Zum Hauptinhalt springen

BOSNET: Forschung für einen wirksamen Umgang mit digitaler Desinformation

Wie können staatliche Institutionen sowie Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) digitale Desinformation frühzeitig erkennen, bewerten und ihr wirksam begegnen? Dieser Fragestellung widmet sich das neu bewilligte Forschungsprojekt „BOSNET – Behördenübergreifende Informationsbewertung und Austausch von Wissen im Umgang mit Desinformation“, das von Prof. Dr. Stefan Stieglitz, Professor für Wirtschaftsinformatik und Digitale Transformation an der Universität Potsdam, koordiniert wird.

Ziel des Forschungsprojekts BOSNET ist es, die Handlungsfähigkeit von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) im Umgang mit digitaler Desinformation nachhaltig zu stärken. Im Fokus stehen dabei die fundierte Bewertung potenzieller Desinformationsfälle sowie der Aufbau einer behördenübergreifenden Infrastruktur für den Austausch von Wissen und Erfahrungen.

Hierfür entwickelt das Forschungsteam unter anderem ein KI-gestütztes Analysemodul, das die Identifikation und Bewertung von Desinformation unterstützen soll. Ergänzend ist ein Vernetzungsmodul vorgesehen, das den Austausch zwischen den beteiligten Behörden erleichtert und eine koordinierte Aufdeckung sowie Widerlegung von Falschinformationen (Debunking) ermöglicht. Darüber hinaus soll eine zentrale Wissensdatenbank entstehen, in der Erkenntnisse zu Desinformationsfällen, behördlichen Maßnahmen und bewährten Strategien gebündelt und dauerhaft verfügbar gemacht werden.

„Mit BOSNET möchten wir einen Beitrag dazu leisten, das Vertrauen in staatliche Institutionen zu stärken und zugleich aktuelle Herausforderungen wie KI-generierte Desinformation, Deepfakes und koordinierte Desinformationskampagnen in sozialen Medien gezielt adressieren“, erklärt Projektleiter Prof. Dr. Stefan Stieglitz. „Durch die Entwicklung praxisorientierter Lösungen für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben wollen wir zudem den gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Diskurs über den Umgang demokratischer Gesellschaften mit digitaler Desinformation fördern.“

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung: Medieninformation 15-07-2026 / Nr. 064

Veröffentlicht

Online-Redaktion

WiSo-Dekanat