MINT-Bildung verbessern in der Helmholtz-Denkfabrik

Helmholtz
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„Staubige“ Physik, „komplizierte“ Biologie oder Chemie – der Schulunterricht muss attraktiver werden, so die Forderung vieler Eltern und der Politik. Deshalb möchte die Universität Potsdam zum 200. Geburtstag des Allround- Wissenschaftlers eine „Helmholtz-Denkfabrik“ gründen.
In der Denkfabrik arbeiten die besten 20 Studierenden aus verschiedenen MINT-Fächern mindestens ein Jahr lang gemeinsam daran, die naturwissenschaftliche Bildung spannender zu gestalten, indem sie Experimenterfahrungen und digitale Angebote nicht nur für die Helmholtz-PhänoMINTa, sondern auch für das (digitale) Klassenzimmer konzipieren. Helmholtz schwebte zeit seines Lebens eine Ausbildungsstätte vor, in der die besten Forscher mit Leidenschaft ihre Studierenden bilden und in ihnen Begeisterung für wissenschaftliches Arbeiten wecken. Dieses Ideal dient uns als Vorbild für die Einrichtung der Helmholtz-Denkfabrik, mit deren spezieller Struktur wir einen Ort schaffen, in dem Studierende ihr wissenschaftliches Potenzial frei entfalten können.

Wie funktioniert die Denkfabrik?

Die Denkfabrik ist ein neues Format im Rahmen des Deutschlandstipendien-Programms. Es bietet einen flexiblen Rahmen, um die Vermittlung von Naturwissenschaften im digitalen Zeitalter aus möglichst vielen Perspektiven zu bearbeiten. In der Helmholtz-Denkfabrik verschwimmen die klassischen Grenzen zwischen den Fachgebieten. Biologen, Chemiker, Informatiker und Physiker arbeiten gemeinsam mit Hilfe der Methode des Design Thinkings daran, Experimentier-Miniaturen zu entwickeln, die sie in hauseigenen Schülerlaboren ausprobieren können und anschließend gemeinsam mit Fachwissenschaftlerinnen und Fachwissenschaftlern auswerten. Erprobte und für gut befundene Konzepte sollen in die Lehrendenbildung integriert und künftig – als konkrete Unterrichtsmaterialien – in die Schulen eingehen.

Wie wird man Stipendiatin oder Stipendiat der Denkfabrik?

Die Ausschreibung richtet sich an der Bachelor/Master-Studierende sowie lehramtsbezogene-/nicht-lehramtsbezogene Studiengänge der folgenden Fächer, sofern sie thematisch und methodisch ein Interesse für die Fragestellungen und Schwerpunkte der „Helmholtz-Denkfabrik“ nachweisen: Mathematik; Informatik; Biochemie und Biologie; Chemie; Geowissenschaften; Physik. Interessierte Studierende bewerben sich über das allgemeine Bewerbungsformular des Potsdamer Universitätsstipendiums. Für die Bewerbung auf eine Denkfabrik ist ein zusätzliches Essay erforderlich, welches im Bewerbungsformuluar hochgeladen wird. Mit der Bewerbung für eine Denkfabrik bewerben sich Studierende gleichzeitig auch auf das allgemeine Universitätsstipendium. Zwei unterschiedliche Bewerbungen sind daher nicht nötig. Neben den allgemeinen Auswahlkriterien des Potsdamer Universitätsstipendiums wird für das Stipendium in der Denkfabrik eine aktive Teilnahme vorausgesetzt.

Ausschreibung

Ausschreibung zur Helmholtz-Denkfabrik

Hier finden Sie die Ausschreibung für die Bewerbung um einen Platz in der Helmholtz-Denkfabrik.


Prof. Dr. Florian J. Schweigert, Vizepräsident für Internationales und Fundraising

„Auf unsere neu entwickelten Formate sind wir besonders stolz. Die Förderung und Vernetzung des exzellenten Nachwuchses in thematisch fokussierten Denkfabriken stellt die Entfaltung aller Potenziale in den Mittelpunkt.“

Kluge Ideen und Köpfe unterstützen

Ziel der Denkfabrik ist es, das Potential von Studierenden der MINT-Fächer angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels noch stärker zu fördern. Für die Umsetzung der Denkfabrik sind wir stetig auf der Suche nach Unterstützerinnen und Unterstützern. Mit insgesamt 35.000 Euro pro Jahr unterstützen Sie 15 Studierende verschiedener Fachrichtungen in einer Denkfabrik:

  • 15 Stipendien zu je 1.800 Euro (insgesamt 27.000 Euro).
  • Das Bundesministerium für Bildung und Forschung in Deutschland steuert den gleichen Betrag bei (Matching Funds).
  • 8.000 Euro werden für die Gestaltung des Programms verwendet, z.B. für BarCamp, „Bergfest“ oder die Präsentation der Ergebnisse.

Prof. Dr. Florian J. Schweigert, Vizepräsident für Internationales und Fundraising

„Auf unsere neu entwickelten Formate sind wir besonders stolz. Die Förderung und Vernetzung des exzellenten Nachwuchses in thematisch fokussierten Denkfabriken stellt die Entfaltung aller Potenziale in den Mittelpunkt.“