Medieninformation der Universität Potsdam

Nr.: 079/07 vom 27.04.2007

Ehrendoktorwürde der Universität Bamberg für Prof. Dr. Peter Eisenberg

Am 2. Mai 2007 verleiht die Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften der Bamberger Universität Prof. Dr. Peter Eisenberg für sein wissenschaftliches Werk und seine Verdienste um die deutsche Sprache den Doktorgrad ehrenhalber. Peter Eisenberg lehrte und forschte bis 2005 an der Universität Potsdam. Er gilt als einer der wirkmächtigsten Germanisten der Gegenwart. Sein "Grundriß der deutschen Grammatik" begleitete Generationen von Deutschlehrern durch ihr Studium. Die Duden-Grammatik und der Duden-Band zu den sprachlichen Zweifelsfällen tragen seine Handschrift. An einer maßgeblichen Fachzeitschrift für den Deutschunterricht arbeitete er viele Jahren lang mit. Große Verdienste hat sich Eisenberg, der außer in Potsdam unter anderem an der Freien Universität Berlin und in Hannover lehrte, durch seinen Einsatz für eine brauchbare Rechtschreibung erworben. Gegen die Vorschriften der Rechtschreibreform von 1996 setzte er sich mit allem Nachdruck ein.
Zur Person:
Studium der Nachrichtentechnik an der Technischen Universität und der Musik an der Hochschule für Musik Berlin, Tonmeisterexamen (1968) und Ingenieurdiplom in Nachrichtentechnik und Informatik (1969), danach Studium der Linguistik und Germanistik. 1970/71 "visiting scholar" am Massachusetts Institute of Technology in Boston. 1971 Wissenschaftlicher Assistent der Freien Universität Berlin, 1975 Akademischer Rat an der Universität Hannover. 1980 Professor an der Freien Universität Berlin, 1991 in Hannover, 1993 in Potsdam. Dort lehrte er bis zu seiner Emeritierung (2005). Gastprofessuren unter anderem in Peking (1988/89, 2000), Kairo (1995), Tiflis (1997), Paris (1998), Teheran (2000) und Bangkok (2006). 1990 bis 1992 war Eisenberg Erster Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft. 1996 erhielt er den Deutschen Sprachpreis. 1998 wurde er ordentliches Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. Er war Fachgutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG); 2004 wurde er Sprecher des Fachkollegiums Sprachwissenschaft der DFG. Er war und ist Mitglied vieler Beiräte, Kommissionen und Kuratorien, zum Beispiel beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (Bonn), beim Institut für deutsche Sprache (Mannheim), bei der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Die "Zwischenstaatliche Kommission für deutsche Orthographie" verließ er 1998 aus Protest gegen deren verfehlte Politik. Seit 2005 vertritt er die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung im "Rat für deutsche Rechtschreibung".

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