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Abgeschlossene Projekte

Projektverbund "Digitalisierungsbezogene und digital gestützte Professionalisierung von Sport-, Musik- und Kunstlehrkräften"(DigiProSMK)

Ziel

Ziel des Verbundvorhabens DigiProSMK ist die Entwicklung von nachhaltigen bundesländerübergreifenden Fortbildungen für eine zukunftsorientierte, digitalisierungsbezogene und digital gestützte Professionalisierung von Lehrkräften in den Fächern Sport, Musik und Kunst (SMK). Die Arbeit des Verbunds fördert einen fach- und mediendidaktisch hochwertigen sowie digital gestützten Unterricht. Die kooperierenden Hochschulen nehmen damit ihre Verantwortung wahr, Erkenntnisse aus Lehre und Forschung in die 3. Phase der Lehrkräftebildung zu transferieren und dauerhaft Strukturen der Zusammenarbeit in allen beteiligten Bundesländern zu entwickeln bzw. nachhaltig zu unterstützen.

Konzept

Die Gemeinsamkeiten sowie die Besonderheiten der SMK-Fächer berücksichtigend, gliedert sich die Arbeit des Projektverbundes in drei Schwerpunktbereiche:
 

  1. Professionalisieren mit digitalen Medien
  2. Professionalisieren für digitale Medien
  3. Transfer, Nachhaltigkeit und Qualitätssicherung

Schwerpunkt 1: Professionalisieren von Lehrkräften in den Fächern Sport, Musik und Kunst für digitale Medien

Beim ersten Schwerpunkt wird das Ziel verfolgt, fachspezifische, fächerübergreifende und überfachliche digitalisierungsbezogene Kompetenzen zu entwickeln sowie die Digitalisierung und fachliche Implikationen als Unterrichtsgegenstand in Sport, Musik und Kunst zu thematisieren. Der bewusste und professionelle Medieneinsatz (z. B. virtuelle Realitäten) soll durch Reflexionen der Medienarrangements zur Professionalisierung von Lehrkräften genutzt werden.

Schwerpunkt 2: Professionalisieren von Lehrkräften in den Fächern Sport, Musik und Kunst mit digitalen Medien

Im zweiten Schwerpunkt wird angestrebt, Wahrnehmungs- und Entscheidungsprozesse von Sport-, Musik- und Kunstlehrkräften durch digitale Technologien zu fördern sowie Wahrnehmungsprozesse bei Schüler:innen applikationsgestützt zu visualisieren und zu analysieren. Im Sinne der Professionalisierung mit digitalen Medien wird zudem das Ziel verfolgt, digitale Medien zu nutzen, um Lehrkräfte der Fächer Sport, Musik und Kunst für den didaktisch reflektierten und damit lernwirksamen Einsatz digitaler Medien im Fachunterricht zu befähigen.

In beiden Schwerpunkten, dem Lernen mit als auch dem Lernen über Medien, wird berücksichtigt, dass elementare fach- und medienübergreifende Stützstrategien in den Bereichen Selbstreguliertes Lernen (SLR) und Medienbildung sowie die lernförderliche Gestaltung digitaler Lernmaterialien essenziell sind.

Schwerpunkt 3: Transfer, Nachhaltigkeit und Qualitätssicherung

Im dritten Schwerpunkt wird eine systematische Vernetzungsstrategie entwickelt. Entsprechend dem Konzept der partizipativen Transfer- und Implementationsforschung ist hierbei eine länderübergreifende Kooperation geplant, welche die Landesinstitute als nachhaltiges Fundament der systematischen Fortbildungsentwicklung und -implementation vorsieht. Dadurch wird die länder- und phasenübergreifende Kooperation sämtlicher Akteur:innen, die in die Organisation des Lehrens und Lernens in einer digitalen Welt involviert sind, gestärkt.

Diese Schwerpunkte sind inhaltlich wie strukturell miteinander verknüpft und werden von insgesamt sechs überregionalen Communities of Practice (CoP) bearbeitet. Der Arbeitsbereich Fachdidaktik Sport unter Berücksichtigung der Primarstufe (Leitung: Prof. Dr. Esther Pürgstaller) ist im Schwerpunkt 1 im CoP 1 verankert.

