„Zeichen unserer Zeit“ – 2. Semiotische Woche an der Universität Potsdam

Mit den Zeichensystemen in unserer Gesellschaft befasst sich die Veranstaltungsreihe „Zeichen unserer Zeit“, die vom 8. bis zum 12. Februar 2021 an der Universität Potsdam stattfindet. Die interaktive Online-Veranstaltungswoche will mit Workshops, Diskussionsforen, Pecha Kuchas von Studierenden und Comic-Lesungen einer interessierten Öffentlichkeit die vielfältige Welt der Zeichen erschließen. Sie dient zugleich der Vernetzung und dem Austausch zwischen den Studierenden der Universität Potsdam und potenziellen Arbeitgebern aus Wirtschaft und Kultur. Die „Semiotische Woche“ wird von der Professur für Kulturen romanischer Länder und Studierenden organisiert und vom Präsidium der Universität gefördert.

Wie lassen sich Werbestrategien für ein ökologisch sinnvolleres Kaufverhalten nutzen? Wie kann man im postfaktischen Trump-Zeitalter „Fake News“ von Fakten unterscheiden? Wie tragen Comics zur Wissensvermittlung und Meinungsbildung bei? Welches Eigenleben entfalten Gegenstände im Film? Diesen und anderen Fragen gehen Fachleute aus der Kultursemiotik, Kunstschaffende sowie Studierende in der „Woche der Semiotik“ nach. „Sie rückt eine Wissenschaft ins Blickfeld, die sich mit der Erzeugung gesellschaftlicher Wirklichkeiten befasst“, erklärt die Initiatorin Prof. Dr. Eva Kimminich. „Die Zeichen unserer Zeit zeigen uns gerade zum aktuellen Zeitpunkt, wie wichtig es ist, die von selbst hervorgebrachten Wirklichkeiten selbstkritisch zu hinterfragen. Wir programmieren unsere Kultur selbst, nur wir können die grundlegenden Konzepte verändern.“ Ziel der Woche sei es, die Öffentlichkeit über den Nutzen semiotischer Analysen zu informieren sowie den Studierenden des Masters „Angewandte Kulturwissenschaft und Kultursemiotik“ Kontakt zu Expertinnen und Experten aus Praxis und Wissenschaft zu eröffnen. Bei dem Studiengang handelt es sich um ein in Deutschland einzigartiges Masterprogramm mit ausdrücklichem Praxisbezug.

„Zeichen unserer Zeit“ ist die zweite Veranstaltungswoche des von Prof. Kimminich gegründeten „Zentrums für Kultursemiotik“, das als Scharnier zwischen Universität und Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft fungieren soll. Gemeinsam mit Juniorprofessorin Dr. Marie Schröer organisiert die Wissenschaftlerin Workshops und Diskussionsforen, an denen sich alle Interessierten beteiligen können. Auch eine Comic-Lesung zu gesellschaftsrelevanten Fragen ist geplant. Thematisch gliedert sich die Woche in die Bereiche „Marketing im Wandel: Kann Werbung das Kaufverhalten verändern?“, „Museen der Zukunft: Realitäten und Virtualitäten“, „Alles Fake? Medien und Wirklichkeiten“, „Kritisch, komisch, kommunikativ – Zum politischen Potential des Comics“ sowie „Die Macht der Dinge und Aura der Requisiten“. Alle Veranstaltungen sind kostenlos und stehen Interessierten offen. Ausführliche Programminformationen unter: https://www.uni-potsdam.de/de/kultursemiotik/. Die Zugangsdaten sind erhältlich bei janina.daeuweluni-potsdamde.

Kontakt:
Prof. Dr. Eva Kimminich, Professur Kulturen romanischer Länder, Institut für Romanistik
Telefon: 0331 977-4144
E-Mail: eva.kimminichuni-potsdamde

Medieninformation 02-02-2021 / Nr. 011