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Zu Fuß in die 16 Hirtensiedlungen Rimellas – 14. Juni 2017

Studierende der Kulturwissenschaften auf Exkursion in den italienischen Alpen
Einwohner Rimellas. Foto: Scharnow.

Einwohner Rimellas. Foto: Scharnow.

Unsere Woche inmitten der Dorfgemeinschaft endet und heute Abend fliegen wir zurück nach Deutschland. Beim Frühstück ziehen wir noch einmal Bilanz und sind uns alle einig, dass wir gern noch ein Weilchen geblieben wären und bei den anfallenden Arbeiten geholfen hätten. Immer wieder haben wir uns gefragt: „Wie schaffen die Einwohner das nur alles!“ Es beeindruckte uns, wie die Dorfgemeinschaft zusammenhält. Wir haben eine einzigartige Kulturlandschaft voller Tradition und Gastfreundlichkeit entdeckt und erfahren, wie die Jahreszeiten, das Wetter und die Viehwirtschaft das Leben der Rimellesen beeinflussen. Wir haben gesehen und selbst erlebt, wie anstrengend ihr Alltag durch die Entfernungen und Anstiege ist und wie sich die Folgen der Landflucht auf die Einwohner auswirken. Wir konnten durch unsere Befragung aber auch den Stolz sehen, den sie für ihre Geschichte, das traditionelle Handwerk und die alten Kulturtechniken empfinden. Es bleibt die Erkenntnis, dass ein Gleichgewicht von Natur und Kultur erreicht werden muss, um die Identität der Walser, ihre Wege, die Siedelung auf verschiedenen Höhenstufen und die landwirtschaftliche Produktion der Bergbauern am Leben zu erhalten und so die Walserkultur zu bewahren.

Text: Fleur-Christine Schröder
Online gestellt: Agnetha Lang
Kontakt zur Online-Redaktion: onlineredaktion@uni-potsdam.nomorespam.de

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