CoP 1: Teilprojekt „Körperlichkeit im Kontext digitaler Medienkulturen“

Das Projektteam der Universität Potsdam ist im Teilprojekt „Körperlichkeit im Kontext digitaler Medienkulturen“ beteiligt. Digital-ästhetische Praktiken auf Sozialen Medien, in denen der Körper im Mittelpunkt steht, nehmen eine hohe Bedeutung in der Lebenswelt von Heranwachsenden ein. Dabei werden spezifische Bewegungs- und Umgangsweisen sowie Körperverständnisse propagiert, die einen Einfluss auf das Sport- und Körperverständnis von Schüler:innen nehmen können. Somit sind digital-ästhetische Praktiken auch für den Kinder- und Jugendsportunterricht bedeutsam. Allerdings wird dieser Themenbereich bei Sportlehrkräftefortbildungen bisher kaum berücksichtigt. Hier setzt das Teilprojekt im Fachbereich Sport an und entwickelt Fortbildungen für Sportlehrkräfte.

In einem ersten Schritt werden in der Konzeptionsphase zunächst Bedarfsanalysen durchgeführt in Form von Literaturrecherchen, Recherchen zu bestehenden Fortbildungsangeboten und geeigneten OERS sowie der Befragung von Sportlehrkräften zu Fortbildungsbedarf, Kompetenzen, Nutzen von Sozialen Medien im Sportunterricht u.ä. Darauf aufbauend werden in einem zweiten Schritt Fortbildungen für Sportlehrkräfte konzipiert, durchgeführt und evaluiert, die das Lernen über digitale Medien zum Thema machen und Lehrkräfte in ihrer digitalisierungsbezogenen Professionalisierung unterstützen. Diese beinhalten u.a. theoretische Einheiten in Form von E-Learning-Kursen und auch konkretes Praxismaterial. Das Unterrichtsmaterial wird in der Schul- und Universitätspraxis in mehreren Zyklen erprobt und mittels teilnehmender Beobachtung, Gruppendiskussion und leitfadengestützten Interviews mit Studierenden, Schüler:innen und Sportlehrkräften evaluiert. Im Mittelpunkt stehen dabei Körperbilder und -verständnisse in Sozialen Medien und deren Auswirkungen auf die Körperlichkeit der Anwender:innen.

Die Vorbereitung der Lehrkräfte für die Begleitung ihrer Schüler:innenschaft zum autonomen und reflexiven Umgang mit digitalen Medienkulturen und die Handreichung von Lehr-Lernsequenzen, die ein gesundes und vielfältiges Körperverhältnis unterstützen, sind erklärte Ziele unserer Fortbildungsformate. Infos zum Projekt finden Sie auch unter: lernen.digital/verbuende/digiprosmk/

 

 

Laufzeit: 08/2023 – 02/2026

Projektteam: Prof. Dr. Esther Pürgstaller (Leitung), Eva Kubitza (akademische Mitarbeiterin), Heike Kuhlmann (akademische Mitarbeiterin)

Kooperationspartner:innen:

Prof. Dr. Andreas Dreyer (Bauhaus-Universität Weimar)

Prof. Dr. Michaela Kaiser (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg)

Prof. Dr. Klaus Gereon Beuckers (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)

Prof. Dr. Thilo Kleickmann (Christian-Albrechts-Universität zu Kiel)

Prof. Dr. Chris Wahl (Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF)

Prof. Dr. Oliver Krämer (Hochschule für Musik und Theater Rostock)

Prof. Dr. Raphael Zender (Humboldt-Universität zu Berlin)

Prof. Dr. Annette Ziegenmeyer (Musikhochschule Lübeck)

Prof. Dr. Michael Pfitzner (Universität Duisburg-Essen)

Jun.-Prof. Dr. David Wiesche (Universität Duisburg-Essen)

Prof. Dr. Christian Reintjes (Universität Osnabrück)

Prof. Dr. Ferdinand Stebner (Universität Osnabrück)

Prof. Dr. Andreas Brenne (Universität Potsdam)

Prof. Dr. Steve Nebel (Universität Potsdam)

Mittelgeber:

Finanziert von der Europäische Union – NextGenerationEU und gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung

