Finanzielle Unsicherheit, wirtschaftliche Bildung und die Verbreitung antisemitischer Verschwörungstheorien in digitalen Räumen (FOCUS)
Gefördert von: BMBFSFJ
Projektleitung
Prof. Dr. Nina Kolleck (Universität Potsdam)
Mitarbeiter*innen
Dr. Keith Goldstein
N.N.
Projektbeschreibung
Antisemitische Inhalte sind in sozialen Medien weit verbreitet und treten dort häufig in indirekter, codierter Form auf. Statt expliziter Bezüge auf Jüdinnen und Juden werden dabei oft wirtschaftliche und finanzielle Motive genutzt. Das Projekt FOCUS untersucht, wie solche ökonomisch codierten antisemitischen Narrative in digitalen Räumen auftreten, wie sie sich verbreiten und welche Themen und Muster dabei sichtbar werden.
FOCUS arbeitet mit zwei Datengrundlagen: einer bevölkerungsrepräsentativen Befragung in Deutschland sowie öffentlich zugänglichen Inhalten aus sozialen Medien. Die Befragung umfasst über 2.000 Personen und erfasst Einstellungen zu u.a. Verschwörungserzählungen. Ergänzend werden öffentliche TikTok-Videos analysiert, die sich mit Jüdinnen und Juden, Israel oder Zionismus befassen. Die Auswertung erfolgt mithilfe computergestützter Textanalysen (Natural Language Processing), um Themen, Codes und Diskursmuster systematisch zu identifizieren.
Ziel des Projekts ist es, ökonomisch codierte antisemitische Narrative zu beschreiben und ihre Verbreitung sowie Sichtbarkeit in digitalen Öffentlichkeiten zu analysieren
Weitere Informationen folgen
