Eine prospektive Analyse der langfristigen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das Wohlbefinden und die Gesundheitsversorgung von Kindern mit chronischen Erkrankungen, die mit erhöhtem Risiko für schwere COVID-19 Verläufe einhergehen, und ihren Familien

Gefördert durch die DFG (Förderkennzeichen: )
Leitung: Prof. Dr. Petra Warschburger
Mitarbeitende: Julia Göldel
Laufzeit: Mai 2021 – April 2024

Die Corona-Pandemie hat zu Veränderungen in der medizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen geführt. Eine besonders vulnerable Gruppe stellen Kinder und Jugendliche mit einer chronischen Erkrankung dar, da diese einerseits auf regelmäßige Gesundheitsdienstleistungen angewiesen, andererseits hinsichtlich eines schweren Verlaufes von COVID-19 besonders gefährdet sind. Welche kurz- und längerfristigen Folgen die Pandemie auf diese Gruppe hat, soll im Rahmen dieses Projekts bezogen auf Veränderungen der medizinischen Versorgung sowie der körperlichen und mentalen Gesundheit der Betroffenen interdisziplinär untersucht werden. Dabei konzentrieren wir uns auf Kinder und Jugendliche (im Alter bis zu 18 Jahren) mit den drei häufigen chronischen Erkrankungen Diabetes mellitus Typ 1, Adipositas und rheumatische Erkrankungen. Zudem sollen die psychosozialen Ressourcen und Risikowahrnehmungen von Kindern und ihren Eltern erfasst und deren Einfluss auf die Inanspruchnahme von  Gesundheitsleistungen sowie auf die körperliche und mentale Gesundheit der Kinder analysiert werden.

Das Gesamtvorhaben der Projektgruppe (www.kick-covid.de) zielt auf die Erfassung und Bewertung der Endpunkte medizinischer Betreuungssituationen, körperlicher und seelischer Gesundheit von Kindern und Jugendlichen mit chronischen Erkrankungen sowie deren Interaktionen während der Pandemie ab. Damit können krankheitsspezifische Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten in den Auswirkungen der Pandemie auf die Versorgung und Gesundheit der Kinder ermittelt und Empfehlungen für die weitere Versorgungspraxis abgeleitet werden.

Kooperationspartner
Universität Ulm, Institut für Epidemiologie und medizinische Biometrie, ZIBMT
Deutsches Rheuma-Forschungszentrum Berlin, Programmbereich Epidemiologie
Universitätsklinikum Giessen, Zentrum für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Charité Universitätsmedizin Berlin; SPZ- Pädiatrische Endokrinologie und Diabetologie