Fakultätspreise für herausragende Studienabschlüsse
Leopold-von-Buch-Preis für den besten Bachelorabschluss des Jahrgangs
Preisträger 2026
Mit dem Leopold-von-Buch-Preis wird Jakob Heidrich ausgezeichnet. Der Preis ist mit 300 Euro dotiert und wird mit Unterstützung der UP Transfer GmbH ausgelobt. Der Namensgeber stammt aus der Uckermark und gilt als einer der ersten geologischen Feldforscher.
Jakob Heidrich hat das Bachelorstudium Mathematik mit der Bestnote 1,0 abgeschlossen. In seiner Abschlussarbeit untersuchte er die Hardy-Ungleichung – ein wichtiges Werkzeug im Zusammenhang mit partiellen Differentialgleichungen. Er übertrug den methodischen Ansatz für eine verbesserte Hardy-Ungleichung vom kontinuierlichen auf den diskreten Fall und identifizierte dabei eine bislang unbekannte Konstante.
Bisherige Preisträger
Jacob-Jacobi-Preis für den besten Masterabschluss des Jahrgangs
Preisträger 2026
Den Jacob-Jacobi-Preis erhalten Cara Bielig und Jillian Denise Hoffmann. Der mit insgesamt 500 Euro dotierte Jacob-Jacobi-Preis ist nach dem in Potsdam geborenen Mathematiker Carl Gustav Jacob Jacobi benannt und wird vom Leibniz-Kolleg Potsdam finanziert.
Cara Bielig hat ihr Studium in Remote Sensing, geoInformation and Visualization mit Auszeichnung bestanden. In ihrer Abschlussarbeit entwickelte sie eine innovative Methode, um komplexe räumliche Strukturen zu analysieren. Dazu kombinierte sie sogenannte „recurrence plot“-basierte Methoden zur nichtlinearen Datenanalyse mit statistischen Verfahren und geometrischen Konzepten. Ihr neuartiger Ansatz ist hochrelevant für aktuelle Forschungsfragen in der Klassifikation, im Monitoring oder in der Früherkennung.
Der Abschluss von Jillian Denise Hoffmann im Fach Biochemistry and Molecular Biology wurde mit Auszeichnung bewertet. Ihre Masterarbeit verbindet Genetik, Molekularbiologie, Biochemie und Mikroskopie. Sie erforschte, wie ein zellulärer Signalmechanismus die Funktion von Fettzellen beeinflusst und damit möglicherweise eine Rolle für entzündliche Erkrankungen spielt. Ihre an der Charité Berlin gewonnen Ergebnisse sind potenziell klinisch relevant für das Verständnis der Entstehung und die Behandlung chronisch-entzündlicher Darmkrankheiten.
Bisherige Preisträger
Michelson-Preis für die beste Promotion des Jahres
Preisträger 2025
Der Michelson-Preis im Jahr 2025 wird geteilt und geht an Dr. Leonna Szangolies und Dr. Erik Kalz. Der nach dem Physik-Nobelpreisträger Albert Abraham Michelson benannte Preis ist mit insgesamt 1.500 Euro dotiert und wird mit Unterstützung der UP Transfer GmbH an der Universität Potsdam ausgelobt.
In ihrer Promotion an der Universität Potsdam erforschte die Ökologin Dr. Leonna Szangolies den Biodiversitätsverlust durch Landschaftsveränderungen. Sie entwickelte einen neuartigen Modellierungsansatz, mit dem sich untersuchen lässt, wie, wann und warum bestimmte Tierarten sich einen gemeinsamen Lebensraum teilen. Ihre innovative Arbeit adressiert eine der zentralen Herausforderungen der Ökologie: die Übertragung von individuellem Verhalten auf die Raum-Zeit-Dynamik ganzer Artengemeinschaften.
Dr. Erik Kalz ist theoretischer Physiker und hat zur Bewegung kleiner Teilchen in Flüssigkeiten promoviert. In herkömmlichen diffusen Systemen verlangsamen Zusammenstöße typischerweise die Teilchenbewegung. Im Gegensatz dazu können in den von ihm untersuchten „Odd-diffusive“-Vielteilchensystemen Wechselwirkungen zwischen den Teilchen die Bewegung eines einzelnen Teilchens verstärken. Seine Forschung lässt sich anwenden auf Bewegungsmuster biologischer Einzeller oder Transportprozesse im interstellaren Plasma.
Bisherige Preisträger
Geschäftsstelle Studium und Lehre
Dr. Antonia Menski
- Universität Potsdam
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Raum 2.28.1.089
Karl-Liebknecht-Str. 24-25
14476 Potsdam