So viele wie noch nie – Zum Wintersemester 2021/22 wurden 115 neue Universitätsstipendien vergeben

Das Bild zeigt die Stipendienfeier im Hörsaal auf dem Campus Griebnitzsee. Das Foto ist von Tobias Hopfgarten.
Foto : Tobias Hopfgarten
Feier zur Übergabe der neuen Universitätsstipendien am 5. November 2021

Zum Wintersemester 2021/22 haben 115 Studierende ein Potsdamer Universitätsstipendium erhalten. Damit konnte die Universität Potsdam 40 Stipendien mehr als im Jahr zuvor vergeben. Auch die Zahl der Spenderinnen und Spender hat sich verdoppelt. Mehr als 44 Paten und Stifter fördern aktuell die jungen Talente, die nun die begehrte finanzielle Unterstützung von 300 Euro pro Monat für ein Jahr bekommen. Am 5. November 2021 wurden die neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten bei einer Festveranstaltung auf dem Campus Griebnitzsee offiziell ausgezeichnet.

Der Präsident der Universität Potsdam, Prof. Oliver Günther, Ph.D., begrüßte die rund 130 Personen im großen Hörsaal auf dem Campus Giebnitzee. „Das zehnte Jahr des Stipendienprogramms traf und trifft in diesem Jahr auf das 30-jährige Bestehen der Uni Potsdam und deshalb ist es auch ein bisschen über sich hinausgewachsen.“ Seit Start des Stipendienprogramms an der Universität Potsdam 2012 wurden 465 engagierte und leistungsstarke Stipendiatinnen und Stipendiaten mit insgesamt fast 1,7 Millionen Euro gefördert. 50 Prozent des Geldes kommt von eingeworbenen Spendern, wie Unternehmen, Stiftungen aber auch Alumni und Freunde der Uni Potsdam. Die anderen 50 Prozent steuert der Bund bei. „In 2021 haben wir unsere Rekorde brechen können. Das macht uns sehr stolz und froh“, sagt Prof. Dr. Florian Schweigert, Vizepräsident für Internationales und Fundraising.

„Das Stipendium ermöglicht Studierenden wie uns, unseren individuellen Träumen, Wünschen oder unserem Drang, die Welt ein Stück zu verbessern, etwas sorgenfreier nachzugehen – denn das Ziel des Potsdamer Universitätsstipendiums ist die Unterstützung hart arbeitender Studierender, welche die ein oder andere Finanzspritze gut gebrauchen können und sich neben dem Studium sozial engagieren“, erklärten die Stipendiatin Anja Henke und der Stipendiat Karol Peters in ihrer gemeinsamen Rede.

Im Monat vor der Stipendienfeier hatte die rund 20-köpfige Auswahlkommission die schwierige Aufgabe, aus den 460 Bewerbungen die geeignetsten Kandidatinnen und Kandidaten auszuwählen. Neben den Studienleistungen zählen hier insbesondere die Motivation, aber auch das ehrenamtliche Engagement und die sozialen Hintergründe der jungen Leuten. Die Gruppe der neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten spiegelt die Diversität der gesamten Studierendenschaft an der Uni Potsdam wider: 65 Prozent Prozent der Ausgewählten sind Frauen und mehr als ein Drittel stammt aus einem nichtakademischen Elternhaus. Rund 20 Prozent sind internationale Studierende und viele der Stipendiatinnen und Stipendien sind (alleinerziehende) Elternteile, Studierende, die Angehörige pflegen oder eine chronische Krankheit oder Behinderung haben.

Elf der vergebenen Stipendien kamen durch die diesjährige Kampagne „Bildung statt Blumen“ zusammen. Die Universität Potsdam hat sich anlässlich ihres 30. Jubiläums zum Ziel gesetzt, 30 Stipendien für Studierende in finanzieller Not zu vergeben. 22 private Spenderinnen und Spender haben die Kampagne bereits unterstützt. Juliane Seip, die sich bislang um das Stipendienprogramm kümmerte, hofft auf weitere Spenderinnen und Spender bis Ende des Jahres, damit die 30 Jubiläumsstipendien zustande kommen. „Das wäre auch ein schönes Weihnachtsgeschenk für unsere Studierenden“, sagt sie.

„Wir konnten aber nicht nur die Zahlen in diesem Jahr steigern. Wir haben unser Stipendienprogramm in den vergangenen mehr als zwölf Monaten inhaltlich stark ausgebaut und haben damit nun deutlich mehr zu bieten – übrigens für Förderer und unsere Studierenden gleichermaßen“, erläutert Prof. Schweigert auf der Stipendienfeier. Gemeint sind damit die neuen Formate der Denkfabriken und Smart Rooms des Universitätsstipendiums.

Der Smart Room ist im Kern ein Weiterbildungsformat. Studierende können darin Skills erlangen, die über das akademische Curriculum hinausgehen. So ergründen beispielweise im Smart Room „Legal Tech“, der von der Wirtschaftskanzlei ADVANT Beiten unterstützt wird, zehn Jura- und Informatikstudierende gemeinsam, ob Technologien den Anwalt oder die Anwältin ersetzen werden und ob die Rechtspraxis quasi komplett revolutioniert wird. Und auch im Smart Room „Mobility“ von Volkswagen blicken die Teilnehmenden in Workshops gemeinsam nach vorn – in die Zukunft des Autos und des Fahrens.

Zum Wintersemester 2021/22 haben erstmals auch zwei Denkfabriken der Universität Potsdam ihre Arbeit aufgenommen. In der Ökologischen Forschungsstation der Uni Potsdam Gülpe – am dunkelsten Ort Deutschlands – traf vor Beginn des Wintersemesters die Denkfabrik Scriptio Continua – Antike und Gegenwart“ auf die Helmholtz-Denkfabrik“ zu einem Auftakt-Workshop.

Beide Denkfabriken könnten thematisch kaum unterschiedlicher sein. Während die eine die Relevanz der Antike für unsere Gegenwart mithilfe von GeoCaching verdeutlichen will, brainstormt die andere zu naturwissenschaftlichen Escape Games. Diese sollen helfen, spielerisch und mit verschiedenen Experimentstationen die Rätsel von Naturerscheinungen zu lösen.

In einer Denkfabrik forschen 10 bis 15 Studierende ein Jahr lang gemeinsam an einem Forschungsthema. Der Inhalt und auch die Art und Weise, wie geforscht wird, verhandeln die Studierenden vorab gemeinsam mit den wissenschaftlichen Betreuenden.

Die Universität Potsdam dankt allen Förderern des Potsdamer Universitätsstipendiums 2021/22!

Impressionen von der Veranstaltung

Sie möchten auch fördern?

Sie möchten Förderin oder Förderer des Universitätsstipendiums werden? Haben weitere Fragen oder Ideen? Dann sprechen Sie uns gerne an. Wir möchten gemeinsam mit Ihnen das Stipendienprogramm der Universität Potsdam gestalten.

Ansprechpartnerin:

Juliane Seip
Telefon: 0331 977-1431
E-Mail: stipendiumuni-potsdamde
Webseite: https://www.uni-potsdam.de/de/universitaetsstipendium