14. Potsdamer Lateintag der Uni Potsdam am 05.10.2018

"Im Schatten der Gesellschaft? Roms Umgang mit sozialen Randgruppen"

Das Thema des Lateintages 2018 lautete „Im Schatten der Gesellschaft? Roms Umgang mit sozialen Randgruppen“. Es bot spannende Einblicke in die antike Problembehandlung und regte zum Vergleich mit modernen Sichtweisen auf eines der drängendsten gesellschaftlichen Themen an. Am Vormittag gab es zwei einführende Vorträge. Den ersten hielt PD Dr. Meike Rühl (Latinistik, Osnabrück); darin ging sie der Frage nach, wie die römische Gesellschaft mit Gladiatoren umging.

Unter dem Titel „Zahnlos, aber zauberkundig“ zeigte PD Dr. Nicola Hömke (Latinistik, Rostock) Aspekte der ‚hässlichen Alten‘ in antiker Kunst und Literatur auf. Am Nachmittag fanden Schnupperseminare für Lateinschüler statt, die sich ganz verschiedenen Themen widmeten. Hier wurde etwa der Umgang der Römer mit behinderten Menschen, verurteilten Verbrechern und Transvestiten behandelt sowie ihre Auseinandersetzung mit bestimmten religiösen Gruppierungen näher beleuchtet. Zugleich wurden die Schüler in allen Seminaren mit der wissenschaftlichen Herangehensweise an antike Texte vertraut gemacht.


Plakat des 14. Potsdamer Lateintages
Photo: My Sicily Guide, Pozzallo, Italien