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C

Cash-Flow

Im neuen Haushalts- und Rechnungswesen wird der Überschuss der Einnahmen über die Ausgaben des Verwaltungshaushalts (ohne die Zuführung an den Vermögenshaushalt, die es im neuen System nicht mehr gibt) als Cash-Flow (Umsatzüberschuss) bezeichnet. Exakt wird der Cash-Flow ermittelt, indem das Ergebnis des Verwaltungshaushalts um ausgabeunwirksame Aufwendungen und gegebenenfalls einnahme unwirksame Erträge bereinigt wird. Ein Cash-Flow entsteht wenn und insoweit
- der Verwaltungshaushalt einen Überschuss aufweist,
- im Verwaltungshaushalt Aufwendungen enthalten sind, die schon in früheren Perioden zu Ausgaben führten (z. B. Abschreibungen),
- im Verwaltungshaushalt Aufwendungen enthalten sind, die erst in späteren Perioden zu Ausgaben führen (z. B. Zuführungen zu Rückstellungen).
Der Cash-Flow gibt Auskunft über die Höhe der im Verwaltungshaushalt erwirtschafteten und zugeflossenen liquiden Mittel, die grundsätzlich zur (Innen-)Finanzierung insbesondere von Investitionen zur Verfügung stehen.

Change-Management, Veränderungsmanagement

Contracting-Out

Unter Contracting-Out versteht man die Beauftragung eines Dritten mit der Erstellung einer Leistung, die bisher von der eigenen Verwaltung erbracht wurde, wobei die politische Verantwortung (Gewährleistung) bei der Kommune verbleibt. Bei Contracting-Out handelt es sich also nicht um einen Fall der Privatisierung im eigentlichen Sinne, sondern um eine make-or-buy-Entscheidung. Möglichst unter Wettbewerbsbedingungen wird entschieden, ob es günstiger ist, eine Leistung selber zu produzieren oder damit eine andere Verwaltung, einen Wohlfahrtsverband oder ein privates Unternehmen zu beauftragen. Beispiele für Contracting-Out reichen von der Ermittlung nicht versteuerter Hunde über Jugendmusikschulen bis zur Müllabfuhr (Outsourcing).

Controlling

Controlling ist ein System zur Unterstützung von Führungskräften bei ihren Planungs-, Steuerungs- und Kontrolltätigkeiten.
Typische Controllingfragen sind:
- Zum Planungsprozess:
Sind die Ziele und die erwarteten Wirkungen klar und operational definiert?
Sind die Ziele von den Beteiligten akzeptiert?
Entsprechen die angenommenen Voraussetzungen (Szenarien) der relevanten Umwelt?
Eignen sich die vorgesehenen Maßnahmen (Produkte, Projekte) zur Zielerreichung?
Sind die Maßnahmen im erforderlichen Umfang und detailliert genug durchgeplant?
Sind alle wichtigen Störfaktoren berücksichtigt?
Sind die Nutzen-Kosten-Verhältnisse akzeptabel?
- Zum Umsetzungsprozess:
Ist organisatorisch Vorsorge dafür getroffen worden, dass die Führung den Umsetzungsprozess beherrschen kann?
Werden die geplanten Maßnahmen auch tatsächlich umgesetzt?
Funktioniert das Frühwarnsystem insbesondere des Berichtswesens, so dass Gegensteuerungsmaßnahmen rechtzeitig ergriffen werden können?
Wo liegen Schwerpunkte, wo Engpässe?
- Zum Kontrollprozess:
Ist ausreichende Kontrolle organisatorisch sichergestellt?
Sind alle Kontrollen der Abläufe und alle Kontrolleinrichtungen wirtschaftlich?
Ist gewährleistet, dass Soll-Ist-Vergleiche angestellt und dass die Erkenntnisse an die richtigen Stellen gelangen und dort richtig verarbeitet werden?
Controlling arbeitet, indem es
- die Informationsversorgung organisiert,
- das Berichtswesen konzipiert,
- Kennzahlen und Indikatoren entwickelt,
- die Informationen zukunftsorientiert auswertet,
- Soll-Ist-Vergleiche anstellt und Abweichungen analysiert,
- Vorschläge für steuernde Eingriffe erarbeitet,
- alternative Lösungen aufzeigt,
- für Koordination sorgt und
- darauf dringt, dass Entscheidungen getroffen werden.
In größeren Verwaltungen sind zur Wahrnehmung der Controllingaufgaben eigene Controllingstellen einzurichten. Dabei unterstützt
- zentrales Controlling
Politik und Verwaltungsführung bei der Gesamtsteuerung der Verwaltung,
- dezentrales Controlling
die Leiter größerer Organisationseinheiten bei deren Binnensteuerung.
Im Hinblick auf die zugrunde liegenden unterstützten Prozesse können ferner strategisches und operatives Controlling unterschieden werden:
- Strategisches Controlling
kümmert sich gesamtheitlich um die längerfristigen Aspekte der Ziel- und Aufgabenentwicklung und der Erfolgskontrolle einer Organisationseinheit.
- Operatives Controlling
konzentriert sich in eher kurz- bis mittelfristiger Perspektive auf die laufenden Prozesse im Rahmen der jeweils für die Organisationseinheit gegebenen Ziele und sonstigen Bedingungen.

Corporate Image

Unter Corporate Image (C.I.) versteht man den Inbegriff aller Anstrengungen, die der Außenwelt das Bild einer Organisation vermitteln, das diese selbst anstrebt. Das vornehmliche Medium ist damit die Kommunikationspolitik in Form von Öffentlichkeitsarbeit. Corporate Image sollte sich aus dem Verwaltungsleitbild ergeben. Es ist nur dann nachhaltig nach außen zu vermitteln, wenn es innen als Corporate Image gewollt, verstanden und gelebt wird. Andererseits nutzt die beste Verwaltungskultur nichts, wenn sie von der Außenwelt nicht oder anders wahrgenommen wird. Corporate Image entsteht und entwickelt sich auch an dem, was die Bürger im Alltagskontakt erleben. Daher ist die Qualitätspolitik im Sinne von Qualitätsmanagement ein ebenso wichtiges Instrument wie die Kommunikationspolitik im Sinne von Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder von kommunalem Marketing. Ein weiteres Instrument zur öffentlichen Wahrnehmung kommunalen Handelns und Auftretens ist das Corporate Design (C. D.). Dabei tritt die Kommune mit jeweils gleich bleibendem Schriftzug, Logo, Farbe etc. auf, um als solche erkennbar zu sein. Alle drei genannten Strategien verstärken einander, um Identifikation der Bürger mit ihrer Gemeinde, Stadt, ihrem Kreis zu stärken. Diese Informationen sollen zeigen, dass Corporate Image im Rahmen eines isolierten oder an eine kreative Agentur zu vergebenden Kampagne-Auftrags allenfalls an der Oberfläche entstehen kann. Der Einstieg über ein Leitbild, das gelebt wird und Imagewirkungen erzeugt, entspricht den Bedürfnissen der Kommunen eher.

Cost-Center, Kostenzentrum

Customizing

Als Customizing wird die Anpassung und Einstellung einer Standard-Software auf die spezifischen und konkreten Anforderungen des Anwenders bezeichnet.