The Governance of Climate Strategies in Metropolitan Cities

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Foto: Freepik

Projektübersicht

Projektname: The Governance of Climate Strategies in Metropolitan Cities

Forschungsgegenstand/-ziel: Der Klimawandel und seine Folgen gehören zu den dringlichsten Herausforderungen unserer Zeit. Städte und Metropolregionen geraten zunehmend in den Fokus der öffentlichen und wissenschaftlichen Debatte, da diese für mehr als 70 % der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. Auch wenn der Klimawandel längst als globales Problem verstanden wird, das vor nationalen Grenzen nicht Halt macht, treten Städte und ihr Beitrag zur Abmilderung des Klimawandels sowie zur Anpassung an seine Folgen in den Vordergrund. Dabei stellt sich die Frage, wie Metropolstädte Klimastrategien entwickeln und umsetzen können, die sich als wirkungsvoll erweisen und unter den Bürger:innen die notwendige Legitimität genießen. Eingebettet in ein Forschungskonsortium unter der Federführung der Technischen Universität Berlin geht das Projektteam der Universität Potsdam diesen Fragen im Rahmen einer vergleichenden Fallstudie nach. Die Expertise zur partizipatorischen und administrativen Governance fließt in den Vollantrag des Konsortiums ein, der perspektivisch in der Etablierung eines wegweisenden interdisziplinären Forschungszentrums für Berlin-Brandenburg und Metropolregionen weltweit münden soll.

Projektleitung: Prof. Dr. Sabine Kuhlmann, Prof. Dr. Fabian Schuppert (Universität Potsdam)

Projektteam: Tomás Vellani, Franziska Oehlert, Janina Walkenhorst (Universität Potsdam)

Laufzeit: 10/2020-12/2023

Vielfach ist vom Anthropozän, dem Zeitalter des Menschen, zu lesen. Nie war der Einfluss des Menschen auf den Planeten so groß wie heute. Aus dem Begriff wird auch „unsere“ Verantwortung für die Zukunft des Planeten abgeleitet. Städte suchen nach Lösungen, den Klimawandel abzuschwächen und sich an die bereits spürbaren Folgen wie zunehmende Hitzewellen anzupassen. Als Querschnittsthema umfasst Klimapolitik verschiedene Sektoren wie Energie, Wohnungsbau und Verkehr, was die Strategieformulierung komplex macht und ein abgestimmtes Verhalten zwischen den Akteur:innen aus Politik und Verwaltung, ortsansässigen Unternehmen, zivilgesellschaftlichen Organisationen, und nicht zuletzt Bürger:innen erfordert.

Das Projekt untersucht, wie verschiedene Metropolstädte ihre Klimastrategien unter Einbeziehung nicht-staatlicher Akteur:innen entwickeln und umsetzen und welche Faktoren einen Einfluss auf die unterschiedliche Ausgestaltung der städtischen Klima-Governance haben. Die Untersuchung umfasst die Input-Ebene und damit Fragen rund um Bürger:inbeteiligung und Legitimität sowie die Throughput- und Output-Ebene, die sich mit administrativen Strukturen und Prozessen beschäftigt.

Methodisch stützt sich das Projekt auf (1) Sekundäranalysen zur städtischen Klima-Governance und (2) Fallstudien in vier europäischen Städten (Berlin, Paris, Amsterdam, Budapest) und einer südamerikanischen Stadt (Buenos Aires), die nähere Einblicke in die konkreten Wirkungszusammenhänge der Klima-Govermance „vor Ort“ ermöglichen.

Die Pilotstudie der Universität Potsdam ist Teil eines Vorbereitungsmoduls für ein geplantes inter- und transdisziplinäres Klimaforschungszentrum – das Einstein Center Climate Change and Public Policy of Human Settlements (ECCC). Nähere Informationen zum geplanten Zentrum ECCC finden Sie hier: https://www.climate-change.center/#open

Das Projekt wurde auf dem World Mayors Summit in Buenos Aires vorgesellt. Einen Bericht dazu finden sie hier

Ansprechpartnerin

 


Campus Griebnitzsee
August-Bebel-Straße 89
14482 Potsdam
Haus 7, Raum 2.19

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