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Neues Steuerungsmodell (NSM)

Das Neue Steuerungsmodell (NSM) ist so komplex, dass es sich losgelöst vom Verwendungszweck einer Definition entzieht. Es werden deshalb mehrere Beschreibungen angeboten. Alle Ausführungen im Textteil dieses Buches greifen auf das NSM zurück.
- Das NSM ist die für die deutsche Kommunalverwaltung entwickelte Ausprägung des New Public Management, einer Veränderungsphilosophie der westlichen Industriestaaten, die Verwaltungen/Bürokratien zu modernen Dienstleistern umbaut, die Gemeinwohlinteressen mit modernen betriebswirtschaftlichen Methoden wahren. Es sucht nach Gemeinsamkeiten mit Unternehmen.
- Das NSM ist eine Veränderungsphilosophie, die im Gegensatz zu bisherigen sektoralen Verbesserungsansätzen ein Gesamtkonzept zur Erneuerung und Überlebenssicherung der Kommunen anbietet.
- Das NSM beschreibt ein Leitbild moderner Verwaltung, das von Zielorientierung, Wirtschaftlichkeit und Orientierung am Markt, Wettbewerb und Kundenorientierung beherrscht ist. Es dient als Grundlage örtlicher Leitbilder.
- Das NSM beschreibt einen örtlich zu gestaltenden Reorganisationsprozess, bei dem durch Umdenken, Lernen, Beteiligung und Verantwortung der Einzelnen Potenziale und Reserven voll genutzt werden.
- Das NSM klärt die Rollen und Verantwortlichkeiten von Politik, Verwaltungsführung und Teilsystemen mit dem Zweck der Optimierung. Es respektiert die führende Rolle der Politik.
- Das NSM schafft für die Verwaltung ein Steuerungs- und Handlungssystem mit Autonomie, die es bisher nur bei rechtlicher Verselbständigung gab.
- Das NSM verfügt über einen Bestand an Instrumenten, die sich gegenseitig verstärken und sich daher nicht beliebig einsetzen lassen werden.
- Das NSM ist ein für Weiterentwicklungen offenes Konzept.