2025-2026
Ringvorlesung „KI und Sprache“
Unter dem Dach des Zentrums „Sprache – Variation – Mehrsprachigkeit“ (SVM) organisierten Prof. Dr. Christoph Schroeder und Dr. Jan Fliessbach im Sommersemester 2026 die Ringvorlesung „KI und Sprache“, verbunden mit dem interdisziplinären Masterseminar „Generative KI und Sprache“.
Die sieben Vorlesungen behandelten unter anderem koloniale Kontinuitäten in der KI-Industrie (Prof. Bettina Migge), die Zuschreibung mentaler Zustände an Sprachmodelle (Dr. Charles Rathkopf), die Nutzung von KI in der sprachwissenschaftlichen Forschung (Dr. Jan Fliessbach & Johanna Rockstroh) und im Schreibunterricht (Prof. Hans-Georg Müller), die Problemlösefähigkeiten großer Sprachmodelle (Prof. Alexander Koller) sowie die Zukunft des Fremdsprachenunterrichts (Podiumsdiskussion mit Prof. Oliver Günther, Christoph Lehker, Prof. Kathleen Plötner, Prof. Katharina Wesselmann) sowie die Rolle von KI in der geisteswissenschaftlichen Lehre (Prof. Annette Gerstenberg, Jan Jokisch). Damit führte die Reihe Perspektiven aus Sprachwissenschaft, Sprachphilosophie, Didaktik und Digital Humanities zusammen.
Die Mittel des DH.UP-Microgrants wurden für Honorare und Reisekosten externer Gäste eingesetzt. Dadurch konnten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des University College Dublin, des Forschungszentrums Jülich sowie der Universitäten Bonn, Bremen und des Saarlandes in die Ringvorlesung einbezogen werden. Die Förderung trug damit wesentlich zur fachlichen und institutionellen Breite des Programms bei.
Die Resonanz auf die Ringvorlesung war sehr groß. An jeder Veranstaltung nahmen mehr als 50 Personen teil; bei einzelnen Terminen wurden bis zu 200 Teilnehmende erreicht. Üblicherweise verfolgten etwa zwei Drittel der Teilnehmenden die Veranstaltungen vor Ort und etwa ein Drittel über Zoom. Das hybride Format ermöglichte somit eine breite Beteiligung von Studierenden, Mitarbeitenden und weiteren Interessierten auch außerhalb der Universität Potsdam.
Im begleitenden Seminar wurden die Vorträge vorbereitet, diskutiert und durch eigene Lektüren und praktische Übungen vertieft. Die Studierenden setzten sich sowohl mit den Möglichkeiten KI-gestützter Sprachanalyse als auch mit den methodischen, didaktischen und gesellschaftlichen Grenzen generativer KI auseinander. Die positive Kursevaluation bestätigt den Mehrwert dieser engen Verbindung von öffentlicher Ringvorlesung und universitärer Lehre.
Programm und weitere Informationen: Ringvorlesung „KI und Sprache“