Transferstelle im Kompetenzverbund lernen:digital

Ziel:
Als Transferstelle des Kompetenzverbunds lernen:digital erarbeiten wir evidenzbasierte Angebote für die Professionalisierung von Lehrkräften und für die digitalisierungsbezogene Schulentwicklung. Wir bündeln Forschungsergebnisse aus den Kompetenzzentren, vernetzen Wissenschaftler:innen, Lehrkräfte, Schulleitungen und Akteur:innen aus der Bildungsverwaltung und gestalten so den Dialog und Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis. Auf diese Weise schaffen wir eine nachhaltige Zusammenarbeit bei der Gestaltung der Transformation von Schule und Unterricht in einer Kultur der Digitalität. Das ist von Bedeutung, da eine hochwertige Lehrkräftebildung Voraussetzung für die notwendige Transformation der Schulen ist. So stellen wir sicher, dass Schüler:innen aktiv und selbstwirksam an unserer Gesellschaft teilhaben und zu Gestalter:innen ihrer digital geprägten Zukunft werden. Der Schlüssel dazu ist guter Unterricht, der sie beim Aufbau fachlicher und überfachlicher Kompetenzen individuell fördert. Der Arbeitsbereich Fachdidaktik Sport unter Berücksichtigung der Primarstufe an der Universität Potsdam zielt insbesondere auf die Vernetzung der Akteure in den Projektverbünden im Fach Sport. Die Aktivitäten liegen in der Identifizierung von Synergien für die übergreifende Zusammenarbeit und in der Unterstützung bei der Aufbereitung von wissenschaftlichen Ergebnissen für die Praxis.

Konzept:
Der Kompetenzverbund lernen:digital besteht aus vier Kompetenzzentren und einer Transferstelle.
In den lernen:digital Kompetenzzentren arbeiten Projektverbünde aus wissenschaftlichen Einrichtungen in rund 180 Forschungs- und Entwicklungsprojekten an Fort- und Weiterbildungen sowie an Materialien für digital gestützten Unterricht in den jeweiligen Fächern. Zudem entstehen qualitativ hochwertige und praxisnahe Professionalisierungsangebote rund um die digitalisierungsbezogene Schulentwicklung.
Die vier Kompetenzzentren beginnen gestaffelt mit ihrer Arbeit. Den Beginn macht das Kompetenzzentrum MINT am 1. April 2023, gefolgt von den Kompetenzzentren Sprache/Gesellschaft/Wirtschaft am 1. Juni 2023, Musik/Kunst/Sport am 1. Juli 2023 und Schulentwicklung am 1. August 2023.
Die lernen:digital Transferstelle übernimmt im Kompetenzverbund eine Schnittstellenfunktion und garantiert den systematischen Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis. Sie führt die wissenschaftliche Expertise in den Projektverbünden zu Kompetenzzentren zusammen, betreibt nutzeninspirierte Forschung zu transferrelevanten Fragestellungen und vernetzt die Akteur:innen im Austausch mit den Landesinstituten für Lehrkräftebildung, der Bildungsverwaltung und der Bildungspolitik. Die Transferstelle setzt sich zusammen aus Universitäten, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Praxispartnern. Die Leitung der Transferstelle wird von der Universität Potsdam koordiniert. Mehr Infos zum Projekt finden Sie unter: https://lernen.digital/transferstelle/

Laufzeit: 02/2023-06/2026

Kooperationspartner:innen:

Prof. Dr. Isabell van Ackern (Universität Duisburg-Essen)

Prof. Dr. Andreas Borowski (Universität Potsdam)

Prof. Dr. Taiga Brahm (Universität Tübingen)

Jacob Chammon (Forum Digitalisierung)

Prof. Dr. Ulrike Cress (Leibniz- Institut für Wissensmedien)

Prof. Dr.Hanna Dumont (Universität Potsdam)

Dr. Manuela Endberg (Universität Duisburg-Essen)

Prof. Dr.Cornelia Gräsel (Bergische Universität Wuppertal)

Prof. Dr. Doris Holzberger (Technische Universität München)

Prof. Dr. Ulrich Kortenkamp (Universität Potsdam)

Prof. Dr.Moritz Krell (IPN – Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik, Kiel/Berlin)

Prof. Dr. Mareike Kunter (DIPF – Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformationen)

Prof. Dr. Andreas Lachner (Eberhard-Karls-Universität Tübingen)

Prof. Dr. Rebecca Lazarides (Universität Potsdam)

