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Unterwegs in Israel – 9. Juni: Wrap-Up: Kaffee in der deutschen Botschaft

Potsdamer Start-ups auf der Tel Aviv University (TAU) Innovation Conference

Besuch in der Deutschen Botschaft in Tel Aviv. V.l.n.r.: Wulf Bickenbach, Simone Wicher (beide Potsdam Transfer), Tanja Hutt, Head of the Economic and Commercial Department der Deutschen Botschaft in Tel Aviv. Foto: Wulf Bickenbach.

Zu Beginn dieses Reiseberichts ging es um das Sicherheitsbedürfnis der Israelis. Leider wurde gestern Abend einmal wieder deutlich, wie akut dieses Thema das Leben hier bestimmt. Bei einem Anschlag im beliebten Touristenviertel Sarona – einer ehemals von deutschen Templern errichteten Kolonie – kamen vier Menschen zu Tode und viele weitere wurden verletzt. Wir saßen nicht weit entfernt zum Abendessen in einem Straßencafé haben aber erst durch die klingelnden Handys und besorgten Nachfragen von Familie und Freunden mitbekommen, was passiert ist.
Die Online-Schlagzeilen über aus der ganzen Stadt zum nahen Ort des Geschehens „rasenden“ Rettungswagen empfanden wir eher als Sensations-Rhetorik. Eigentlich veränderte sich im Straßenbild und im Verhalten der vielen Leute in Bars und Cafés um uns herum gar nichts. Die Menschen in Tel Aviv scheinen vielmehr eine traurige Routine im Umgang mit solchen Situationen zu haben.
Uns lässt das Erlebte wie auch am ersten Tag zu dem Schluss kommen, dass man das Land eben nicht auf dieses eine Thema reduzieren kann und sollte. So verlassen wir heute Morgen das Hotel und laufen mit unserem Gepäck zur Deutschen Botschaft. Hier treffen wir uns vor der Rückreise noch mit Tanja Hutt, Head of the Economic and Commercial Department. Kennengelernt haben wir sie auf dem Eröffnungsempfang der TAU Innovation Conference und sie hat uns spontan auf einen Kaffee in der Botschaft eingeladen, um sich mit meiner Kollegin Simone Wicher und mir über die Zusammenarbeit zwischen der Uni Potsdam und der Tel Aviv University und unsere Eindrücke von der Konferenz auszutauschen. Wir sind uns alle einig, dass die drei Tage sehr spannend waren und viele neue und wertvolle Informationen und Kontakte gebracht haben. Das Publikum war international und Israel ist seinem Ruf als Start-up Nation mehr als gerecht geworden.
Mit einem grandiosen letzten Blick über Tel Aviv in Richtung Meer – die Botschaft liegt im 19. Stock eines Hochhauses – verabschieden wir uns von dieser enorm vielfältigen, weltoffenen, bunten und auch in schwierigen Zeiten lebensfrohen Stadt und machen uns auf den Weg zurück nach Potsdam.
Text: Wulf Bickenbach
Online gestellt: Matthias Zimmermann
Kontakt zur Online-Redaktion: onlineredaktionuni-potsdamde
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