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Zwei neue Graduiertenschulen zu Energiethemen gestartet

Zum Auftakt für zwei neue Graduiertenschulen stellten führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von HZB, UP und HUB das Forschungsprogramm vor. (Foto: Jennifer Bierbaum/HZB)

Zum Auftakt für zwei neue Graduiertenschulen stellten führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von HZB, UP und HUB das Forschungsprogramm vor. (Foto: Jennifer Bierbaum/HZB)

Am Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) stellten sich in der vergangenen Woche zwei neue Graduiertenschulen vor. Die Graduiertenschule Hybrid4Energy (Hybride Materialien für Energie- und Informationstechnologien) wird von der Humboldt-Universität zu Berlin (HUB) und dem HZB getragen, während die Graduiertenschule HyPerCell (zu Dünnschichtzellen auf Perowskit-Basis) gemeinsam mit der Universität Potsdam organisiert wird. Prof. Anke Kaysser-Pyzalla, Wissenschaftliche Geschäftsführerin des HZB, Prof. Jan-Hendrick Olbertz, Präsident der Humboldt Universität zu Berlin und Prof. Robert Seckler, Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Universität Potsdam eröffneten die Veranstaltung. Führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des HZB und beider Universitäten gaben einen Überblick über die Forschungsprogramme der neuen Graduiertenschulen.

In der Graduiertenschule HyPerCell werden insgesamt acht Stipendiaten und ca. zehn Kollegiaten der Universität Potsdam (UP),  des HZB und des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung an neuartigen Dünnschicht-Solarzellen auf der Basis von sogenannten organometallischen Perowskiten arbeiten. Trotz der jüngsten Erfolge in der Erforschung dieser Solarzellen sind viele grundlegende Materialeigenschaften und Mechanismen – wie etwa der Ladungstransport und die Dynamik von Rekombinationsprozessen – noch nicht grundlegend verstanden. Auch fehlen bisher Rezepte für die reproduzierbare Herstellung von Perowskitschichten mit wohldefinierter Struktur. Zudem werden die höchsten Wirkungsgrade für diese Solarzellen unter Verwendung einer bleihaltigen Verbindung erreicht. Ein partieller oder vollständiger Ersatz dieses Metalls durch eine nicht-toxische Alternative ist eines der zentralen Ziele des Forschungsprogramms. Da die Erforschung der Perowskit-Solarzellen stark interdisziplinär ist, wird die Schule den PhD-Studierenden im Rahmen des strukturierten dreijährigen Lehrplans umfassende Kenntnisse über die Chemie und Physik der Perowskit-basierten Solarzellen vermitteln. Das Programm umfasst Vorträge, Labor-Kurse, Workshops und Seminare, die von renommierten Spezialisten in ihrem jeweiligen Bereich angeboten werden. Die forschungsbasierte Ausbildung wird von der Potsdam Graduate School (PoGS) durch Maßnahmen zur Vermittlung von Schlüsselkompetenzen unterstützt.

Kontakt: Prof. Dr. Dieter Neher, Institut für Physik und Astronomie,
E-Mail: neheruni-potsdamde
Internet: https://www.uni-potsdam.de/perovskites/

Text: Dr. Antonia Rötger
Online gestellt: Silvana Seppä
Kontakt zur Online-Redaktion: onlineredaktionuni-potsdamde