Zukunft Ostmoderne – Filmabend mit Diskussion und studentischer Abschlussarbeit

Screenshot des Films „Allesandersplatz“
Photo : ZEM
Screenshot des Films „Allesandersplatz“

Die Verwandlung des maroden „Hauses der Statistik“ am Berliner Alexanderplatz zu einem alternativen Kulturzentrum dokumentiert der Film „Allesandersplatz“, mit dem Isis Rampf ihr Potsdamer Masterstudium der Europäischen Medienwissenschaft abgeschlossen hat. Das Brandenburgische Zentrum für Medienwissenschaften zeigt die Dokumentation am 13. Januar 2022 um 18 Uhr im Kino des Filmmuseums Potsdam. Zu sehen sind außerdem zwei Filme über das Potsdamer Rechenzentrum, das als ostmoderner Zweckbau vorläufig erhalten und zum lebendigen Ort für Kunst und Kultur umfunktioniert wurde. In einem Filmgespräch soll an die laufenden Diskussionen um die städtebauliche Neugestaltung insbesondere von Quartieren mit DDR-Vergangenheit angeknüpft werden. Ziel ist es, die Bedeutung von Kunst und Kreativen für das gesellschaftliche Klima einer Stadt zu unterstreichen.  

Am zentralsten Punkt Berlins, dem Alexanderplatz, verfällt ein riesiges Gebäude. Das Haus, das in der DDR die Staatliche Zentralverwaltung für Statistik beherbergte, stirbt langsam vor sich hin. „Stop Wars“ steht in riesigen roten Lettern auf der tristen Fassade. Seit Künstlerinnen und Künstler das Haus besetzt haben, erwacht die gewaltige Ruine zu neuem Leben. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung wollen hier Engagierte und Kreative einen Raum für Kunst, Kultur und Soziales schaffen. Gelingt es ihnen, einen Ort zu gestalten, an dem alles anders ist?

Der Dokumentarfilm „Allesandersplatz“ basiert auf Interviews mit jenen Menschen, die das Gebäude in der sogenannten „Zwischennutzung“ mit Leben füllen. Zu Wort kommen aber auch Personen wie Manfred Kühne von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen. Dazwischen gibt es immer wieder längere Einstellungen, die das Gebäude und seinen Verfall, aber auch Veranstaltungen der verschiedenen Initiativen zeigen.

Nach der Vorführung ihres Films wird Isis Rampf mit der Regisseurin Kristina Tschesch sowie Nina Peters von ZUsammenKUNFT Berlin und Anja Engel vom Potsdamer Rechenzentrum Kunst- und Kreativhaus über die Wiederbelebung und Umgestaltung vernachlässigter Stadträume diskutieren. Die Moderation übernimmt der Journalist Patrick Wellinski von Deutschlandfunk Kultur. Abschließend werden dann die beiden Teile eine Dokumentation von Elias Franke und Kristina Tschesch über das Potsdamer Rechenzentrum zu sehen sein: „Vom Abrissobjekt zum Kreativkosmos“ und „Produktion im Provisorium“.

Das ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften ist eine gemeinsame Forschungseinrichtung von acht Universitäten, Fachhochschulen und Kunsthochschulen des Landes Brandenburg. Es unterstützt die medienwissenschaftliche Forschung, die fachinterne Vernetzung sowie den wissenschaftlichen Transfer nach außen.
Der Studiengang Europäische Medienwissenschaft ist eine Kooperation der Fachhochschule Potsdam und der Universität Potsdam. Mit seiner europäischen Ausrichtung und der Kombination forschungsnaher Theorie und schöpferischer Praxis ist er deutschlandweit einzigartig.

Zeit: 13.01.2022, 18:00 Uhr
Ort: Filmmuseum Potsdam, Breite Straße 1a/Marstall, 14467 Potsdam
Tickets: Tel. 0331 27181-12, ticketfilmmuseum-potsdamde
Bitte beachten Sie die aktuelle Umgangsverordnung zu SARS-CoV-2. Wir empfehlen eine rechtzeitige Ticketreservierung und bitten um die Einhaltung der gängigen Schutzmaßnahmen.
Foto: Screenshot des Films „Allesandersplatz“.

Kontakt: Fritz Schlüter, ZeM – Brandenburgisches Zentrum für Medienwissenschaften
Email: f.schlueterzem-brandenburgde
Telefon: +49(0)331 813281-68
Internet: www.zem-brandenburg.de

Gemeinsame Medieninformation der Universität Potsdam, des Brandenburgischen Zentrums für Medienwissenschaften und der Fachhochschule Potsdam
03-01-2022