr. Tadeusz Tomaszewski, zu den Feierlichkeiten zum 25. Jubiläum der Universität Potsdam aus.
In Würdigung des Engagements der Universität Potsdam zur Förderung der polnischen Sprache und Kultur verlieh Prof. Dr. Tomaszewski dem Präsidenten der Universität Potsdam, Prof. Oliver Günther, die anlässlich ihres 200-Jährigen Jubiläums herausgegebene Sonderprägung der Medaille der Universität Warschau.

Bild: Studentische Päsentationen auf dem Alten Markt in Warschau; Foto: Majewska-Meyers

 

Kontakt: Dr. Majewska-Meyers

Text: B. Busch, Dr. D. Gebert, Dr. M. Majewska-Meyers
Veröffentlicht: 02.07.2018