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Forschungsprojekt: Entwicklung eines Präventionsprogramms gegen Hatespeech unter Jugendlichen (ERASED)

 

Projektleitung: Dr. Sebastian Wachs 

Wissenschaftlicher Mitarbeiter: Norman Krause (M.A.)

Studentische Hilfskraft: Marie Richter (B.A.)

Kooperationspartner: Deutsches Forum für Kriminalprävention

Laufzeit: 03/2021 – 12/2021 (1. Projektphase)

Fördermittelgeber: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

 

 

Projektbeschreibung: 

Hatespeech ist ein Phänomen, unter dem kommunikative Äußerungen verstanden werden, die öffentlich und absichtlich geäußert werden und sich in abwertender, ausgrenzender oder demütigender Form gegen eine bestimmte Personengruppe (z.B. aufgrund der Herkunft, des Geschlechts, der sexuellen Orientierung) richten. Hatespeech hat als Begriff vor allem durch Social Media eine größere Öffentlichkeit erfahren, kann jedoch auch außerhalb der Onlinewelt (z.B. in der Schule) auftreten. Mögliche Folgen von Hatespeech für die Einzelnen sind gesellschaftsbezogene Desintegrationstendenzen, reaktive Aggressionen und ein niedriges Wohlbefinden. Die Schule kann als zentrale Sozialisations- und Präventionsinstanz eine entscheidende Rolle bei der Vorbeugung von Hatespeech spielen, weil es zu ihren Aufgaben gehört, Heranwachsende zu mündigen Mitgliedern einer demokratisch konstituierten Gesellschaft zu erziehen. Um Schulen bei dieser Herausforderung zu unterstützen, ist dieses Projekt entwickelt worden. Das Projekt ERASED ist in zwei Phasen aufgeteilt. In der ersten Projektphase wird ein modularisiertes Präventionsprogramm entwickelt, das Heranwachsenden Sozial-, Fach- und Methodenkompetenzen vermittelt, wodurch Hatespeech nachhaltig vorgebeugt und ein diskriminierungsfreies Klima an Schulen geschaffen werden soll. Um den pädagogischen Fachkräften eine eigenständige Umsetzung des Programms zu ermöglichen, wird ein detailliertes Trainingsmanual erstellt. Dieses wird Einführungstexte zu theoretischen Grundlagen, PowerPoint-Folien zur Vermittlung von Grundwissen, Arbeitsblätter, Gruppenarbeiten und Übungen enthalten und durch Mediengestalter*innen professionell gelayoutet sein. In der zweiten Projektphase (2022) wird das Programm in der Praxis erprobt und auf Effektivität untersucht.

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