Projekt

Ein Projekt kann einzeln oder durch mehrere Lernende durchgeführt werden. Selbständig soll ein bestimmtes Thema erschlossen werden. Dies kann alle möglichen Formen annehmen, vom Darstellen bestimmter Zusammenhänge, bis zum Herstellen selbst entworfener Gegenstände.

Charakteristisch ist der hohe Grad der Planung und der selbständigen Arbeit. In der Anwendung können spezifische Projektideen vorgegeben sein, um aber eine hohe Schülerorientierung zu gewährleisten sollte nur ein Thema, ein Problem vorgeben sein und die Lernenden wählen sich, nach Absprache mit der Lehrperson, ihr Projekt möglichst selbst.

Der Lehrer tritt dabei in die Rolle des Lernberaters und hilft bei Problemen der Ideenfindung und Umsetzung. Ziele und abschließende Bewertung können allgemeingültig vorher im Klassenverband besprochen oder aber auch individuell entstehen. Der zeitliche Rahmen kann aber von wenigen Unterrichtsstunden, bis über mehrere Wochen andauernde Arbeitsphasen variieren.

Wichtig ist es den zeitlichen Verlauf vorher abzuklären und die Lernenden dazu zu bewegen eine klare Arbeitsplanung mit zeitlichem Verlauf anzufertigen. In die Bewertung sollte neben dem Endergebnis auch die individuelle Entwicklung des Lernenden mit einfließen. Diese kann z.B. durch ein Lerntagebuch oder eine freie Beschreibung, durch den Schüler, erfasst werden.

(Möglicher) Ablauf:

Ideenfindung/Vorgabe von Projektideen, Entwurf eines Arbeitsplans mit zeitlichem Verlauf, Arbeitsphase, Präsentation/Bewertung der Projekte

Warum ein Projekt?:

Die Projektmethode bietet die Möglichkeit verschiedenste Kompetenzen zu entwickeln, so z.B. mitunter Methodische, Persönliche, Kommunikative, Fachlich und Praktische. Sie stellt, in möglichst freier Anwendung, ein hohes Maß an Schülerorientierung und  Selbständigkeit. Sie erlaubt es den klassischen 45/90min-Takt einer Unterrichtsstunde aufzubrechen.

Mögliche Probleme bei der Umsetzung:

Die Lernenden sollten schon ein hohes Maß an Selbständigkeit mitbringen, ein unvorbereiteter Einsatz sollte also vermieden werden. Die zeitlichen Abläufe müssen klar sein und die Lernenden sollten ein Gefühl dafür haben, was sie in welcher Zeit schaffen, damit es am Ende nicht zu einer Anhäufung halbfertiger Projekte kommt und sollte es doch dazu kommen muss auch dies entsprechen ausgewertet werden, so dass die Schüler auch daraus etwas lernen. Bewertungsprobleme können durch klare und transparente Anforderungen umgangen werden.

Auch sollte in diesem Zusammenhang darauf geachtet werden, dass es ausreichend Möglichkeiten gibt den Entstehungsprozess miteinzubeziehen, bzw. die Schüler diesen entsprechend dokumentieren.

Weiterführende Literatur:

  • Emer, Wolfgang: Basiswissen Pädagogik. Projektunterricht gestalten - Schule verändern. 3. Aufl. Hg. v. Manfred Bönsch. Baltmannsweiler: Schneider-Verl. Hohengehren.
  • Frey, Karl (2007): Die Projektmethode. "der Weg zum bildenden Tun". Neu ausgestattete Sonderausg. Weinheim, Basel: Beltz (Pädagogik).