Prof. Dr. Frank Lipowsky (Universität Kassel)

Prof. Dr. Ulrike Lucke (Universität Potsdam)

Prof. Dr. Knut Neumann (Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik)

Prof. Dr. Hans Anand Pant (Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik)

Prof. Dr., Ilka Parchmann (Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik)

Prof. Dr. Susanne Prediger (Technische Universität Dortmund)

Prof. Dr. Dirk Richter (Universität Potsdam)

Prof. Dr. Marc Rittberger (DIPF – Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformationen)

Prof. Dr. Katharina Scheiter (Universität Potsdam, Verbundkoordinatorin)

Prof. Dr. Josef Schrader (Deutsches Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für lebenslanges Lernen)

Prof. Dr. Tina Seidel (Technische Universität München)

Prof. Dr. Nadine Spörer (Universität Potsdam)

Dr. Anne Thillosen (Leibniz-Institut für Wissensmedien)

Mittelgeber:
Finanziert von der Europäische Union – NextGenerationEU und gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung 

Bewegung und körperliche Aktivität während der Covid-19 Pandemie

Bewegung und körperliche Aktivität während der Covid-19/Corona-Pandemie: Einflussfaktoren und Auswirkungen auf Fitness, Motorik und Koordination am Beispiel einer Grundschulkohorte

Forschungsziel

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Alltag und das Verhalten von Kindern und Jugendlichen sind bislang noch unzureichend erforscht. Ein oft diskutierter Bestandteil des gesunden Aufwachsens ist das Bewegungsverhalten von Kindern und Jugendlichen während der Lockdown-Phasen und dem Ausfall von Sportangeboten und Sportunterricht. Es besteht eine Forschungslücke zu den Fragestellungen

a.) wie sich das Bewegungsverhalten von Kindern in Relation zu Vergleichsdaten außerhalb der Corona-Zeit verhält;

b.) welche Bedingungsfaktoren im Elternhaus (Soziodemografie, Einstellungen, Elternverhalten) das Bewegungsverhalten der Kinder beeinflussen;

c.) welche Rolle hierbei digitale Medien spielen und schließlich

d.) wie sich die Corona-Pandemie auf die Entwicklung wichtiger Determinanten physischer und psychischer Gesundheit im Längsschnitt auswirkt (Fitness, Koordination, motorische Fertigkeiten, BMI und psycho-soziale Gesundheit).

In einem Lehr-Forschungsprojekt an der WWU Münster wurden in den letzten Jahren an einer Grundschule (NRW) jährlich Daten zur Entwicklung der physischen Fitness, zu motorischen Kompetenzen und zu koordinativen Fähigkeiten erhoben. Begleitet wurden die Untersuchungen durch Befragungen zum physischen Selbstkonzept, zur Motivation, Sportfreude und zum Bewegungsverhalten der Kinder. Die letzte Erhebung des Projekts fand in der Woche vor dem ersten Corona-Lockdown (09. – 13.03.2020) statt. Somit liegen einmalige Prä-Corona-Daten vor. Ziel des Projektvorhabens ist es, diese Daten mit einer Post-Corona-Testung nach einem Jahr (April 2021) zu vergleichen und somit Aufschluss über die Entwicklung verschiedener Parameter der motorischen Leistungsfähigkeit im Kindesalter während des Corona-Lockdowns zu erlangen.

Methode

Das Projekt ist interdisziplinär (trainingswissenschaftlich, sportsozialwissenschaftlich, sportpsychologisch und sportpädagogisch-/didaktisch) und multimethodisch angelegt. So werden erstens Daten zur physischen Fitness, zu motorischen Kompetenzen und zu koordinativen Fähigkeiten erhoben. Zweitens wird das Bewegungsverhalten einer Teilstichprobe der Kinder (n = 60) und deren Erziehungsberechtigten (n = 60) im Zeitraum von 8 Wochen erfasst. Diese Messungen werden über altersgerechte Akzelerometer durchgeführt und durch Akzelerometerdaten der Erziehungsberechtigen wie auch Fragebögen zum subjektiven Bewegungsverhalten ergänzt. Drittens werden Befragungen der Erziehungsberechtigen zum sozio-ökonomischen Hintergrund der Kinder und dem Medien- sowie Bewegungsverhalten der Erziehungsberechtigten und Kinder weitere Aufschlüsse bringen. Ziel der Befragung der Erziehungsberechtigten ist zum einen zu untersuchen, wie sich das elterliche Bewegungsverhalten und Körperverständnis auf jenes der Kinder auswirkt. Zum anderen soll untersucht werden, welches Verhältnis zu digitalen Medien besteht, wie das Nutzungsverhalten zu bewerten ist und wie dieses in Zusammenhang mit Bewegungsverhalten und Körperverständnis zu bringen ist.

