Konferenz zum Urheberrecht in der Wissenschaft


Konferenzraum während eines Vortrages
Photo: Zessko

Am 11.12.2019 fand an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder eine Urheberrechtskonferenz mit dem Titel „Urheberrecht in der Wissenschaft Einblick / Ausblick / Durchblick“ statt. Das Zessko wurde von Katrin Welzel (Leitung Mediothek Neues Palais) vertreten. Der erste Teil des Vortrages wurde von Frau Bettina Klingbeil vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gehalten. Mit dem Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz (UrhWissG) hat der Gesetzgeber die rechtlichen Rahmenbedingungen, um urheberrechtlich geschützte Werke im Bildungs- und Wissenschaftsbereich zu nutzen, reformiert und u.a. die §§ 60a-60h UrhG eingeführt.

Diese Handreichung des BMBF soll eine Orientierung geben, in welchem Rahmen und unter welchen Voraussetzungen urheberrechtlich geschützte Werke für die Lehre und Forschung im Hochschulbereich genutzt werden können. Einige Exemplare wurden auch als Druck bestellt und liegen in der Mediothek bereit.

Im zweiten Teil ging es um „Bildrechte – Fallstricke für Forschung und Lehre“. Fotos, Grafiken, Karten oder andere Abbildungen sind häufig Teil einer wissenschaftlichen Publikation. Armin Talke, Referent an der Staatsbibliothek zu Berlin, hielt einen Vortrag zum Thema „Unter welchen (rechtlichen) Voraussetzungen können diese genutzt werden, um Forschungsthesen zu erläutern oder zur Illustration beizutragen?“. Relevant ist im Zweifelsfall immer das Gesetz über Urheberrecht und verwandte Schutzrechte (Urheberrechtsgesetz): www.gesetze-im-internet.de/urhg/inhalts_bersicht.html

Am Nachmittag gab es einen Vortrag von Prof. Dr. Eric Steinhauer von der Fern-Universität Hagen zum Thema: „Jenseits von Plattformhaftung und Presseleistungsschutz. Was bringt die neue Urheberrechtsrichtlinie für Bildung, Wissenschaft und Bibliotheken?“

Mein Resümee dieser Konferenz lautet, dass für unsere Arbeit am Zessko der Artikel §60a ‚Unterricht und Lehre‘ aus dem Urheberrechtsgesetz der relevanteste ist.


Kontakt und Text: Katrin Welzel
Veröffentlicht: 19.12.2019