Skip to main content

Entwicklungsmotor für die Region – Sozioökonomische Effekte der Universität Potsdam untersucht

„Die Universität Potsdam ist ein herausragender Wirtschaftsfaktor und Entwicklungsmotor für die Region: Sie bündelt in der wachsenden nationalen und internationalen Konkurrenz nicht nur Know-how und bildet Personal für den regionalen Arbeitsmarkt aus, sondern zieht junge Menschen aus dem In- und Ausland an, die Ideen und Technologien für die Märkte von morgen entwickeln.“ Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie zu den sozioökonomischen Effekten der Universität Potsdam, die vom Europäischen Institut für Sozialökonomie erstellt und heute in der Potsdamer Wissenschaftsetage der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Die Universität Potsdam wirke auf verschiedenen Ebenen innovativ und mit ihrem positiven Image als Verjüngungs- und Wachstumsmotor weit in das Land Brandenburg hinein. Zudem versorge die Alma Mater Wirtschaft und Forschung mit qualifiziertem Nachwuchs: In den vergangenen Jahren waren es durchschnittlich 3277 Alumni pro Jahr, viele von ihnen bleiben in der Region. Das Zusammenspiel aus persönlicher Bindung an das Land Brandenburg und vorhandenen Jobangeboten sowie Aufstiegschancen in Unternehmen befördere die Bleibeabsicht der Absolventen, heißt es in der Studie.
„Die Finanzierung der Universität Potsdam ist für das Land Brandenburg keineswegs ein hoher Kostenfaktor. Vielmehr handelt es sich um eine wegweisende Investition, die erhebliche sozioökonomische Effekte nach sich zieht, die Innovationsleistungen in der Region stimuliert und gesellschaftspolitische Impulse setzt“, so der Leiter der Studie, Prof. Dr. Eike Emrich. Als wesentlicher Wirtschaftsfaktor erziele die Universität einen klar nachweisbaren ökonomischen Mehrwert für das Land Brandenburg. Abgesehen von den direkten steuerlichen Rückflüssen durch die 4.500 Voll- und Teilzeitbeschäftigten, die bereits kurzfristig haushaltswirksam werden, seien sowohl die direkten als auch die indirekten Einkommenseffekte zu berücksichtigen. Darüber hinaus wirken innovative Impulse auf ortsansässige Unternehmen und in die Bevölkerung hinein. „Die Universität Potsdam sorgt als Motor für eine moderne, kulturell vielfältige und zukunftsfähige Wissensgesellschaft, indem sie junge Erwachsene anzieht, ausbildet und Voraussetzungen für einen intergenerationalen Bildungsaufstieg schafft“, so die Autoren.
„Als größte Universität Brandenburgs tragen wir maßgeblich zur Leistungs- und Zukunftsfähigkeit des Landes bei“, unterstreicht Uni-Präsident Prof. Oliver Günther, Ph.D. die Ergebnisse der Studie. Insofern entspräche es der sozioökonomischen Vernunft, wenn die Landesregierung diese positiven Entwicklungen künftig durch eine erhöhte Mittelzuweisung unterstützen würde, schreiben die Wissenschaftler. So ließe sich wenigstens mittelfristig ein Finanzierungsniveau erreichen, das der finanziellen Ausstattung vergleichbarer Universitäten in anderen Bundesländern entspricht.

Die Studie „Die Universität Potsdam in sozioökonomischer Perspektive“ ist im Universitätsverlag erschienen und kann sowohl im Online-Shop bestellt werden: http://verlag.ub.uni-potsdam.de/cgi-bin/publika/view.pl?id=883 als auch als Open Access-Publikation online heruntergeladen werden: https://publishup.uni-potsdam.de/opus4-ubp/frontdoor/index/index/docId/9020.

Kontakt: Silke Engel, Sprecherin der Universität Potsdam und Leiterin des Referats für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Telefon 0331 977-1474
E-Mail: presseuni-potsdamde
Anhang: Zusammenfassung „Die Universität  Potsdam als Wirtschaftsfaktor“
Foto: Studie „Die Universität Potsdam in sozioökonomischer Perspektive“ (Foto: Karla Fritze)

Medieninformation 06-06-2016 / Nr. 080
Silke Engel

Universität Potsdam
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam
Tel.: +49 331 977-1474
Fax: +49 331 977-1130
E-Mail: presseuni-potsdamde

Online gestellt: Klara Wittich
Kontakt zur Online-Redaktion: onlineredaktionuni-potsdamde