Digitale Forschungswelten – Die Universität beim Potsdamer Tag der Wissenschaften

Vier Personen präsentieren Forschung.
Source: proWissen e.V./Regina Kehn.
Die Potsdamer Tage der Wissenschaften präsentieren diesmal Forschung digital, dafür eine ganze Woche lang.

Warum funktionieren Fake News? Was kann man in einem Waldgarten machen? Wie sieht eigentlich eine Sprachlandschaft aus? Fragen, die bei den diesjährigen Potsdamer Tagen der Wissenschaften (PTdW) beantwortet werden. Aufgrund der Corona-Pandemie finden sie vollständig online statt, erstrecken sich dafür jedoch über eine ganze Woche: vom 3. bis 9. Mai. Die Universität Potsdam ist mit dabei. Experimente, Erklärvideos, virtuelle Campusrundgänge, Podcasts und Quizze warten auf die Besucher, die erstmals vom heimischen Sofa aus Einblicke in die Arbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der mehr als 30 teilnehmenden Potsdamer Forschungseinrichtungen erhalten.

Unter den über 50 Programmpunkten der Universität Potsdam findet sich für Wissenschaftsbegeisterte aller Altersgruppen etwas Interessantes. Vor- und Grundschulkinder können sich etwa bei Experimenten für zu Hause als Naturforschende ausprobieren oder die eine oder andere Vorlesung der digitalen Kinder-Universität besuchen. Für ältere Schülerinnen und Schüler öffnet das Lab@home seine virtuellen Pforten und führt Schritt für Schritt durch chemische Experimente mit Alltagsdingen wie die chemische Lavalampe oder den Rotkohlindikator. Der Bereich der Studienorientierung hat ein MINT-Quiz mithilfe der App Actionbounds zusammengestellt. Jene, die schon auf der Suche nach dem richtigen Studienfach sind, können sich beim Online Town Hall Meeting über ein Studium an der Universität Potsdam informieren. Menschen aller Altersgruppen sind eingeladen, anhand von Experimenten der Frage nachzugehen, warum Hermann von Helmholtz, der vor 200 Jahren in Potsdam geboren wurde, heute als eines der letzten Universalgenies gilt.

Während der Wissenschaftstage geben Forschende verschiedenster Disziplinen Einblicke in ihre Arbeit: Umweltwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler erklären, wie ein Waldgarten funktioniert oder wie sich Städte für den Klimawandel wappnen können. Studierende der Angewandten Kulturwissenschaft und Kultursemiotik zeigen die „Macht der Zeichen“ und erklären, wie Fake News funktionieren und warum sie sich so schnell verbreiten. Altertumswissenschaftler erzählen vom Leben im antiken Rom und von Orakeln mit Schafsleber und Kaffeesatz, während Linguisten zu einer Rundreise durch die Sprachlandschaft Berlin-Brandenburgs einladen. Kognitionswissenschaftler vermitteln, mit welchen Methoden sie erforschen, wie unser Gehirn Sprache verarbeitet. Beim Format „Ask a Scientist“ können Interessierte der Entwicklungspsychologin Prof. Dr. Birgit Elsner Fragen zur frühkindlichen Entwicklung des Denkens stellen. Die Leiterin des Potsdamer BabyLab wird diese dann im Live-Stream am 8. Mai ab 17:30 Uhr beantworten.

Wer den Besuch der Universität selbst vermisst, kann verschiedene virtuelle Rundgänge nutzen: Touren über die drei Unistandorte oder auch die 360°-Panorama-Tour durch den Potsdam Science Park, die Vorstellung der Uni-Bibliothek und eine Führung durch das Theodor-Fontane-Archiv.
Darüber hinaus stehen den Gästen des diesjährigen PTdW einige Räume an der Uni Potsdam offen, die es ausschließlich virtuell gibt: zum Beispiel die DIGAREC Gallery 2.0, eine virtuelle Ausstellung, in der das Computerspielzentrum DIGAREC computerspielfotografische Arbeiten von Studierenden zeigt. Oder der GEOSimulator, der Studierenden hilft, die Realitäten im Gelände mit den virtuellen Welten der Datenanalyse zu verbinden. Außerdem können sich Besucherinnen und Besucher anschauen, wie eine virtuelle Tagung funktioniert oder wie sich sogar eine musikwissenschaftliche Konzertausstellung über Beethovens „Diabelli-Variationen“ in die digitale Welt holen lässt.

Das Programm der Potsdamer Tage der Wissenschaften online unter: https://ptdw.de/

Kontakt: Dr. Silke Engel, Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0331 977-1496
E-Mail: presseuni-potsdamde

Medieninformation 30-04-2021 / Nr. 030