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Genocide, Settler Colonialism, Modernity - Lecture Series im Sommersemester 2026

Donnerstags: 18.00 - 20.00 Uhr

Beschreibung

Im Gegensatz zur Selbstbeschreibung der westlichen Moderne als zivilisiert, aufklärerisch, demokratisch und friedfertig, thematisieren die Vorträge der internationalen Vorlesungsreihe die verschwiegene, verheimlichte und tabuisierte Seite des Westens. Nicht erst seit dem Genozid in Gaza – aber spätestens aufgrund dieses andauernden Menschheitsverbrechens – müsste sowohl die Soziologie als westliche Wissenschaft, deren ureigenster Gegenstand die Moderne ist, als auch der öffentliche und politische Diskurs die Geschichte, Wurzeln und Tradition westlicher Gesellschaften kritisch hinterfragen. Das geschieht, wenn überhaupt, dann nur zögerlich und ohne große aufklärerische Bereitschaft. Westliche Gesellschaften – Deutschland ist hier ein Paradebeispiel – ziehen es vor, in selbstverschuldeter Unmündigkeit zu bleiben, statt sich in aufklärerischer Manier schonungslos mit ihrer eigenen Geschichte und den begangenen Verbrechen zu befassen.

Die Vorträge international herausragender Forscher befassen sich im Gegensatz zu diesem Verschweigen in kritischer Perspektive mit der siedlerkolonialen Tradition und Gegenwart der westlichen Moderne, Europas kolonialen Wurzeln und der deutschen kolonialen Tradition, mit der völlig neu zu diskutierenden Frage des Genozids als Folge von Gaza sowie mit zentralen Aspekten von Apartheidsregimen und Problemen ihrer Überwindung.

Zu den Referenten

23. April 2026 (Vortrag im Hörsaal über Zoom)

The Age of Independence and Settler-Colonialism 
Joseph Massad  (Columbia University in the City of New York)

Uhrzeit: 18:00 Uhr - 20:00 Uhr

Ort: Universität Potsdam, Campus Griebnitzsee, Haus 6, Hörsaal H04

07. Mai 2026

“Africa Is a Geopolitical Priority for the European Union”: The EU’s Geopolitical Turn and Colonial History
Peo Hansen (Linköping University, Sweden)

Uhrzeit: 18:00 Uhr - 20:00 Uhr

Ort: Universität Potsdam, Campus Griebnitzsee, Haus 6, Hörsaal H02

21. Mai 2026

Die genozidale Logik des deutschen Siedlerkolonialismus (1884-1945) 
Jürgen Zimmerer (Universität Hamburg)

Uhrzeit: 18:00 Uhr - 20:00 Uhr

Ort: Universität Potsdam, Campus Griebnitzsee, Haus 6, Hörsaal H04

28. Mai 2026

The Environmental Continuum of Genocide in Namibia 
Mark Mushiva (Forensic Architecture, Berlin)

Uhrzeit: 18:00 Uhr - 20:00 Uhr

Ort: Universität Potsdam, Campus Griebnitzsee, Haus 6, Hörsaal H04

04. Juni 2026

Ungrounding: The Architecture of Genocide 
Eyal Weizman (Director of the research agency Forensic Architecture at Goldsmiths, University of London, UK)

Uhrzeit: 18:00 Uhr - 20:00 Uhr

Ort: Universität Potsdam, Campus Griebnitzsee, Haus 6, Hörsaal H04

09. Juni 2026 (Dienstags!)

On the Misleading Distinction between War and Genocide: Rethinking the Categorization of Contemporary Conflicts 
A. Dirk Moses (The City College of New York, CUNY)

Uhrzeit: 18:00 Uhr - 20:00 Uhr

Ort: Universität Potsdam, Campus Griebnitzsee, Haus 6, Hörsaal H04

18. Juni 2026

The New Age of Genocide: Intellectual and Political Challenges after Gaza 
Martin Shaw (University of Sussex, UK)

Uhrzeit: 18:00 Uhr - 20:00 Uhr

Ort: Universität Potsdam, Campus Griebnitzsee, Haus 6, Hörsaal H04

25. Juni 2026

Is Israel a Jewish State? Implications for Germany 
Ilan Pappe (University of Exeter, UK)

Uhrzeit: 18:00 Uhr - 20:00 Uhr

Ort: Universität Potsdam, Campus Griebnitzsee, Haus 6, Hörsaal H02

02. Juli 2026

Colonial Citizenship: The Case of the Palestinian Citizens of Israel
Hassan Jabareen (Adalah. The Legal Center for Arab Minority Rights in Israel)

Uhrzeit: 18:00 Uhr - 20:00 Uhr

Ort: Universität Potsdam, Campus Griebnitzsee, Haus 6, Hörsaal H04

09. Juli 2026 (Vortrag im Hörsaal über Zoom)

The Thesis of the Elimination of the Native and the Politics of Recognition in South Africa’s Liberal Democracy 
Thiven Reddy (University of Cape Town; South Africa)

Uhrzeit: 18:00 Uhr - 20:00 Uhr

Ort: Universität Potsdam, Campus Griebnitzsee, Haus 6, Hörsaal H04

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