Laufzeit: 03/2021–10/2021

Kooperationspartner*innen:

Dr. Dennis Dreiskämper (Projektleiter, Westfälische Wilhelms-Universität Münster)

Prof. Dr. Maike Tietjens (Westfälische Wilhelms-Universität Münster)

Jun.-Prof. Dr. Esther Pürgstaller (Universität Potsdam)

Dr. Mara Konjer (Westfälische Wilhelms-Universität Münster)

Stefanie Dahl (Westfälische Wilhelms-Universität Münster)

Prof. Dr. Nils Neuber (Westfälische Wilhelms-Universität Münster)

Prof. Dr. Claudia Voelcker-Rehage (Westfälische Wilhelms-Universität Münster)

Tanja Inga Janssen (Westfälische Wilhelms-Universität Münster)

Mittelgeber: Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen

 

Kulturelle Bildungsforschung im Tanz (KubiTanz)

Kulturelle Bildungsforschung im Tanz (KubiTanz) – Entwicklung eines domainspezifischen Analysemodells sowie domainspezifischer Erhebungsmethoden

Forschungsziel

Das Verbundprojekt zielt auf die Entwicklung methodischer Verfahren, die eine Erfassung tanzspezifischer Dimensionen kultureller Bildung in formalen und non-formalen Tanzsettings ermöglichen.

Methode

Das Vorhaben zeichnet sich durch einen interdisziplinären (tanzwissenschaftlich, tanzpädagogisch, körper- und bildungssoziologisch, sportdidaktisch) und multimethodischen Zugang aus (qualitative und quantitative Erhebungsverfahren). Das Verbundprojekt ist zweistufig aufgebaut. In der ersten Phase werden mittels eines ethnographisches Forschungsdesign mit praxeologischem Zugang bildungsrelevante Vermittlungsdimensionen aus der Sicht von Tanzpädagog*innen und Ausbildungsinstitutionen erfasst, um Kriterien für eine differenzierte Beschreibung tanzspezifischer Vermittlungskonzepte zu entwickeln. Auf dieser Grundlage werden in der zweiten Phase domainspezifische Erhebungsinstrumente zur Erfassung kultureller Bildungsdimensionen im Tanz entwickelt.

Zentrale Ergebnisse

Das zentrale Ergebnis der ersten standortübergreifenden Phase ist ein „Tanzspezifisches Analysemodell“, das bildungsrelevante Vermittlungspotentiale und unterschiedliche Tanzvermittlungskonstellationen zu erfassen und analysieren sucht. Auf Grundlage dieses Modells konnten vier domainspezifische Erhebungsinstrumente entwickelt werden: ein Selbstreflexionstool für Tanzvermittelnde (Philipps-Universität Marburg), eine Forschungs- und Beobachtungsheuristik für weiterführende Tanz(vermittlungs-)forschung (Hochschule für Musik und Tanz Köln), ein domainspezifischer Selbstkonzeptfragebogen (Johannes Gutenberg-Universität Mainz) sowie ein domainspezifischer Kreativitätstest (Westfälische Wilhelms-Universität Münster) für Kinder im Alter von 8-12 Jahren.

Laufzeit: 12/2016–11/2019

Kooperationspartner*innen:

Prof. Dr. Nils Neuber (Projektleiter, Westfälische Wilhelms-Universität Münster)

Prof. Dr. Claudia Steinberg (Projektleiterin, Johannes Gutenberg-Universität Mainz)

Prof. Dr. Yvonne Hardt (Projektleiterin, Hochschule für Musik und Tanz Köln)

Prof. Dr. Martin Stern (Projektleiter, Philipps-Universität Marburg)

Dr. Esther Pürgstaller (Projektmitarbeiterin, Westfälische Wilhelms-Universität Münster))

Helena Rudi (Projektmitarbeiterin, Johannes Gutenberg-Universität Mainz)

