COVID-19 Länderbericht für die dänische Regierung

Die COVID-19-Pandemie hat die Welt und mit ihr Dänemark und seine Nachbarländer getroffen. Im Juni dieses Jahres beschloss das dänische Parlament (Folketinget), eine Evaluierung des Umgangs mit der COVID-19-Krise durch die Regierung und die nationalen Behörden einzuleiten. Zur Durchführung der Untersuchung ernannte das Folketinget eine fünfköpfige Arbeitsgruppe, die sich aus Professoren für Virologie und Immunologie, Gesundheitsökonomie und Gesundheitsrecht zusammensetzt. Das Ziel der Untersuchung ist:

  • Die Analyse der Grundlage der von der Regierung und den Behörden getroffenen Entscheidungen und des Verhältnisses zwischen der professionellen und wissenschaftlichen Beratung der Regierung und den getroffenen politischen und administrativen Entscheidungen.
  • Die Darstellung und Analyse der Entscheidungsfindung der Regierung in den frühen Phasen der Krise.
  • Erfassung und Analyse der Interaktion zwischen der Regierung und Folketinget, einschließlich einer Analyse der Bedingungen für die parlamentarische Kontrolle in den ersten Monaten der Krise.
  • Auf der Grundlage dieser Analysen das Lernpotential im Falle ähnlicher Krisen in der Zukunft zu maximieren
    • Durch die Identifizierung von Schwächen im politischen und administrativen Umgang mit der Krise.
    • Durch die Entwicklung von Vorschlägen für einen angemesseneren Umgang mit ähnlichen Krisensituationen in der Zukunft.

Da sich die Krise in vielen Ländern ähnlich entwickelte, bat das dänische Parlament auch um einen Vergleich der Erfahrungen anderer Länder, wobei der Schwerpunkt auf Dänemarks Nachbarländern Deutschland, Norwegen und Schweden lag. Für Deutschland wurden Prof. Dr. Sabine Kuhlmann und Prof. habil. Dr. Jochen Franzke mit dieser Untersuchung beauftragt.