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Afghanische Verwaltungswissenschaftler besuchen Universität Potsdam – Agreement of Cooperation zur Vertiefung der Zusammenarbeit auf Fakultätsebene

Die 13 afghanischen Verwaltungswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler mit ihren deutschen Partnern. Foto: Karla Fritze.

Eine Gruppe von 13 afghanischen Wissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern ist derzeit zu Gast an der Universität Potsdam. Ihr Besuch ist Teil eines Projektes, bei dem mithilfe deutscher Partner und gefördert durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) aus Mitteln des Auswärtigen Amts (AA) ein Weiterbildungsprogramm für afghanische Verwaltungswissenschaftler erarbeitet wird: das Zertifikat „Teaching Professional Certificate Public Administration and Public Policy“, durchgeführt durch die UP Transfer GmbH an der Universität Potsdam und das Potsdam Centrum für Politik und Management (PCPM) unter Leitung des Politikwissenschaftlers Prof.Harald Fuhr. Langfristig sollen auf diesem Weg die afghanischen Universitäten in die Lage versetzt werden, die Aus- und Fortbildung für die Öffentliche Verwaltung in Afghanistan zu sichern und selbst weiterzuentwickeln. Im Rahmen des afghanisch-deutschen Treffens in Potsdam wurde am 10. November auch ein „Agreement of Cooperation“ der beteiligten Fakultäten unterzeichnet, um die Zusammenarbeit zu verstetigen.

Im Rahmen des vom Auswärtigen Amt finanzierten Vorgängerprojektes „Stärkung der Verwaltungsausbildung in Afghanistan“ (SPA) wurden in den Jahren 2012 bis 2015 an fünf Universitätsstandorten in Afghanistan (Balkh University, Kabul University, Herat University, Kandahar University und Nangarhar University) Bachelorstudiengänge für öffentliche Verwaltung und Public Policy etabliert. Unter anderem fanden im Rahmen der durch die Universität Potsdam geleiteten akademischen Komponente regelmäßig unterschiedliche Aus- und Fortbildungsmaßnahmen vor Ort an den einzelnen Fakultäten in Afghanistan, aber auch in Drittländern statt. Von einer der Reisen zu den afghanischen Partner-Fakultäten berichtete ein Team von Wissenschaftlern des „Potsdam Centrum für Politik und Management“ (PCPM) der Universität Potsdam vom 23. September bis zum 1. Oktober 2014 in einem Online-Tagebuch.

Trotz der erfolgreichen Einrichtung der Bachelorprogramme an den afghanischen Fakultäten und des hohen Andrangs in die Studiengänge kämpfen diese mit Problemen: Vor allem entstehen immer wieder personelle Engpässe durch die fehlende Fachausbildung im Bereich Verwaltungswissenschaften. Aus diesem Grund arbeiten die deutsch-afghanischen Partner gefördert durch den DAAD daran, die fachliche Weiterbildung der Lehrenden und ihre didaktische sowie methodische Qualifikation zu verstetigen und die Weiterbildung landesweit zu etablieren – in Form eines afghanisch-deutschen Zertifikats „Teaching Professional Certificate Public Administration and Public Policy“, ausgestellt durch das PCPM und anerkannt durch das afghanische Ministry of Higher Education. An den fünf Fakultäten sollen Kompetenzzentren für die Weiterbildung im Bereich „Public Administration and Public Policy“ etabliert werden, die die Ausbildung und den Wissenstransfer nachhaltig sichern sowie die Universitäten in die Lage versetzen, eigene Fortbildungsformate bspw. für die berufsbegleitende Executive Education in der öffentlichen Verwaltung anzubieten. Dabei fungiert das Team der deutschen Wissenschaftler (Harald Fuhr, Werner Jann, Christoph Reichard, Thurid Hustedt, Markus Seyfried, John Siegel, Klaus Goetz und Julka Jantz) langfristig als Tandempartner für ihre afghanischen Kolleginnen und Kollegen.

Kontakt
Julka Jantz
Universität Potsdam
Potsdam Centrum für Politik und Management (PCPM)
jjantz@uni-potsdam.nomorespam.de

Text: Julka Jantz/Matthias Zimmermann
Online gestellt: Matthias Zimmermann
Kontakt zur Onlineredaktion: onlineredaktion@uni-potsdam.nomorespam.de