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Prof. Dr. Roland Verwiebe

Geldgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Bewilligtes Projektvolumen: 426.850,00 € (+22 % Projektpauschale)

Laufzeit: 01.06.2022 - 31.05.2025


Hintergrund zum Forschungsprojekt:

Mit der Digitalisierung entstehen neue Berufsfelder, die vollständig oder zu großen Teilen von digitalen Infrastrukturen wie Plattformen und Algorithmen abhängen. Mittlerweile können Menschen durch das Kreieren, Hochladen und Bewerben von Inhalten auf nutzergetriebenen Plattformen wie YouTube ihren Lebensunterhalt verdienen. Dabei scheinen sowohl hinsichtlich der digitalen Parameter wie Likes, Views, etc. als auch der materiellen Vergütung gravierende Ungleichheiten zu entstehen. Dieses Berufsfeld der YouTuber*innen und seine immanenten Ungleichheiten sind bisher kaum erforscht.

Zentrale Forschungsfrage des Projekts:

Welche sozialen Ungleichheiten entwickeln sich innerhalb des neuen Berufsfelds der YouTuber*innen? Welche Strategien wenden Akteure an, um auf dieser algorithmenbasierten Plattform zu bestehen?

Die zentrale Forschungsfrage des Projekts untersucht:

Es werden Schlüsselaspekte der Berufspraxis von YouTuber*innen in Bezug auf Selbstökonomisierung, beruflichen Werdegang und Strategien, beruflichen Identitäten und dem Stellenwert von sozialer Anerkennung untersucht. Dabei ist die Entstehung sozialer Ungleichheit (vertikal und horizontal) in algorithmenbasierten Arbeitsmärkten ein zentraler Untersuchungsgegenstand. Darüber hinaus beschäftigt sich das Projekt mit der Erhebung von drei verschiedenen Datenquellen: qualitative Interviews mit Influencer*innen, API-basierte Daten von YouTube und ein Survey, das deutsche YouTuber*innen befragt. Durch die Erhebung von YouTube-basierten Daten werden neue Methoden zur Erfassung von demografischen Variablen im Digitalen auf Basis von YouTube-Kanälen getestet.

Forschungsziel des Projekts:

Ziel ist zum einen die Erfassung von YouTube als neuem Berufsfeld im Hinblick auf die digitale Transformation der Gesellschaft und dem potentiellen Entstehen neuer Ungleichheiten. Zum Anderen soll die Sozialstrukturforschung um digitale Methoden erweitert werden.