Miriam Leysner (Projektmitarbeiterin, Hochschule für Musik und Tanz Köln)

Lea Spahn (Projektmitarbeiterin, Philipps-Universität Marburg)

Mittelgeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Tanz- und Bewegungstheater (TuB)

Tanz- und Bewegungstheater (TuB) - ein künstlerisch pädagogisches Projekt zur kulturellen Bildung in der Ganztagsschule

Forschungsziel

Das Projekt zielt auf die empirische Überprüfung von Wirkungen kultureller Bildung am Beispiel von Tanz und Bewegungstheater ab. Als Indikatoren für die Wirkung werden Effekte in den Bereichen Kreativität, Selbstkonzept und emotionale Kompetenz bei Kindern in Ganztagsgrundschulen erfasst. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hierbei auf der Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund an sogenannten Brennpunktschulen.

Methode

Das Projekt schließt die Konzeptentwicklung eines künstlerisch-pädagogischen Leitfadens zur kulturellen Bildung im Medium „Tanz und Bewegungstheater“ mit ein. Kern des Projektes ist ein Tanz- und Bewegungstheaterangebot, das von ausgebildeten Tanz- und Theaterpädagog*innen an zehn Mainzer Grundschulen im Ganztag geleitet wird. Die dreimonatigen Angebote (12 Wochen), mit einem wöchentlichen Termin (1 x 90 Min.), finden im Zeitraum des 2.Schulhalbjahres (Februar – Juni 2016) statt. In einer quasi-experimentellen Längsschnittuntersuchung im Kontrollgruppendesign werden bei rund 227 Kindern im Grundschulalter (3. und 4.Klasse) Facetten des Selbstkonzeptes, der emotionalen Kompetenz und der motorischen Kreativität vor, unmittelbar nach sowie drei Monate nach Abschluss des Projektes erfasst. Die Wirkungen kultureller Bildung werden mittels Fragebögen, Interviews und Bewegungs- und Kreativitätstests erfasst. Bei der Auswahl der Grundschulen wird explizit auf Schulen mit bildungsfernem und bildungsnahem Einzugsgebiet unterschieden, weil davon ausgegangen wird, dass insbesondere Kinder von bildungsfernen Schichten vom kulturellen Angebot profitieren.

Zusätzlich zu den Versuchsgruppen, die am künstlerisch-pädagogischen Angebot teilnehmen, werden Kontrollgruppen einbezogen, die während des gleichen Zeitraums kein spezielles Angebot bzw. ein Alternativ-Angebot (z.B. Kleine Spiele) erhalten. Dabei wird auf das an den Schulen bestehende AG-Angebot zurückgegriffen. Die Teilnahme an der Untersuchung erfolgt auf freiwilliger Basis.

Zentrale Ergebnisse

Die Ergebnisse zeigen, dass sich keine einheitliche Wirkung eines künstlerisch-pädagogischen Angebots aufzeigen lässt. Allerdings können zum einen positive Wirkungen des Tanz- und Bewegungstheaterangebots in einzelnen Facetten der Kreativität, emotionalen Kompetenz sowie des Selbstkonzepts konstatiert werden. So hat sich beispielsweise insbesondere die Produktivität und Originalität von Kindern im Laufe des Projektes verbessert. Zum anderen liefern die Ergebnisse erste Hinweise darauf, dass spezifische Subgruppen vom Tanz- und Bewegungstheater-Angebot besonders profitieren, wie zum Beispiel Jungen mit Migrationshintergrund, die nicht an einer Brennpunktschule sind.

Laufzeit: 08/2015–08/2017

Kooperationspartner*innen:

Prof. Dr. Nils Neuber (Projektleiter, Westfälische Wilhelms-Universität Münster)

Prof. Dr. Claudia Steinberg (Projektleiterin, Johannes Gutenberg-Universität Mainz)

Prof. Dr. Yvonne Hardt (Projektleiterin, Hochschule für Musik und Tanz Köln)

Prof. Dr. Martin Stern (Projektleiter, Philipps-Universität Marburg)

Esther Pürgstaller (Projektmitarbeiterin, Westfälische Wilhelms-Universität Münster))

Svenja Konowalczyk (Projektmitarbeiterin, Philipps-Universität Marburg)

Mittelgeber: Stiftung Mercator