Universität Potsdam kooperiert mit dem Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN)

Das Deutsche Zentrum für Lehrerbildung Mathematik (DZLM), an dem die Universität Potsdam seit 2014 beteiligt ist, wird 2021 Teil der am Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) in Kiel neu eingerichteten Abteilung „Fachbezogener Erkenntnistransfer“. Damit wird das bisher von der Telekom Stiftung initiierte und finanzierte DZLM-Netzwerk verstetigt. Sitz der neuen Abteilung wird die Humboldt-Universität zu Berlin sein. Der DZLM-Schwerpunkt „Digitalisierung“ verbleibt an der Universität Potsdam.

Von der Universität Potsdam ist Prof. Dr. Ulrich Kortenkamp am DZLM beteiligt. Er leitet die übergreifende Abteilung „Digitalisierung“ des DZLM. Dieser Schwerpunkt verbleibt auch nach 2021 in Potsdam. „Ich begrüße die Verstetigung des DZLM, denn dass wir bald am IPN angesiedelt sein werden, zeigt die Wertschätzung unserer Arbeit in der Lehrerbildung. Und ich freue mich darüber, dass die Universität Potsdam weiterhin mit dem Schwerpunkt Digitalisierung betraut ist“, sagt Ulrich Kortenkamp.

Neuestes Projekt der Arbeitsgruppe in Potsdam ist die Entwicklung des Diagnoseinstrumentes „smart“ für den Lernfortschritt im Fach Mathematik bei Schülerinnen und Schülern. Für das Projekt in Kooperation mit der Universität Duisburg-Essen greifen die Forschenden auf das australische Modell gleichen Namens zurück und passen es den Gegebenheiten in Deutschland an. Außerdem gehört zu den Aufgaben der Abteilung „Digitalisierung“ die wissenschaftliche Begleitung der Qualifizierung von Fortbildnern und Konzepte zur Verbreitung offener Bildungsressourcen (OER).

Seit zehn Jahren entwickelt, implementiert und erforscht das DZLM bundesweit wirksame Fortbildungsangebote für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, Lehrkräfte und Kita-Fachkräfte im Fach Mathematik. Initiiert wurde das DZLM von der Deutsche Telekom Stiftung, die es bislang finanziert und mehr als zehn Millionen Euro in das Vorhaben investiert hat. Zum Beginn des Jahres 2021 richtet das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) eine neue Abteilung „Fachbezogener Erkenntnistransfer“ ein, in der das DZLM am IPN seine Arbeit fortsetzen wird. Das Zentrum wird formal Teil des Kieler Instituts, das zu den renommiertesten Bildungsforschungseinrichtungen Deutschlands zählt und als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft vom Bund und der Ländergemeinschaft gefördert wird. Die Arbeit der Abteilung am IPN baut auf den erfolgreichen Vorarbeiten des DZLM auf, wesentliche Teile des DZLM-Netzwerks werden an die Abteilung angebunden. Das DZLM ist ein Netzwerk aus neun Hochschulen unter Leitung der Humboldt-Universität zu Berlin. Neben der Universität Potsdam sind die Freie Universität Berlin, die Pädagogische Hochschule Freiburg, die Ruhr-Universität Bochum, die Technische Universität Dortmund und die Universitäten Duisburg-Essen, Osnabrück und Paderborn beteiligt.

Weitere Informationen: https://www.dzlm.de/aktuelles/deutsches-zentrum-f%C3%BCr-lehrerbildung-mathematik-dzlm-wird-fortgef%C3%BChrt

Kontakt: Ulrich Kortenkamp, Professor für Didaktik der Mathematik
Telefon: 0331 977-1470
E-Mail: ulrich.kortenkampdzlmde

Medieninformation 25-11-2020 / Nr. 113