International Day 2015

7. International Day am 12. November 2015 am Campus Griebnitzsee

Am 12. November 2015 fand der International Day der Universität Potsdam schon zum siebten Mal statt. Studierende der Universität Potsdam hatten an diesem Tag die Möglichkeit, sich über ein Studium oder Praktikum im Ausland zu informieren. Bei zahlreichen Vorträgen und an Messeständen konnten sich interessierte Studierende zum Auslandsaufenthalt informieren und an den Ländertischen bei ihren KommilitonInnen internationale Leckereien genießen. Schwerpunkt war dieses Jahr das Land Israel: Vertreter der israelischen Partneruniversitäten waren zu Gast und das Institut für Jüdische Studien sowie die School of Jewish Theology stellten sich vor. Einen Höhepunkt der Veranstaltung bildete die Ausstellung zur Jüdischen Berufsfachschule „Masada“.


Eröffnet wurde der International Day von Frau Prof. Dr. Demske, der ehemaligen Vizepräsidentin für Internationales, Alumni und Fundraising. In ihrer Ansprache ging sie auf den Stellenwert eines Auslandsaufenthaltes, nicht nur hinsichtlich akademischer Zwecke, sondern auch für die persönliche Weiterentwicklung und den Erwerb vielseitiger Kompetenzen ein. Direkt im Anschluss eröffnete Lea Dror-Batalion vom Bucerius-Institut Haifa die Ausstellung zur Jüdischen Berufsfachschule „Masada“. In jahrelangen Recherchen haben Frau Dror-Batalion und ihre Kollegin Frau Renate Dreesen Bilder und Geschichten der Berufsschüler zusammengetragen und hierbei eine einzigartige Ausstellung geschaffen.

Flagen Schwerpunkt Israel
Photo: Matthias Friel

Schwerpunkt Israel

In der israelischen Länder-Ecke informierten Studierende, die ein Auslandssemster in Israel verbracht hatten, zusammen mit Studierenden der Tel Aviv University, der Hebrew University und der Bar-Ilan University über das Auslandsstudium in Israel. Es waren spannende Vorträge zur Geschichte Israels, zum Studium und Praktikum vor Ort zu hören, und Ehemalige berichteten über ihre persönlichen Erfahrungen. Am Messestand der School of Jewish Theology wurde - bisher einmalig in Europa - zum Studium der Jüdischen Theologie beraten. Die Schule war erst 2013, nach fast 200 Jahren des Ringens um die akademische Gleichberechtigung der jüdischen Theologie in Deutschland, eröffnet worden. An sieben Professuren werden Fächer wie Hebräische Bibel und Exegese sowie Talmud und Rabbinische Literatur unterrichtet. Als sinnliches Highlight untermalte die Band Some Pebbles mit traditioneller israelischer Volksmusik und Klezmer-Musik das Geschehen.

Ländertische beim International Day
Photo: Matthias Friel

Über den Schwerpunkt Israel hinaus hielt der International Day vielfältige Beratungsangebote zu auslandsspezifischen Themen bereit. Das International Office informierte in persönlichen Beratungsgesprächen und in Vorträgen über die Organisation und Finanzierungsmöglichkeiten von Studienaufenthalten, Austauschprogrammen und Praktika im Ausland. Den an einem Praktikum in Europa interessierten Studierenden stand das LEONARDO-Büro Brandenburg auch dieses Jahr wieder mit Rat und Tat zur Seite, und auch die studentische Vermittlungsorganisation IAESTE informierte über Praktikumsplätze im Ausland. Speziell Lehramtsstudierenden, die ein Auslandspraktikum anstreben, standen Frau Karin Köntges und Herr Steffen Kludt vom ZeLB (Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung) zur Seite; Herr Robin Miska berichtete über seine Erfahrungen als PAD-Fremdsprachenassistent in Frankreich.

Besonders hilfreich für die Planung eines Auslandsaufenthaltes war die Beratung des Zessko (Zentrum für Sprachen und Schlüsselkompetenzen) zu Sprachvoraussetzungen, Sprachniveaus und -zertifikaten. Im Workshop "Sprachliche Vorbereitung auf einen Auslandsaufenthalt" konnten letzte Zweifel der Studierenden ausgeräumt werden. Außerdem erstmals mit dabei war "kulturweit", der kulturpolitische Freiwilligendienst des Auswärtigen Amts, der Informationen zum Freiwilligendienst im Ausland bereithielt.

Wer explizit Fragen zu Auslandsaufenthalten außerhalb Europas hatte, konnte sich umfassend von der Studienstiftung Institut Ranke-Heinemann, GOaustralia/GOzealand oder von der kostenlosen Studienplatzvermittlung IEC (International Education Centre) beraten lassen. Für diejenigen, die es für ein Auslandssemester nach Frankreich zog, war die Agentur Campus France vor Ort, und wer sich für einen Auslandsaufenthalt in den USA interessierte, wurde beim Vortrag von Frau Ute Strack von Education USA umfassend informiert. Wichtige Tipps und Hinweise für das Auslandssemester erhielt man außerdem beim Gespräch mit dem ESN (European Student Network). Skandinavienbegeisterten bot das Finnland-Institut Inspirationen für die eigene Auslandsplanung.

Ländertische beim International Day
Photo: Matthias Friel

Fotowettbewerb "Ab ins Ausland"

Nach dem positiven Feedback vom letzten Jahr fand auch dieses Jahr der Fotowettbewerb „Ab ins Ausland“ statt. Die eindrucksvollen Impressionen – von rauen skandinavischen Landschaften über türkische Basars bis hin zu einer FKK-Fahrraddemo im englischen Regierungsviertel – illustrierten auf sehr lebendige Weise die Auslandserfahrungen der Potsdamer Studierenden und erweckten Neugierde und Abenteuerlust bei den Besuchern.

An den Ländertischen herrschte wie jedes Jahr ein buntes Treiben. Diesmal waren 15 Länder vertreten. Neben landestypischen Spezialitäten, Fotos, Erfahrungsberichten und Kuriosem lagen natürlich Infomaterialien zum Studium in den jeweiligen Ländern und an den Partneruniversitäten bereit. Die Studierenden der Universität Potsdam berichteten gemeinsam mit internationalen Studierenden über das jeweilige Gastland und konnten den Interessierten mit diversen Insidertipps, Ratschlägen und Empfehlungen weiterhelfen.

Gleich am Eingang der Messe, am Info-Point, konnte man sich an den umherschwebenden Bubbles des Multi-Touch-Geräts ausprobieren und Kurioses und Wissenswertes zu diversen Ländern erfahren.

Somit war der International Day mit seinen Ständen und Vorträgen auch dieses Jahr wieder ein buntes und informatives Ereignis für alle Auslandsinteressierten der Universität Potsdam und eine großartige Möglichkeit, vage Pläne zu konkretisieren und offene Fragen zum Auslandsstudium und -praktikum zu klären. Die Ländertische und die Israel-Ecke, die Musik und die internationalen Menüangebote der Mensa in Griebnitzsee verliehen dem Tag ein multikulturelles Flair und inspirierten die Anwesenden.

Ganz herzlich bedanken wir uns bei allen Besuchern, die den Tag zu einem besonderen Ereignis gemacht haben, sowie bei allen Teilnehmern und Unterstützern, ohne die der International Day nicht möglich gewesen wäre. Ein besonderer Dank gilt dem Studentenwerk, den AusstellerInnen und ReferentInnen.