Die zentrale Methode ist das sogenannte DNA-Origami, eine Technik, bei der viele kurze DNA-Stränge genutzt werden, um einen längeren DNA-Gerüststrang in dreidimensionale Formen im Nanometerbereich zu falten. Mithilfe dieser Technik lassen sich Strukturen mit definierter Größe und Form herstellen.
Im Rahmen des Projektes soll untersucht werden, ob die DNA-Origami-basierten Nanostrukturen so gestaltet werden können, dass sie bestimmte virusähnliche Partikel erkennen, binden und letztlich umschließen. Ziel ist zum einen, virale Partikel zu erkennen und unschädlich zu machen und zum anderen, neue Prinzipien für die Bildung und Steuerung von DNA-Origami-Strukturen zu erforschen.
Die Ergebnisse können langfristig eine Grundlage bilden, um DNA-Nanostrukturen besser mit biologischen Systemen zu kombinieren und damit neue biomedizinische Anwendungen zu ermöglichen.
Das Projekt wird in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Ilko Bald am Institut für Chemie realisiert und wird mit rund 218.000 Euro durch Horizon Europe, dem Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union, gefördert. Die Projektlaufzeit beträgt zwei Jahre, vom 01.09.2026 bis zum 31.08.2028.