Vorhaben und Ablauf

Projektlaufzeit: August 2014 bis Juli 2017

Das Projekt d.art hat zwei Ziele. Erstens die wissenschaftlich fundierte und praktische Entwicklung einer Weiterbildung für Kunst- und Kulturschaffende. Zweitens die wissenschaftliche Evaluation des Weiterbildungskonzepts.

Das Weiterbildungskonzept richtet sich an Kunst- und Kulturschaffende, die an einer künstlerisch-pädagogischen Arbeit mit Kindern oder Jugendlichen interessiert sind. Dabei wird der außerunterrichtliche Bereich von Ganztagesschulen besonders fokussiert. Die Weiterbildung spricht Kunst- und Kulturschaffende aller Kunstsparten an. Kulturelle Bildung  soll Kindern oder Jugendlichen ästhetische Erfahrungen mit Bezug zu ihrer Lebenswelt ermöglichen. Im Sinne von Kultureller Bildung sollen die konkreten Projekte das Potenzial haben, Kinder oder Jugendliche stark zu machen und sie zu befähigen, sich und ihre Lebenswelt (Fragen, Probleme, Anliegen) zu reflektieren und neue Perspektiven auszuprobieren und zu entfalten.

Die Weiterbildung umfasst mehrtägige Seminare, Praxistage sowie eine begleitende individuelle Lernprozessbegleitung. Die Teilnehmenden erproben ihre Projekte kultureller Bildung an Ganztagesschulen. Die Teilnehmenden können so im Einzelgespräch und im Austausch mit anderen ihre Praxis erfahrungen reflektieren. Dabei stehen die Fragen im Mittelpunkt, welche Erfahrungen die eigene Kunst den Schülerinnen und Schülern ermöglichen kann und wie sich  die pädagogische Beziehung im Projekt gestalten lässt.  Das Weiterbildungskonzept geht mit dieser dreigliedrigen Seminar-Praxis-Beratungs-Struktur weit über ein konventionelles Weiterbildungsangebot hinaus.

Die Leitidee des Konzepts ist es, dass (Weiter)Bildung erst durch die Aneignung des Bildungsangebotes durch die Teilnehmenden zustande kommt. Deshalb wird auf die Begleitung der individuellen Bildungsprozesse der Künstlerinnen und Künstler besonderen Wert gelegt. Das Weiterbildungskonzept ist so nicht nur im Sinne von Anforderungen angebots- sondern auch aneignungsorientiert im Sinne der Formulierung eigener Fragen, Interessen und Lernanliegen. Die Weiterbildung macht Angebote zur theoriegestützten Reflexion und Fortentwicklung der individuellen Bildungsanliegen der teilnehmenden Kunst- und Kulturschaffenden.

Der zweite Schwerpunkt ist die wissenschaftliche Begleitung der Weiterbildung. Hierbei richtet sich das Erkenntnisinteresse auf die Lern- und Bildungsprozesse der teilnehmenden Kunst- und Kulturschaffenden und die Frage, inwieweit die Weiterbildung geeignet ist, diese zu unterstützen. Vordringlich geht es darum zu erforschen, ob und ggf. wie die Teilnehmenden ihr pädagogisches Wissen im Kontext der Weiterbildung transformieren, bzw. inwiefern die Kunst- und Kulturschaffenden ihre Begründungen für ihr pädagogisches Handeln in Auseinandersetzung mit den Theorieangeboten der Weiterbildung verändern. Hierzu werden im Forschungsformat einer Längsschnittuntersuchung über den Zeitraum eines Jahres hinweg verschiedene Daten erhoben. Neben Interviews gibt es teilnehmende Beobachtungen während der Weiterbildungsseminare und Aufzeichnungen der Beratungsgespräche. Die daraus gewonnenen Daten werden qualitativ ausgewertet, so dass vergleichende Aussagen abgeleitet, aber auch individuelle Lern- oder Bildungsverläufe rekonstruiert werden können.

Quelle: Eigene Darstellung
Projektablauf

Links

Direktkontakt

Vivien Höcker

+49 331 977 2064

vivien.hoecker@​​uni-potsdam.de

WiB e.V.-Dozent*innen

Kooperationen

Das Projekt d.art wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Gesamtleitung liegt bei der Professur für Erwachsenenbildung / Weiterbildung und Medienpädagogik. Die Weiterbildung wird organisiert vom Institut zur Weiterqualifizierung im Bildungsbereich (WIB e.V.) und durchgeführt von erfahrenen Pädagoginnen und Pädagogen. Wichtige Kooperationspartner des Projektes sind außerdem die Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg und das Schulamt Brandenburg an der Havel.